{"id":34379,"date":"2026-05-15T20:50:10","date_gmt":"2026-05-15T18:50:10","guid":{"rendered":"https:\/\/leonardcohen.de\/?p=34379"},"modified":"2026-06-25T20:55:30","modified_gmt":"2026-06-25T18:55:30","slug":"kw-21-2026-they-all-come-out-to-montreux-das-aelteste-festival-der-populaeren-musik-europas-feiert-2026-sein-60-jubilaeum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/leonardcohen.de\/?p=34379","title":{"rendered":"KW-21-2026: \u201eThey all come out to Montreux\u2026\u201c  &#8211; Das \u00e4lteste Festival der Popul\u00e4ren Musik Europas feiert 2026 sein 60. Jubil\u00e4um"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u201eThey all come out to Montreux\u2026\u201c<\/strong><\/p>\n<p><strong>60 Jahre. Montreux. Jazz Festival. <\/strong><\/p>\n<p><strong>Das \u00e4lteste Festival der Popul\u00e4ren Musik Europas feiert 2026 Jubil\u00e4um<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>Text &amp; Fotos: Prof. Dr. Christof Graf<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>Machine Head (1972) von Deep Purple wurde gr\u00f6\u00dftenteils 1971 in Montreux aufgenommen. Die Entstehung des Albums ist eng mit der Stadt am Genfersee verkn\u00fcpft und legend\u00e4r: Urspr\u00fcnglicher Plan: Die Band wollte das Album eigentlich im Casino von Montreux aufnehmen und hatte daf\u00fcr das Rolling Stones Mobile Studio gemietet. W\u00e4hrend eines Konzerts von Frank Zappa brannte das Casino jedoch ab (verursacht durch einen Fan mit einer Signalpistole). Dieses Ereignis wurde im weltber\u00fchmten Song \u201eSmoke on the Water\u201c besungen. Deep Purple wich daraufhin in das zu dieser Zeit fast leerstehende Montreux Grand Hotel aus. Die G\u00e4nge und Treppenh\u00e4user wurden kurzerhand zu einem provisorischen Aufnahmestudio umfunktioniert. Live aufgetreten sind Deep Purple damals beim Montreux Jazz Festival nicht. Ihr erster Auftritt fand erst 1996 statt, woraus das \u201eLive in Montreux\u201c-Album entstand. Seitdem traten Deep Purple weitere zehn Mal beim Montreux Jazz-Festival auf. 2026 wird es die elfte Auflage.<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/1-Montreux-by-christofGraf_IMG_3412-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-thumbnail wp-image-34381\" src=\"http:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/1-Montreux-by-christofGraf_IMG_3412-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Neben weiteren Hauptacts wie die z.B. von Sting (4. Juli), Nick Cave (5. Juli) oder eben auch Deep Purple (13. Juli) gibt es beim 60. Montreux Jazz Festival, kurz \u201eMJF\u201c genannt, aber auch \u00fcber 700 kostenlose MJF-Veranstaltungen. Das Montreux Jazz Festival pr\u00e4sentiert sein umfangreiches Gratisprogramm, das vom 3. bis 18. Juli 2026 entlang der Seeuferpromenaden sowie in einem vollst\u00e4ndig neu gestalteten Kongresszentrum stattfindet. Zu den H\u00f6hepunkten in diesem Jahr z\u00e4hlt der Duplex, der im \u201e2m2c\u201c ein v\u00f6llig neuartiges Cluberlebnis f\u00fcr elektronische Musik auf zwei Etagen bietet, das \u201ePaloma\u201c das den Parc Vernex in einen Beach Club verwandelt und dort auch eine gro\u00dfe Ausstellung feiert. Willkommen zum 60-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um des Montreux Jazz Festivals. <\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/MJF-2026-Plakat.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-thumbnail wp-image-34376\" src=\"http:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/MJF-2026-Plakat-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nicht nur Deep Purple haben einen speziellen Bezug zu Montreux, auch David Bowie, Miles Davis, Prince, Bob Dylan oder Leonard Cohen haben einiges gemeinsam, was mit dem MJF zu tun hat. Sie alle haben schon mehrmals beim \u00e4ltesten Festival Popul\u00e4rer Musik in Europa, beim Montreux-Jazz-Festival, gespielt. Und sie alle waren, wie fast alle Gr\u00f6\u00dfen der Popul\u00e4ren Musik, zu Gast im \u201eLe Grillon\u201c oder \u201eLe Picotin\u201c, einem der Chalets von Claude Nobs, dem Gr\u00fcnder des Festivals, dessen Wohnhaus \u00fcber dem Genfer See in der Schweiz seit 1967 quasi zur Schaltzentrale dieses legend\u00e4ren Festivals wurde. \u201eClaude Nobs ist tot \u2013 Das Festival lebt weiter\u201c, so hie\u00df es im Januar 2013 seitens der neuen Festivalleitung nach Claude Nobs` Ableben. Nachfolger wurde Mathieu Jaton, der neue Direktor des Festivals (und Freund von Nobs).<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/8-Montreux-by-christofGraf_IMG_3933-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-thumbnail wp-image-34382\" src=\"http:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/8-Montreux-by-christofGraf_IMG_3933-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p>Er lebt die Gastfreundschaft von Claude Nobs weiter und verleiht dem Montreux Jazz Festival seine intime und exklusive Ausstrahlung. Die besagten Chalets bieten seinen G\u00e4sten einen privaten Rahmen f\u00fcr pers\u00f6nliche Begegnungen jenseits des Rampenlichts. Hier treffen sich weltbekannte K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler zu Partys und spontanen Jam-Sessions oder um sich Aufnahmen vergangener Konzerte aus dem einzigartigen Filmarchiv des Festivals anzuschauen. Anders als bei den gro\u00dfen Open Air-Festivals k\u00f6nnen Stars und Fans am MJF miteinander auf Tuchf\u00fchlung gehen. Sie treffen sich an Workshops oder beim Stadtbummel. Die Musiker kommen auch darum gerne nach Montreux, weil sie sich hier in lockerem Rahmen austauschen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Seit den 1990 er Jahren setzte Nobs zunehmend auf das Renommee seines Festivals. Er organisierte exklusive Galas und Themenabende. Der Produzent, Arrangeur und Musiker Quincy Jones unterst\u00fctzte ihn dabei. Erstmals trat mit Prince 2013 ein K\u00fcnstler gleich drei N\u00e4chte hintereinander beim MJF auf. Aber auch Jung-Stars und Innovationen wurden Chancen gegeben. Mit Stevie Ray Vaughan z.B. wurde 1982 erstmals ein Musiker ohne Plattenvertrag verpflichtet. Nach seinem Auftritt engagierte ihn David Bowie als Gitarristen. Das MJF war schon immer Plattform f\u00fcr Karrieren wie z.B. die von Adele oder Sophie Hunger.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/2-MONTREUX-By_ChristofGraf-1-IMG_3318-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-thumbnail wp-image-34383\" src=\"http:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/2-MONTREUX-By_ChristofGraf-1-IMG_3318-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nach der Gr\u00fcndung des Festivals 1967 holte Nobs 1973 durch seine Gesch\u00e4ftsbeziehungen zu globalen Plattenkonzernen wie zum Beispiel die WEA Warner Electric Atlantik die dort repr\u00e4sentierten Musikerinnen zum MJF. In den 1970 er Jahren spielten diverse Stars zum ersten Mal in Montreux, die das Festival danach \u00fcber Jahrzehnte begleiten und immer wieder zur\u00fcckkehrten, wie z.B. 1976 Leonard Cohen, der insgesamt f\u00fcnf Mal in Montreux aufgetreten ist oder eben auch Bob Dylan oder aber auch Prince und David Bowie. Von Deep Purple hei\u00dft es, dass sie inklusive ihres Besuchs zur Aufnahme ihres \u201eMachine Head\u201c-Albums 1971 schon elf Mal in Montreux aufgetreten sind. Vieles, quasi alles vom MJF hat seine Geschichte. Die wohl ber\u00fchmteste ist jene, aus der der Welthit \u201eSmoke On The Water\u201c von Deep Purple entstanden ist. Bei einem Konzert von Franz Zappa 1971 brennt das Casino Montreux nieder. Deep Purple ist vor Ort, um ihr Album aufzunehmen. Ihr vom Brand inspirierter Song machte das MJF weltber\u00fchmt.<\/p>\n<p>\u201eInspiration Woodstock\u201c hie\u00df einmal eine \u00dcberschrift bei der Ausstellung in Z\u00fcrich 2018 anl\u00e4sslich des 50. Montreux Jazz-Festival-Jubil\u00e4ums im R\u00fcckblick. \u00a0Chaton sagt dazu: \u201eMontreux wollte schon immer mehr als nur ein Jazzfestival sein. 1969 spielte z.B. mit Ten Years After dort die erste Rockband. 1970 trat Carlos Santana auf. Beide traten auch beim Woodstock Festival 1969 auf, das mit seiner Mischung aus Hippiegeist und Unternehmertum viele Festivals inspiriert hat und diesen Geist wollten wir auch nach Montreux einziehen lassen.\u201c<\/p>\n<p>Auch wenn Claude Nobs, der Initiator schon \u00fcber 10 Jahre verstorben ist, tr\u00e4gt das MJF seine Handschrift und hat seine Geschichte.<\/p>\n<p>Claude Nobs arbeitete ab 1960 als Buchhalter beim Tourismusb\u00fcro Montreux und organisierte zahlreiche Konzerte. 1967 fand das erste Montreux Jazz Festival unter seiner Leitung statt. 46 weitere folgten. 2010 \u00fcbergab er die operative Leitung an seinen langj\u00e4hrigen Mitarbeiter und heutigen Direktor Mathieu Chaton.<\/p>\n<p>Das erste Jazzfestival 1967 fand als dreit\u00e4giges Festival statt. 1968 dauerte das Festival vier und 1969 schon f\u00fcnf Tage.<\/p>\n<p>Der Tourismusort Montreux profiliert sich als Festivalstadt aber schon seit 1946, seitdem dort ein Klassik Festival ins Leben gerufen wurde. 1961 startete das europ\u00e4ische Fernsehfestival \u201eRose d`Or\u201c, 1964 reisen die Rolling Stones zum \u201eRose d`Or\u201c. Es war ihr erster Auslandsauftritt.<\/p>\n<p>Das schlie\u00dflich 1967 gegr\u00fcndete Montreux Jazz Festival ist nicht nur das f\u00fchrende Schweizer Festival der Jazz-, Pop- und Weltmusik, sondern auch ein weltweit anerkanntes hochkar\u00e4tiges Musikprogramm mit modernster Soundtechnik und mit einer einzigartigen medialen Pr\u00e4senz.<\/p>\n<p>Mittlerweile gibt es auch Begleitprogramme mit Open Air-Veranstaltungen. 1993 zieht das Festival ins Kongresszentrum, wo das legend\u00e4re Auditorium Stravinsky untergebracht ist. 1998 wird die Besucherzahl von 200.000 in zwei Wochen \u00fcberschritten.<\/p>\n<p>Am 10. Januar 2013 verstarb Claude Nobs nach einem Unfall beim Skilanglauf. Seitdem befindet sich das Festival in den H\u00e4nden von Mathieu Chaton, dessen Programm-Leitung er schon seit 2010 innehatte.<\/p>\n<p>\u201eMehr als 7000 Konzerte wurden seit dem ersten \u201eRecording\u201c aufgenommen\u201c, sagt Mathieu Chaton. \u201eKnapp 500 wurden bisher unter dem Label \u201eLive in Montreux\u201c erst ver\u00f6ffentlicht. \u201eNicht alle K\u00fcnstler haben bisher zur Ver\u00f6ffentlichung zugestimmt. Die Auftritte von Leoanard Cohen z.B. (1976, 1985, 2008 und 2013) sind alle aufgenommen, aber noch keines ver\u00f6ffentlicht\u201c, weil die Rechte noch nicht eindeutig gekl\u00e4rt sind. Demn\u00e4chst soll eines davon in der \u201eLive In Montreux\u201c-Serie ver\u00f6ffentlicht werden.<\/p>\n<p>Das Montreux Jazz Festival 2026 feiert vom 3. bis 18. Juli seine 60. Jubil\u00e4ums-Ausgabe. Nach zwei Jahren Open-Air-Format kehrt das Festival in das neu gestaltete Kongresszentrum (2m2c) am Genfersee zur\u00fcck. Das vielseitige Line-up verbindet einmal mehr Ikonen der Popkultur mit Jazz-Legenden, Hip-Hop und Rock. Das abwechslungsreiche Programm ist hochkar\u00e4tig besetzt. Viele K\u00fcnstler geben diesen Sommer in Montreux ihre einzige Schweiz-Show. Zu den best\u00e4tigten Headlinern und Acts z\u00e4hlen unter anderem: Pop &amp; Soul: John Legend, Lewis Capaldi, RAYE, Zara Larsson, Conan Gray, GIV\u0112ONRock &amp; Folk: Sting, Nick Cave &amp; The Bad Seeds, Deep Purple, Van Morrison, James Taylor, Rival SonsElectronic &amp; Urban: Moby, PinkPantheress, Tyla, The Roots, Vulfpeck. Etwa 90 % der Veranstaltungen sind kostenfrei. Entlang der Uferpromenade gibt es \u00fcber 700 Konzerte, DJ-Sets und Aktivit\u00e4ten. Ebenso gibt es eine exklusive Ausstellung zum 60-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um mit zahlreichem bisher noch nie gesehenem Material. Das komplette Programm der Hauptb\u00fchnen (Auditorium Stravinski, Montreux Jazz Lab) finden Ihr direkt im Montreux Jazz Festival Programm mit Infos zu einem umfangreichen Festival-Guide mit allen Infos zu Bands und Details zu den kostenlosen Events: <a href=\"https:\/\/www.montreuxjazzfestival.com\/de\/programme\/\">https:\/\/www.montreuxjazzfestival.com\/de\/programme\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eThey all come out to Montreux\u2026\u201c 60 Jahre. Montreux. Jazz Festival. Das \u00e4lteste Festival der Popul\u00e4ren Musik Europas feiert 2026 Jubil\u00e4um \u00a0Text &amp; Fotos: Prof. Dr. Christof Graf \u00a0Machine Head (1972) von Deep Purple wurde gr\u00f6\u00dftenteils 1971 in Montreux aufgenommen. 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