{"id":1967,"date":"2016-01-14T00:12:35","date_gmt":"2016-01-13T22:12:35","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.leonardcohen.de\/?p=1967"},"modified":"2016-01-18T12:25:25","modified_gmt":"2016-01-18T10:25:25","slug":"kw-01-2016-leonard-cohen-und-steven-wilson-reminiszenz-an-die-musik-der-zukunft-steven-wilson-eroeffnet-am-12-januar-in-stuttgart-seine-konzertreise-2016-von-christof-graf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/leonardcohen.de\/?p=1967","title":{"rendered":"KW-02-2016: Leonard Cohen und &#8230; Steven Wilson. Reminiszenz an die Musik der Zukunft. Steven Wilson er\u00f6ffnet am 12. Januar in Stuttgart seine Konzertreise 2016 &#8211; von Christof Graf"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/blog.leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Steven-Wilson1-by-Christof-Graf1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1984\" src=\"http:\/\/blog.leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Steven-Wilson1-by-Christof-Graf1-300x197.jpg\" alt=\"Steven-Wilson1-by-Christof-Graf\" width=\"300\" height=\"197\" srcset=\"https:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Steven-Wilson1-by-Christof-Graf1-300x197.jpg 300w, https:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Steven-Wilson1-by-Christof-Graf1.jpg 510w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><em>Foto: Christof Graf<\/em><\/p>\n<p><strong>Reminiszenz an die Musik der Zukunft<\/strong><\/p>\n<p><strong>Steven Wilson er\u00f6ffnet in Stuttgart seine Konzertreise 2016 <\/strong><\/p>\n<p><strong>Seine musikalischen Wurzeln sind schon lange nicht mehr zu leugnen. Das musikalische Erbe, das er angetreten hat, ist un\u00fcberh\u00f6rbar. Selbst seine Helden, wie z.B. Jethro Tull oder Marillion nehmen seine Kompetenzen als Produzent und Remastering- und Remixing-Experte in Anspruch. Einige, wie z.B. Alan Parsons arbeiten sogar musikalisch mit ihm zusammen. Steven Wilson hat sich zu einem bedeutenden Musiker der Jetztzeit entwickelt. Das hat der Brite mit seiner Band Porcupine Tree bewiesen und das beweist er aktuell beim 2016er \u201eHand. Cannot. Erase\u201c-Tourneeauftakt in Stuttgart als Solok\u00fcnstler einmal mehr.<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Steven-Wilson3-by-Christof-Graf.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1972\" src=\"http:\/\/blog.leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Steven-Wilson3-by-Christof-Graf-300x198.jpg\" alt=\"Steven-Wilson3-by-Christof-Graf\" width=\"300\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Steven-Wilson3-by-Christof-Graf-300x198.jpg 300w, https:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Steven-Wilson3-by-Christof-Graf-624x411.jpg 624w, https:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Steven-Wilson3-by-Christof-Graf.jpg 1012w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><em>Foto: Christof Graf<\/em><\/p>\n<p>Die Filmsequenzen, die etwa zehn Minuten vor dem p\u00fcnktlichen Beginn um 20.00 Uhr im fast ausverkauften Hegelsaal der Stuttgarter Liederhalle gezeigt werden, proklamieren, was Steven Wilson schon gleich nach dem ersten Song \u201cFirst Regret\u201d, den er noch an seinem Retro-Keyboard verbringt, ank\u00fcndigt: \u201eIm ersten Teil des Abends werden wir das komplette \u201eHand. Cannot. Erase\u201c-Album spielen\u201c. Gesagt, getan, wechselt Wilson schnell zur elektrischen und auch akustischen Gitarre und erz\u00e4hlt progressiv die Geschichte des Albums.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Steven-Wilson4-by-Christof-Graf1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1985\" src=\"http:\/\/blog.leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Steven-Wilson4-by-Christof-Graf1-300x228.jpg\" alt=\"Steven-Wilson4-by-Christof-Graf\" width=\"300\" height=\"228\" srcset=\"https:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Steven-Wilson4-by-Christof-Graf1-300x228.jpg 300w, https:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Steven-Wilson4-by-Christof-Graf1-624x474.jpg 624w, https:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Steven-Wilson4-by-Christof-Graf1.jpg 750w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><em>Foto: Christof Graf<\/em><\/p>\n<p>Es ist die Geschichte von Joyce Vincent, einer jungen Londonerin, die fast drei Jahre lang tot in ihrer Wohnung lag und offenbar von niemandem vermisst wurde. \u201eAls ich davon erfuhr , begann ich mich f\u00fcr diese Frau zu interessieren\u201c, erz\u00e4hlte er vor Beginn der Tournee im Interview. \u201eIch war v\u00f6llig \u00fcberrascht, dass es sich entgegengesetzt meiner Annahme, nicht um eine alte, sondern um eine junge, attraktive und beliebte Frau handelt. \u2013 Von Trag\u00f6dien dieser Art h\u00f6rt man immer \u00f6fters\u201c, so Wilson. Mit seinem Entsetztsein beginnt Wilson tief in die d\u00fcstere Geschichte einzutauchen, die f\u00fcr ihn symptomatisch f\u00fcr das Leben in einer Gro\u00dfstadt im 21. Jahrhundert ist. Und daran l\u00e4sst er auch mit den konstant filmisch umgesetzten Bewegtbildern im B\u00fchnenhintergrund sein Publikum dank einer psychedelischen Anmutung teilhaben. Steven Wilson erschafft damit ein zeitloses Progressive-Rock-Werk mit gro\u00dfer Reminiszenz an die Prog-Rock-K\u00fcnstler der 70er Jahre. Er schafft mit der musikalischen wie auch filmischen Umsetzung seines vierten Solo-Albums ein anmutiges Meisterst\u00fcck, als eine Art Blick in die Musik der Zukunft. Steven Wilson schafft dadurch ein Produkt, das wie das von Pink Floyd, Genesis oder King Crimson 2016 klingen w\u00fcrde. Nach knapp 60 Minuten, in denen er auch der femininen Stimme des Albums, in Person von Ninet Tayeb f\u00fcr zwei Songs (\u201eRoutine\u201c und \u201eAncestral\u201d) Raum gibt, geht der erste Teil des Konzertabends zu Ende.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Steven-Wilson5-by-Christof-Graf.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1974\" src=\"http:\/\/blog.leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Steven-Wilson5-by-Christof-Graf-300x185.jpg\" alt=\"Steven-Wilson5-by-Christof-Graf\" width=\"300\" height=\"185\" srcset=\"https:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Steven-Wilson5-by-Christof-Graf-300x185.jpg 300w, https:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Steven-Wilson5-by-Christof-Graf-1024x632.jpg 1024w, https:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Steven-Wilson5-by-Christof-Graf-624x385.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><em>Foto: Christof Graf<\/em><\/p>\n<p>Danach folgen Songs aus der Zeit mit seinen Bands Porcupine Tree, Blackfield oder Storm Corrosion sowie Material \u00e4lterer Solo-Alben. Wilson verwirklicht seinen psychedelischen Traum zwischen Rock, Metal und Alternative in Prog-Anmutung. Steven Wilson gibt sich zu Beginn des zweiten Teils zun\u00e4chst in klassischer Singer\/ Songwriter-Manier, wenn er vom Barhocker herunter das \u201eStorm Corrosion-Cover\u201c Drag Ropes interpretiert, den \u201ePorcupine Tree Song\u201c Open Car oder aber auch erstmals \u201eMy Book of Regrets\u201c vom neuen \u201e4 \u00bd\u201c-Album vortr\u00e4gt. Wilson bedient sich h\u00f6rbar bei gro\u00dfen Vorbildern wie \u201eThe Dark Side Of The Moon\u201c, benutzt zeitgem\u00e4\u00dfe Elektronik, verschleppt Trip-Hop-Rhythmen und verwendet klassische Pop-Strukturen. Das gesamte Konzert, bei dem sp\u00e4ter noch mal Ninet Tayeb auftritt, wirkt wie ein musikalisches Gem\u00e4lde, bestehend aus Mosaikst\u00fccken verschiedener Musikstilelemente, die man von Bands wie Genesis, King Crimson, Yes kannre, und von Wilson neukreiert wird. Die Dramaturgie des Gesamtbildes erkennt man am Ende des Konzertes. Dann hat der der 47j\u00e4hrige Multiinstrumentalist Wilson zun\u00e4chst eine Geschichte erz\u00e4hlt, die nicht seine eigene ist, die ihn aber bewegte. Danach spielt er Musik seiner Vergangenheit und macht daraus Musik f\u00fcr die Zukunft. Das Publikum, bestehend aus Mittzwanzigern und \u00dcberf\u00fcnfzigern dankt es mit h\u00f6chster Aufmerksamkeit und kapitulierender Begeisterung f\u00fcr die Klangwand-Melange von Prog-Rock-Revival und Progressive Metal, die mit den Zugaben \u201eThe Sound of Muzak\u201c und \u201eDark Matter\u201c noch mal zwei Porcupine Tree-Songs erweitert wird. Die hohe Kunst der Dramaturgie, wie Singer\/ Songwriting-Kultur musikalisch (aus-)gelebt werden kann, hat Steven Wilson einmal mehr bewiesen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Steven-Wilson-by-Christof-Graf1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1986\" src=\"http:\/\/blog.leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Steven-Wilson-by-Christof-Graf1-222x300.jpg\" alt=\"Steven-Wilson-by-Christof-Graf\" width=\"222\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Steven-Wilson-by-Christof-Graf1-222x300.jpg 222w, https:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Steven-Wilson-by-Christof-Graf1.jpg 504w\" sizes=\"auto, (max-width: 222px) 100vw, 222px\" \/><\/a><\/p>\n<p><em>Foto: Christof Graf<\/em><\/p>\n<p>Setlist\/ Stuttgart, 12.1.2016, Liederhalle<\/p>\n<p>1.First Regret<\/p>\n<p>2.Years Older<\/p>\n<p>3.Hand Cannot Erase<\/p>\n<p>4.Perfect Life<\/p>\n<p>5.Routine<\/p>\n<p>(with Ninet Tayeb)<\/p>\n<p>6.Home Invasion<\/p>\n<p>7.Regret #9<\/p>\n<p>8.Transience<\/p>\n<p>(live debut)<\/p>\n<p>9.Ancestral<\/p>\n<p>(with Ninet Tayeb)<\/p>\n<p>10.Happy Returns<\/p>\n<p>11.Ascendant Here On&#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Second Set<\/p>\n<p>12.Drag Ropes<\/p>\n<p>(Storm Corrosion cover)<\/p>\n<p>13.Open Car<\/p>\n<p>(Porcupine Tree song)<\/p>\n<p>14.My Book of Regrets (4 \u00bd)<\/p>\n<p>15.Index<\/p>\n<p>16.Lazarus<\/p>\n<p>(Porcupine Tree song)<\/p>\n<p>17.Don&#8217;t Hate Me<\/p>\n<p>(Porcupine Tree song) (with Ninet Tayeb)<\/p>\n<p>18.Vermillioncore (4 \u00bd)<\/p>\n<p>(live debut)<\/p>\n<p>19.Sleep Together<\/p>\n<p>(Porcupine Tree song)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Encore:<\/p>\n<p>20.The Sound of Muzak<\/p>\n<p>(Porcupine Tree song)<\/p>\n<p>21.Dark Matter<\/p>\n<p>(Porcupine Tree song)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Foto: Christof Graf Reminiszenz an die Musik der Zukunft Steven Wilson er\u00f6ffnet in Stuttgart seine Konzertreise 2016 Seine musikalischen Wurzeln sind schon lange nicht mehr zu leugnen. 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