{"id":13780,"date":"2019-11-20T21:32:50","date_gmt":"2019-11-20T19:32:50","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.leonardcohen.de\/?p=13780"},"modified":"2019-11-20T21:38:47","modified_gmt":"2019-11-20T19:38:47","slug":"kw-47-2019-the-berlin-after-posting-ein-kurz-protokoll-der-thanks_for_the_dance-listening-session-in-berlin-14-11-19-english-version-follows","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/leonardcohen.de\/?p=13780","title":{"rendered":"KW-47-2019: the Berlin After posting: Ein Kurz-Protokoll der #Thanks_For_the_Dance&#8220; Listening-Session in Berlin, 14.11.19. (English Version follows)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/blog.leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/LC-Thanksforthedance-Berlin141119-Adam_cohen_by-ChristofGraf_Cohenpedia1t.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-thumbnail wp-image-13781\" src=\"http:\/\/blog.leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/LC-Thanksforthedance-Berlin141119-Adam_cohen_by-ChristofGraf_Cohenpedia1t-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a> Photos: Christof Graf<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/LC-Thanksforthedance-Berlin141119-Adam_cohen_by-ChristofGraf_Cohenpedia3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-thumbnail wp-image-13785\" src=\"http:\/\/blog.leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/LC-Thanksforthedance-Berlin141119-Adam_cohen_by-ChristofGraf_Cohenpedia3-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Heute gab SONY MUSIC, Pressematerial zur Promotion f\u00fcr das neue Leonard Cohen Album \u201eThanks For The Dance\u201c heraus. Darunter einige Fotos wie auch einige O-T\u00f6ne von der Londoner Listening Session und anschlie\u00dfender Q&amp;A. Vorab einige Protokoll-Notizen von der Listening Session und anschlie\u00dfender Q&amp;A vom 14.11.2019 im Michelberger Hotel in Berlin. Das gesamte Transkript des Gespr\u00e4ches soon\u2026..<\/strong><\/p>\n<p>Wie schwierig war es dieses posthume Leonard-Cohen-Album zu produzieren?<\/p>\n<p><em>Adam Cohen: \u00abEs war eine sehr emotionale Reise. Nach nach dem Tod meines Vaters fasste ich sieben Monate sp\u00e4ter schlie\u00dflich den Mut, in meinem Hinterhof-Studio in Los Angeles, in einer umgebauten Garage, daran zu arbeiten. Ich h\u00f6rte Die Musik meines Vaters, die von dem \u00fcbrig geblieben war, was mein Vater und ich (zu Zeiten der \u201eYou Want It Darker\u201c-Aufnahmen (20169 erarbeitet hatten. \u00fcber die Lautsprecher h\u00f6rte ich diese donnertiefe, gebieterische Stimme. Als ich seine Worte h\u00f6rte, kamen Erinnerungen an die Gespr\u00e4che mit meinem Vater hoch,. Am Anfang war ich wie gel\u00e4hmt, als ich seine Worte h\u00f6rte. Ich hatte Angst vor der Vorstellung, wie schwierig es sein w\u00fcrde, diese Arbeit zu vollenden, noch ein letztes posthumes Album zu produzieren. Doch der \u201eAngst\u201c, wich eine Art Pflicht. Eine Verantwortung, etwas zu Ende zu bringen.<\/em><\/p>\n<p>War ein solches posthumes Album schon damals geplant?<\/p>\n<p><em>Adam Cohen: Ich und allem die ihm nah standen, wu\u00dften davon, da\u00df es noch so etwas wie ein \u00abUnfinished Business\u00bb, etwas Unerledigtes, gab. Mein Vater hatte sich damals, sehr \u00fcber die positiven Reaktionen auf sein letztes Album \u201eYou Want It Darker\u201c gefreut. Er legte seinen Arm um mich und sagte: Wir Cohen-Boys machen noch zehn weitere Alben. Damals war mein Vater schon sehr zerbrechlich und alle wu\u00dften, da\u00df daraus wohl nichts mehr werden w\u00fcrde. Aber er sagte, da\u00df ich diese Arbeit, die ich mit ihm begonnen habe, vollenden mu\u00df. Dazu geh\u00f6rte auch das Buch \u201eThe Flame\u201c, das im letzten Jahr erschien. Er war immer ein sehr ordentlicher Mensch und wollte, dass die Dinge geregelt und beendet werde, bevor man geht. Es war sein Wunsch, das fertigzustellen, was wir begonnen hatten.\u00bb<\/em><\/p>\n<p>Sie sind der \u00abKeeper of the Flame\u00bb. Wie war Ihr Verh\u00e4ltnis zu Ihrem Vater?<\/p>\n<p><em>Adam Cohen: \u00abMein Vater war ein au\u00dfergew\u00f6hnlicher Mann, das wu\u00dfte ich immer. Das erkannte ich daran, welche Reaktionen er bei anderen, M\u00e4nnern wie Frauen &#8211; hervorrief. Er machte auf mich denselben ausdrucksstarken Eindruck, den er auf viele Menschen machte. Mein Gef\u00fchl der hohen Wertsch\u00e4tzung wurde immer gr\u00f6\u00dfer und wird es immer noch, je l\u00e4nger er nicht mehr da ist. Heute \u00a0sehe ich ihn mehr als Menschen denn als Vater. Ich wei\u00df heute um das Gl\u00fcck, dass ich &#8211; im Gegensatz zu anderen Menschen, die um ihre Verstorbenen trauern &#8211; seine Stimme noch immer h\u00f6ren kann, und damit mit ihm in eine Art Dialog mit ihm treten kann.\u00bb<\/em><\/p>\n<p>Wie empfinden Sie neben seiner Stimme die Musik von ihrem Vater auf diesem neuen Album?<\/p>\n<p><em>Adam Cohen: \u00abF\u00fcr mich ist das Album ein Teil 2 zum vorherigen Teil 1 in Form von \u201eYou Want It Darker\u201c. \u201eYou Want It Darker\u201c war wie ein fester H\u00e4ndedruck, mit einem klarem Blick auf den Tod und auf Gott, also ein starkes Goodbye. Das neue Album ist eher eine Art \u201eweicheres Goodbye\u201c, nicht mehr der feste H\u00e4ndedruck, mehr wie eine warme Hand auf der Schulter. \u00dcber die Verantwortung, ein solches Album zu produzieren und die damit einhergehende Ver\u00e4nderung der Sichtweise, die man von \u201eYou Want It Darker\u201c, war ich mir bewu\u00dft. \u00a0Mir ist bewu\u00dft, da\u00df es viel bessere Plattenproduzenten als mich gibt &#8211; aber ich hatte den Vorteil, ganz genau zu wissen, was mein Vater mochte und was nicht. Ich kannte sein Werk, besser als jeder andere. Ich habe seine Gedichte ja von ihm pers\u00f6nlich geh\u00f6rt, am Abendbrottisch oder vor seinem Haus in der Sonne. Ich kannte alles, es war mir nah, ich musste das Werk nur noch vollenden.\u00bb<\/em><\/p>\n<p>Was kann man zu dem Arbeitsprozess von \u201eThanks For The Dance\u201c sagen?<\/p>\n<p><em>Adam Cohen: \u00ab90 Prozent des Albums stellte ich innerhalb von zwei Wochen fertig. Es ging sehr schnell \u2013 wir, die daran beteiligt waren, waren wie high, wie Junkies, bis der \u201eCrash\u201c kam und ich pl\u00f6tzlich unsicher wurde und das Vertrauen in das Werk verlor. Damien Rice war es, der es wieder nach vorne brachte. Er lud mich nach Berlin zum Peoplefest 2018 ein. Damals wohnte ich auch hier im Michelberger Hotel und f\u00fchlte mich sehr wohl. Ich dachte mir, er k\u00f6nne mich motivieren, die Dinge neu zu sehen. Peux a Peux, nahm das Album neue Gestalt an und mein Selbstvertrauen wurde wieder gr\u00f6\u00dfer. Aber nicht nur Damien, alle anderen Mitmusiker, die bei dem Album mitgearbeitet haben, haben viel dazu beigetragen, nicht nur mit ihrer Musik, sondern auch mit ihrer stillen und zur\u00fcckhaltendenPr\u00e4senz. Man h\u00f6rt auf dem Album mehr als den puren Leonard Cohen.<\/em><\/p>\n<p>Worin ist der Unterschied zwischen \u00abYou Want It Darker\u00bb und \u00abThanks For The Dance\u00bb zu sehen?<\/p>\n<p><em>Adam Cohen: Mein Vater wusste schon bei den \u201eYou Want It Darker\u201c-Aufnahmen, dass es ein weiteres Album geben w\u00fcrde. Sein vordergr\u00fcndiges Anlieggen bei \u201eYou Want It Darker\u201c dem Tod in W\u00fcrde ins Auge zu blicken &#8211; Goodbye zu sagen. Romantik hatte damals keinen Platz. Jetzt gibt es f\u00fcr Romantik Platz. \u201eThanks For The Dance\u201c ist daher genau der richtige Titel f\u00fcr diese Platte.\u00bb<\/em><\/p>\n<p>Gab es Alternativ-Titel f\u00fcr das Album?<\/p>\n<p><em>Adam Cohen: Ich denke, \u201eThanks for The Dance\u201c ist der beste stimmige Titel f\u00fcr das Album. Aber ja, es gab eine Alternative: \u201eHappens To The Heart\u201c, wie auch einer der Songs hei\u00dft, aber den, den wir w\u00e4hlten, passt besser.<\/em><\/p>\n<p>Gibt es noch weiteres solches Material, das wom\u00f6glich noch f\u00fcr ein zweites posthumes Album reichen k\u00f6nnte?<\/p>\n<p><em>Adam Cohen: Nein.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Photos: Christof Graf Heute gab SONY MUSIC, Pressematerial zur Promotion f\u00fcr das neue Leonard Cohen Album \u201eThanks For The Dance\u201c heraus. Darunter einige Fotos wie auch einige O-T\u00f6ne von der Londoner Listening Session und anschlie\u00dfender Q&amp;A. Vorab einige Protokoll-Notizen von der Listening Session und anschlie\u00dfender Q&amp;A vom 14.11.2019 im Michelberger Hotel in Berlin. 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