{"id":14352,"date":"2020-03-18T23:30:39","date_gmt":"2020-03-18T21:30:39","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.leonardcohen.de\/?p=14352"},"modified":"2020-03-18T23:30:39","modified_gmt":"2020-03-18T21:30:39","slug":"kw-12-2020-listen-to-the-the_future-more-about-the-song-the-album-from-1992","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/leonardcohen.de\/?p=14352","title":{"rendered":"KW-12-2020: &#8230; listen to the #The_Future&#8230;.more about the song &#038; the album from 1992"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/blog.leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/LC-CD-The-Future.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-thumbnail wp-image-14354\" src=\"http:\/\/blog.leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/LC-CD-The-Future-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/LC-CD-The-Future-150x150.jpg 150w, https:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/LC-CD-The-Future-300x300.jpg 300w, https:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/LC-CD-The-Future.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>The Future, 1992 (Sony\/Columbia 472498) <\/strong><strong>= <\/strong>Neuntes von insgesamt vierzehn Studioalben Leonard Cohens.<\/p>\n<p>Total Time: 59:37<\/p>\n<ol>\n<li>The Future (6:41)<\/li>\n<li>Waiting For The Miracle (7:42)<\/li>\n<li>Be For Real (4:29)<\/li>\n<li>Closing Time (5:58)<\/li>\n<li>Anthem (6:06)<\/li>\n<li>Democracy (7:13)<\/li>\n<li>Light As The Breeze (7:14)<\/li>\n<li>Always (8:02)<\/li>\n<li>Tacoma Trailer (instrumental) (5:57)<\/li>\n<\/ol>\n<p>\u201eThe Future\u201c ist im Jahre 1992 in Los Angeles aufgenommen worden. Sein urspr\u00fcnglicher Arbeitstitel war \u201eBusted\u201c, obwohl auch \u201eBe For Real\u201c (einer der beiden Coversongs des Albums) daf\u00fcr in Frage kam, bevor die endg\u00fcltige Entscheidung schlie\u00dflich zugunsten von \u201eThe Future\u201c fiel. Es waren wieder viele der Musiker seiner 1988er Tourneeband dabei, und das Album profitiert auch wieder vom Backgroundgesang von \u00e0 Jennifer Warnes. Der Produzentenstatus wurde offen vergeben an \u00e0 Steve Lindsey, \u00e0 Bill Ginn, \u00e0 Leanne Ungar, Yoav Goren und \u00e0 Cohens damaliger Lebensgef\u00e4hrtin und Schauspielerin Rebecca de Mornay, die diese Ehre mit Cohen selbst teilten. Die \u201egolden voice\u201c wurde tiefer und volumin\u00f6ser. Angereichert mit weiblichen Ch\u00f6ren, zauberte Cohen auf seinem einzigen Studio-Album der 90er Jahre w\u00e4rmeverbreitende Melodien zu knallharten Texten. \u201eGive me crack and anal sex\u201c, schreibt er in \u201eThe Future\u201c und \u201eit\u02bcs coming with the tidal flood\u201c in \u00e0 \u201eThe Democracy\u201c. Aber auch wenn die Texte der \u201eZukunfts-Songs\u201c mitunter sarkastisch wirken, betrachtet Cohen das Album, f\u00fcr das er sich wiederum fast f\u00fcnf Jahre Zeit lie\u00df, nicht als pessimistisches Werk, obwohl er schreibt: \u201eBaby, I\u02bcve seen the future, it is murder\u201c. \u201eHier geht es mehr um das, was hinter dem Pessimismus steht. Ein Pessimist ist einer, der st\u00e4ndig auf den Regen wartet; ich dagegen bin \u2013 zumindest in diesem Song \u2013 st\u00e4ndig nass.\u201c Es geht also um den Tanz auf dem Vulkan, um den Tanz um die Zukunft. Zynisch, ironisch, realistisch. Und genau diese Thematik verpackt der Rockbarde in wie Tanzmusik anmutende Rhythmen und Melodien. Cohen klagt nicht an, er stellt fest und nimmt die Fakten als Tatsachen hin. Wie auf einigen Vorg\u00e4nger-Alben greift Cohen f\u00fcr das \u201eFuture-Album\u201c Texte zweier anderer Autoren auf. \u00e0 \u201eAlways\u201c basiert auf einem Text von \u00e0 Irving Berlin aus dem Jahre 1925 und \u201eBe For Real\u201c von \u00e0 Frederick Knight aus dem Jahre 1975. Das Album \u201eThe Future\u201c offenbart Cohens zunehmende Freude an Computer-Kompositionen, die er mit dem Instrumental \u00e0 \u201eTacoma Trailer\u201c stimmungsgerecht ausklingen l\u00e4sst. Das \u201eEncore\u201c dazu \u2013 in Form von \u00e0 \u201eTen New Songs\u201c sollte neun Jahre auf sich warten lassen. Dennoch ist \u201eThe Future\u201c ein merkw\u00fcrdiges Album, so diskutiert es zumindest die Fanbase. Es schafft es, gleichzeitig witzig und melancholisch zu sein. Keiner der beiden Z\u00fcge ist neu: Im Gegensatz zu der falschen Annahme des Publikums, hat Cohen in seinem Werk oftmals Humor einflie\u00dfen lassen, wenn auch einen sarkastischen, schwarzen Humor. Melancholie war ein viel h\u00e4ufigerer Zusatz. In diesem Fall deprimiert den K\u00fcnstler jedoch eher die Gesellschaft als seine pers\u00f6nliche Situation. Teilweise mag dies darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren sein, dass Cohen in Los Angeles wohnt, das von Professor Ira B. Nadel sehr passend als ein \u201egeologisch und politisch instabiler\u201c Ort beschrieben wird. Sicherlich werden die 1992er Aufst\u00e4nde, die mehrere Gesch\u00e4fte, in denen Cohen Stammgast war, zerst\u00f6rten, seiner Stimmung nicht gerade zutr\u00e4glich gewesen sein. Cohen selbst jedoch sah den Zusammenbruch der \u00e0 Berliner Mauer 1989 als sehr wichtig f\u00fcr das Album an. Cohen nahm zu diesem Thema eine unorthodoxe Haltung ein. \u201eObwohl es unm\u00f6glich ist, sich nicht mit all diesen frohen Menschen zu freuen\u201c, sagte er, \u201ehatte ich alleine f\u00fcr mich mit meinen Freunden eine traurigere Prophezeiung gemacht.\u201c Er teilte den allerorts \u00fcblichen Optimismus, dass die Demokratie dabei war, in den neu-liberalen \u00f6stlichen Staaten aufzubl\u00fchen. Obgleich sich manche Songs als schwierig herausstellten, wenn es darum ging, sie einzuspielen, und sie im Studio umgeschrieben werden mussten, best\u00e4tigte \u201eThe Future\u201c Cohens kommerziellen Erfolg. Das Album bekam nur wenige Monate nach der Ver\u00f6ffentlichung Platin in Kanada. 1993 gewann Cohen dadurch einen <strong>Juno<\/strong> \u00e0 Award f\u00fcr den besten m\u00e4nnlichen S\u00e4nger, und im folgenden Jahr gewann \u00e0 \u201eClosing Time\u201c einen weiteren Preis f\u00fcr das beste Rock-Video. Die neue dunkle Stimme, die man auf \u00e0 \u201eI\u02bcm Your Man\u201c zu h\u00f6ren bekommen hatte, war auch auf \u201eThe Future\u201c noch ebenso, obwohl Cohen 1990 aufgeh\u00f6rt hatte zu rauchen. Wenn \u00fcberhaupt, war die Stimme noch tiefer. Diese Tatsache, zusammen mit dem schwarzen Humor, dem geschickten Text und einer eher Mainstream-Rock-Musik, lie\u00dfen Cohen eine onkelhafte Rolle zukommen \u2013 der gealterte \u00dcberlebende der philosophischen Kriege vergangener Tage kehrte zur\u00fcck, um weise, geistreiche und kritische Meinungen \u00fcber die zeitgen\u00f6ssische Gesellschaft an die jungen \u201eNichten und Neffen\u201c in seinem Publikum weiterzugeben. Nach drei\u00dfig Jahren war Leonard Cohen cooler als jemals zuvor.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>The Future, 1992 (Sony\/Columbia 472498) = Neuntes von insgesamt vierzehn Studioalben Leonard Cohens. 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