{"id":35026,"date":"2026-10-09T18:15:52","date_gmt":"2026-10-09T16:15:52","guid":{"rendered":"https:\/\/leonardcohen.de\/?p=35026"},"modified":"2026-10-14T09:50:14","modified_gmt":"2026-10-14T07:50:14","slug":"kw-41-2026-und-dann-war-da-noch-die-buchmesse-2026-in-frankfurt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/leonardcohen.de\/?p=35026","title":{"rendered":"KW-41-2026: und dann war da noch die Buchmesse 2026 in Frankfurt &#8230;"},"content":{"rendered":"<table role=\"presentation\" border=\"0\" width=\"100%\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"yiv6491428085cr\" align=\"left\" width=\"100%\">\n<h1>Frankfurter Buchmesse 2026: Wo die Branche ihre Zukunft verhandelte<\/h1>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table role=\"presentation\" border=\"0\" width=\"100%\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"yiv6491428085cs\" align=\"left\" valign=\"top\" width=\"100%\" height=\"25\">\n<h2>78. Frankfurter Buchmesse mit 4.000 Ausstellern und 236.000 Besuchenden aus 137 L\u00e4ndern, mehr als 3.800 Veranstaltungen und neuem Hallenlayout<\/h2>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table role=\"presentation\" border=\"0\" width=\"100%\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td align=\"left\" valign=\"top\" width=\"100%\" height=\"20\"><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table class=\"yiv6491428085bh\" role=\"presentation\" border=\"0\" width=\"100%\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"yiv6491428085cu\" align=\"left\" width=\"100%\">In einer Zeit politischer Polarisierung und technologischer Umbr\u00fcche versammelt die Frankfurter Buchmesse die internationale Buchbranche als handlungsf\u00e4hige \u00d6ffentlichkeit.<\/p>\n<p>Mit insgesamt 236.000 Besucher*innen (119.000 Fachbesucher*innen und 117.000 Privatbesucher*innen) aus 137 L\u00e4ndern konnte die Frankfurter Buchmesse ihr hohes Vorjahresniveau halten. In diesem Jahr nahmen mehr L\u00e4nder teil als im Jahr zuvor. Neu dabei im Vergleich zum Vorjahr waren Besuchende aus \u00c4quatorial-Guinea, Belize, Bermudas, Botswana, Eritrea, Gr\u00f6nland, Guatemala, Guinea, Kap Verde, Namibia, Swasiland, Togo, Turks- und Caicos Inseln, Zentralafrikanische Republik, Senegal und St. Vincent und Grenadinen. Es nahmen insgesamt 4.000 Aussteller teil und es fanden mehr als 3.800 Veranstaltungen auf dem Messegel\u00e4nde und dar\u00fcber hinaus statt.<\/p>\n<p>\u201eDiese Frankfurter Buchmesse hat gezeigt, dass die Zukunft des Buches an mehreren Orten zugleich gestaltet wird: an den Tischen der Rechte-H\u00e4ndler*innen, in der Debatte \u00fcber KI und Publikationsfreiheit sowie in der direkten Begegnung mit Leser*innen. Frankfurt f\u00fchrt diese Orte zusammen. Hier handelt die Branche, spricht \u00fcber die Bedingungen ihrer Zukunft und feiert die Literatur gemeinsam mit den Leser*innen\u201c, sagt Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse.<\/p>\n<p>Auch Sebastian Guggolz, Vorsteher des B\u00f6rsenvereins des Deutschen Buchhandels, zieht ein positives Fazit: \u201eDie Frankfurter Buchmesse ist der Ort, an dem die Branche \u00fcber Hallen und Nationen hinweg wichtige Fragen verhandelt: Uns alle besch\u00e4ftigen die sinkende Lesekompetenz junger Menschen und auch die Auswirkungen von KI auf die Branche. Die unver\u00e4ndert gro\u00dfe \u00f6ffentliche Aufmerksamkeit und das enorme Interesse vieler Besucher*innen an der Buchmesse in Frankfurt l\u00e4sst uns jedoch trotz aller wirtschaftlichen Herausforderungen zuversichtlich in die Zukunft blicken.\u201c<\/p>\n<p><b>Neue Ordnung, klare Orientierung: Hallenlayout 2026\u00a0<\/b><br \/>\nDie Resonanz auf das neue Hallenlayout fiel bei Ausstellern, Fachbesucher*innen, Publikum und Medien positiv aus. Besonders h\u00e4ufig nannten sie die klare Orientierung und die ansprechende Aufteilung der Hallen.<\/p>\n<p>Jo Lendle, Hanser-Verleger und Vorsitzender des Ausschusses f\u00fcr Verlage sagt: \u201eMehr Luft, weniger Stau: Frankfurt beh\u00e4lt seine Relevanz als Fachmesse und schafft einen riesigen Sprung in Richtung Lesefest. Die Publikumstage verliefen sp\u00fcrbar leichter &#8211; quirlig, aber nicht gedr\u00e4ngt.\u201c<\/p>\n<p>Anna Soler-Pont (Pontas Agency) sagt: \u201eObwohl viele Lektor*innen viel hin und her laufen mussten und die kurze Zeit zwischen den Terminen eine Herausforderung darstellten, war das diesj\u00e4hrige LitAg fantastisch. Und f\u00fcr mich einer der besten Veranstaltungsorte \u00fcberhaupt.\u201c<\/p>\n<p><b>Audio: Wachstum setzt sich fort\u00a0<\/b><br \/>\nDer H\u00f6rbuch-Bereich verzeichnete auf der Messe mehr Aussteller als zuvor und w\u00e4chst international weiter: Spotify k\u00fcndigte die Expansion in 180 neue M\u00e4rkte an. Audible pr\u00e4sentierte eine Umfrage unter 18.000 Kund*innen in elf M\u00e4rkten, die steigende H\u00f6rzeiten und wachsende H\u00f6rer*innenzahlen zeigt. Dabei geben H\u00f6rb\u00fccher lokalen Geschichten und Sprachen Reichweite: \u201eIn Brasilien sprechen 220 Millionen Menschen dieselbe Sprache: Portugiesisch. Aber wir haben auch 295 indigene Sprachen, von denen viele Menschen nichts wissen. Wir m\u00fcssen indigenen Kulturen eine Stimme geben, damit sie selbst \u00fcber ihre Kulturen sprechen k\u00f6nnen\u201c, sagte Henrique Lian, CEO von Proteste\/Euroconsumers Brasil.<\/p>\n<p><b>Book-to-Screen Day: Stoffe f\u00fcr Film und Serie<br \/>\n<\/b>Der Book-to-Screen Day brachte Verlage, Agenturen, Produktionsfirmen und Filmschaffende zusammen, um \u00fcber Stoffe, Rechte und neue Adaptionen zu sprechen. Zu den H\u00f6hepunkten z\u00e4hlten das Panel \u201eEuropean Adaptation Trends\u201c sowie das Gespr\u00e4ch von Regisseur Volker Schl\u00f6ndorff, Produzentin Regina Ziegler und Autorin Jenny Erpenbeck \u00fcber die Verfilmung von \u201eHeimsuchung\u201c. Der bevorstehende Netflix-Start von Melanie Raabes Roman \u201eDie Falle\u201c zeigte, wie B\u00fccher ein neues Publikum erreichen.<\/p>\n<p><b>Frankfurt Calling: Wer schafft Wissen, wer wird geh\u00f6rt?\u00a0<\/b><br \/>\nFrankfurt Calling, das kulturpolitische Programm der Buchmesse, stellte Fragen, die das Publizieren und \u00f6ffentliche Debatten pr\u00e4gen. In 125 Veranstaltungen an 14 Orten in Frankfurt diskutierten u.a. die US-Historikerin und Pulitzer-Preistr\u00e4gerin Jill Lepore, der Schriftsteller, Menschenrechtsanwalt und Friedenspreistr\u00e4ger Philippe Sands sowie Melissa Fleming, Untergeneralsekret\u00e4rin der Vereinten Nationen f\u00fcr globale Kommunikation. Themen waren digitale Kontrolle, der Schutz demokratischer Institutionen, V\u00f6lkerrecht und Publikationsfreiheit. Der erstmals verliehene IPA Freedom of Expression Defenders Award ging an \u201eThe Media Coalition\u201c. Der US-amerikanische Verband aus der Buch-, Film-, Musik- und Gamesbranche verteidigt seit 1973 die Meinungsfreiheit.<br \/>\n<b><br \/>\nVon Gis\u00e8le Pelicot bis PublisHer: Frauenstimmen pr\u00e4gen die Frankfurter Buchmesse\u00a0<\/b><br \/>\nW\u00e4hrend in Stockholm Anne Carson als Literaturnobelpreistr\u00e4gerin bekanntgegeben wurde, pr\u00e4gten auf der Frankfurter Buchmesse Autorinnen, Journalistinnen und Branchenvertreterinnen die Gespr\u00e4che. Gis\u00e8le Pelicot machte mit ihrer eindringlichen Botschaft \u201eDie Scham muss die Seite wechseln\u201c auf die gesellschaftliche Dimension sexueller Gewalt aufmerksam. Im SHEROES-Talk \u201eVater unser \u2013 Wenn T\u00f6chter Geschichten schreiben\u201d ging Moderatorin Jagoda Marini\u0107 gemeinsam mit Natalie Amiri, D\u00fczen Tekkal und Alexa Hennig von Lange der Frage nach: Wie sehr bestimmt unsere Herkunft, wer wir werden \u2013 und wann beginnt die eigene Geschichte? Im internationalen PublisHer-Fachprogramm diskutierten die Verlegerin Chantal Restivo-Alessi (USA), die Branchenjournalistin Emma House (UK) und die Verlegerin Kelly Gallagher (USA) \u00fcber neue Karrierewege und die Sichtbarkeit weiblicher Perspektiven in der Buchbranche.<\/p>\n<p><b>Ehrengast Tschechien: Ein Land an der K\u00fcste\u00a0<\/b><br \/>\nUnter dem Motto \u201eEin Land an der K\u00fcste\u201c pr\u00e4sentierte Tschechien als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2026 mehr als 100 Veranstaltungen und 75 Autor*innen. Zu ihnen z\u00e4hlten Radka Denemarkov\u00e1, Marie Ilja\u0161enko, Dora Kapr\u00e1lov\u00e1, J\u00e1chym Topol und Kate\u0159ina Tu\u010dkov\u00e1 ebenso wie neue Stimmen der zeitgen\u00f6ssischen tschechischen Literatur: Marek Tor\u010d\u00edk, Anna Beata H\u00e1blov\u00e1 und Kl\u00e1ra Vlas\u00e1kov\u00e1 und viele weitere. Der 2.300 Quadratmeter gro\u00dfe Ehrengast-Pavillon machte das K\u00fcsten-Motto r\u00e4umlich erfahrbar. Au\u00dfergew\u00f6hnliche, aufblasbare Design-Elemente luden zum Verweilen ein; auf zwei B\u00fchnen trafen Lesungen, Gespr\u00e4che und Fachaustausch aufeinander. Ein poetischer Leuchtturm und interaktive \u201eBojen\u201c machten tschechische Literatur mithilfe von KI erlebbar, w\u00e4hrend vor Ort Kunstwerke entstanden \u2013 unterst\u00fctzt von einem Roboter.<\/p>\n<p><b>Messewochenende: Vom Signiertisch bis zur Matsuri Stage\u00a0<\/b><br \/>\nAb Messefreitag stellte sich das Publikum seinen Messebesuch aus vielen Welten zusammen: Romance und Fantasy in der Festhalle, Manga, Cosplay und H\u00f6rbuch in Halle 4.0, Kinderbuch und Kino in der Screen World, Krimi, H\u00f6rb\u00fccher und Live-Podcasts im Audio-Areal. Rund um die Agora entstanden Wege f\u00fcr spontane Begegnungen und geplante Fan-Momente. Autor*innen trafen ihre Communitys, Kinder zeichneten und h\u00f6rten zu, und die erste Matsuri Stage brachte japanische Popkultur auf die Messe. Auf der Literaturb\u00fchne von ARD, ZDF und 3sat erlebten Besucher*innen die ganze literarische Bandbreite: Mit Autor*innen wie Colson Whitehead, Robert Habeck und Cornelia Funke.<\/p>\n<p>Die neue Community Stage in der Festhalle erwies sich als Publikumsmagnet. In der gemeinsam mit Bastei L\u00fcbbe eingerichteten Content Creator Lounge fanden Creator*innen zudem einen R\u00fcckzugs- und Vernetzungsort mitten im Messegeschehen.<\/p>\n<p>Die 79. Frankfurter Buchmesse findet vom 6. bis 10. Oktober 2027 statt. Ehrengast ist Chile.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frankfurter Buchmesse 2026: Wo die Branche ihre Zukunft verhandelte 78. 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