{"id":5080,"date":"2017-01-04T17:37:57","date_gmt":"2017-01-04T15:37:57","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.leonardcohen.de\/?p=5080"},"modified":"2017-03-02T22:20:45","modified_gmt":"2017-03-02T20:20:45","slug":"kw-01-2017-peter_spranger-birgit_spranger-in-leonard-cohenbook_of_memories-moments-of-memories-mit-dem-rolling-stone-zu-leonard-cohen-nach-paris-in-2017-now-there-are-21-years-of","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/leonardcohen.de\/?p=5080","title":{"rendered":"KW-01-2017: #Peter_Spranger &#038; Birgit_Spranger in : #Leonard Cohen#book_of_memories (part 5\/ 82)- Moments Of Memories. &#8211; &#8222;Mit dem ROLLING STONE zu Leonard Cohen nach Paris&#8220; &#8211;  In 2017, now there are 21 years of German Website on Leonard Cohen `s Life &#038; Work:   www.leonardcohen.de   &#038;   blog.leonardcohen.de  &#038;   www.cohenpedia.de  ### www.cohenpedia.de celebrates a new section called: #book_of_memories"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/blog.leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/cohenpedia-headsite-in_MEMORY_OF_LEONARDCOHEN-peter_spranger-by-christof-graf.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-thumbnail wp-image-5081\" src=\"http:\/\/blog.leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/cohenpedia-headsite-in_MEMORY_OF_LEONARDCOHEN-peter_spranger-by-christof-graf-150x150.jpg\" alt=\"cohenpedia-headsite-in_memory_of_leonardcohen-peter_spranger-by-christof-graf\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p>24. Januar 2012 . <strong>Peter Spranger hat bei\u00a0dem gro\u00dfen Gewinnspiel zu Leonard Cohens neuem Album &#8222;Old Ideas&#8220; mit dem ROLLING STONE eine Reise nach Paris gewonnen &#8211; zum exklusiven Pre-Listening, bei dem auch Cohen selbst anwesend war, schrieb er auf, wie er das Wochenende erlebte und\u00a0publiziert es hier noch einmal&#8230;<\/strong><\/p>\n<p>Nein, meine schlimmsten Bef\u00fcrchtungen bewahrheiteten sich nicht. Noch etwa zwei Stunden vor dem angek\u00fcndigten Album-Listening, als ich mit Hanns-Peter Bushoff von der Plattenfirma Sony Music telefonierte, um abzukl\u00e4ren, ob ein Ausweis n\u00f6tig w\u00e4re, um in die Veranstaltung mit Leonard Cohen reinzukommen, schoss mit die bohrende Bef\u00fcrchtung durch den Kopf, gleich w\u00fcrde jemand \u201c\u00c4tsch, reingefallen, versteckte Kamera, verstehen Sie Spa\u00df\u201d rufen und den Traum j\u00e4h zum Zerplatzen bringen.<\/p>\n<p>Es schien ja auch v\u00f6llig unglaublich, was ich an diesem Abend noch erleben sollte. 1979 hatte ich als kaum 20-j\u00e4hriger Abiturient den damals schon ber\u00fchmten S\u00e4nger, Rock-Poeten und Schriftsteller Leonard Cohen auf der griechischen Insel Hydra getroffen, dessen gl\u00fchender Fan ich schon damals gewesen war. Wir hatten einen Abend zusammen in der von Cohen in dem Lied \u201cThe night comes on\u201d besungenen \u201cBills Bar\u201d geredet und getrunken, und ich hatte mir von ihm einen Bierdeckel mit einer kleinen Widmung signieren lassen. Als f\u00fcr Januar 2012 ein neues Album von Leonard Cohen angek\u00fcndigt war, hatte die Musikzeitschrift \u201cRolling Stone\u201d ein Gewinnspiel veranstaltet, bei dem eine Reise nach Paris zur Pr\u00e4sentation dieser CD aus Hauptgewinn ausgelobt war. Doch nicht eine einfache Gewinnmail oder eine SMS \u201cIch will gewinnen\u201d sollte f\u00fcr die Teilnahme gen\u00fcgen, sondern es musste schon eine \u201cbesondere Bewerbung\u201d sein, wenn man den Hauptpreis gewinnen wollte. Ich hatte daraufhin eine Mail <a href=\"http:\/\/www.rollingstone.de\/magazin\/features\/article130187\/please-dont-pass-me-by-eine-begegnung-mit-leonard-cohen.html\">mit einer Schilderung meines damaligen Erlebnisses und einem Scan des omin\u00f6sen Bierdeckels<\/a> eingeschickt und war tats\u00e4chlich als Preistr\u00e4ger ausgew\u00e4hlt worden.<\/p>\n<p>Und so sa\u00df ich nun mit meiner Freundin Birgit, die ich in gewisser Weise auch durch oder zumindest dank Leonard Cohen kennengelernt hatte, denn wir waren uns im Juli 2008 bei seinem Konzert in L\u00f6rrach erstmals begegnet, in der Lobby eines Pariser Hotels am Montmartre und wartete auf die Fahrt zu der CD-Vorstellung.<\/p>\n<p>WERBUNG<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/inread-experience.teads.tv\/\">inRead invented by Teads<\/a><\/p>\n<p>Doch zun\u00e4chst einmal lernten wir in dieser Lobby Christof Graf kennen, der mehrere B\u00fccher \u00fcber Cohen geschrieben hat, und dessen j\u00fcngstes Werk \u201cTitan der Worte\u201d zuf\u00e4llig (obwohl es mir schwer f\u00e4llt, dabei noch an Zuf\u00e4lle zu glauben) gerade meine aktuelle Lekt\u00fcre war. Denn \u2013 so unglaublich das auch klingen mag \u2013 ich hatte dieses Buch \u201czuf\u00e4llig\u201d einige Tage, bevor ich von dem Gewinnspiel erfahren hatte, zu lesen begonnen. Auch Graf geh\u00f6rte zu den insgesamt nur f\u00fcnf Personen aus Deutschland, die an dem Album-Listening teilnehmen durften. Die beiden anderen waren Hanns-Peter Bushoff, der uns zum Ort der Veranstaltung brachte, und ein weiterer Journalist, der erst dort zu uns stie\u00df.<\/p>\n<p>Das Hotel de Crillon an der Place de la Concorde in Paris geh\u00f6rt zu den besten Hotels in Europa. Es handelt sich um einen im 18. Jahrhundert erbauten ehemaligen Adelspalast, vor dem 1793 der letzte Franzosenk\u00f6nig Ludwig XVI. enthauptet wurde. 1907 wurde es zu einem der exklusivsten und luxuri\u00f6sesten Hotels weltweit umgebaut. Auf der Getr\u00e4nkekarte in der Hotelbar findet sich zum Beispiel ein edler Champagner, von dem eine Flasche so viel wie ein Mittelklassewagen kostet.<\/p>\n<p>Im \u201cSalon Aigles\u201d dieses Luxushotels sollte Leonard Cohen einer ausgew\u00e4hlten Schar von rund 50 Journalisten aus ganz Europa, von Portugal bis D\u00e4nemark und von Frankreich bis Israel, an diesem Abend seine neue CD \u201cOld Ideas\u201d erstmals pr\u00e4sentieren. Wir waren fr\u00fchzeitig dort und so konnten Birgit und ich Pl\u00e4tze in der zweiten Reihe ergattern. Die Spannung stieg von Minute zu Minute, w\u00e4hrend sich der opulent ausgestattete Salon langsam f\u00fcllte. Der Zutritt zu den R\u00e4umlichkeiten war nur \u00fcber einen eigenen Lift und mit Einladung m\u00f6glich. Livriertes Personal sorgte ger\u00e4uschlos daf\u00fcr, dass nur die geladenen G\u00e4ste zugelassen wurden und sp\u00e4ter f\u00fcr die exquisite Bewirtung.<\/p>\n<p>Doch zun\u00e4chst einmal \u00f6ffnete sich p\u00fcnktlich um 19.30 Uhr eine der vier Meter hohen Spiegelt\u00fcren an der Stirnseite des Salons. Und Leonard Cohen betrat den Raum, wie man ihn von seiner 2008 begonnenen Welttournee kennt \u2013 im eleganten schwarzen Zweireiher, darunter ein graues Flanellhemd, den \u201cschwarzen Fedora\u201d, der zu seinem Markenzeichen geworden ist, auf dem Kopf, verneigte er sich mehrmals in den Beifall \u00fcber seine Ankunft hinein mit jener charismatischen Mischung aus tiefer Demut, gro\u00dfer Herzlichkeit und milder Altersweisheit, die ihn auch bei den Liveauftritten seiner Tournee ausgezeichnet hatte und mit der er Herzen aller erobert hat, denen das Gl\u00fcck zuteil wurde, ihn bei diesen Konzerten erleben zu d\u00fcrfen. Christof Graf zitiert in seinem Buch den Band Aid-Gr\u00fcnder Bob Geldof, der Cohen 1993 erstmals begegnete und ihn als \u201cKombination aus gro\u00dfer Pers\u00f6nlichkeit und spirituellem Geist\u201d bezeichnete. Cohen l\u00fcftete seinen Hut, zeigte sein unglaublich charmantes und gewinnendes L\u00e4cheln und nach einigen einleitenden Worten seines Managers ergriff er selbst das Wort.<\/p>\n<p>Er dankte allen Anwesenden f\u00fcr ihr Kommen, er wisse, dass sie teilweise einen weiten Weg zur\u00fcckgelegt h\u00e4tten, um mit ihm zusammen sein neues Album zu h\u00f6ren. Dies sei eine \u201cgreat honour\u201d f\u00fcr ihn (was sollten da erst wir sagen, die wir diesen Abend mit ihm verbringen durften!). Es werde anschlie\u00dfend eine Fragerunde geben, bei der er dann an der Frontseite des Salons sitzen werde, wo zwei Biedermeiersessel f\u00fcr ihn und den Moderator dieser Runde bereitstanden, doch vorher wolle er mit allen Anwesenden der Musik lauschen. Und dazu nahm er vorne in die erste Zuh\u00f6rerreihe Platz. Und so sa\u00df ich in der folgenden Stunde, w\u00e4hrend die \u201cTen New Songs\u201d des neuen Albums \u201cOld Ideas\u201d den Raum erf\u00fcllten nur etwa einen halben Meter von ihm entfernt schr\u00e4g hinter Leonard \u2013 noch etwas mehr Gl\u00fcck hatte meine Freundin Birgit, die ihm ohne weiteres w\u00e4hrend der Musikvorf\u00fchrung ins Ohr h\u00e4tte fl\u00fcstern k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ich bin kein Musikkritiker, und ein musikalisches Urteil \u00fcber \u201cOld Ideas\u201d kann ich mir daher nicht anma\u00dfen \u2013 schon gar nicht nach einmaligem H\u00f6ren in Gegenwart und unmittelbarer N\u00e4he Cohens. Es ist jedenfalls ein sehr ruhiges und sanftes Album, Lichtjahre vom \u201cWall of Sound\u201d entfernt, den ein Phil Spector als Produzent der 1977er-LP \u201cDeath of a Ladies Man\u201d verordnen zu m\u00fcssen glaubte. Die Instrumentierung wirkt aber auch sparsamer, als man sie von Cohens Konzerten zuletzt kannte. Es gibt l\u00e4ngere Instrumentalpassagen und nat\u00fcrlich fehlen auch die glockenklaren Frauenstimmen im Background nicht, die beinahe ein Wesensmerkmal von Cohens Musik sind. Joan Baez hat einmal \u00fcber seine Lieder gesagt, sie k\u00e4men von so tief in ihm, dass sie auch andere Menschen irgendwie tief ber\u00fchren w\u00fcrden. Und ja, das tun diese Lieder \u2013 sie ber\u00fchren einen so tief wie der Mensch Leonard Cohen einen in seiner Humanit\u00e4t, in seiner Weisheit, aber auch seiner Unsicherheit und Fragilit\u00e4t und nicht zuletzt auch mit seinem oft durchaus schwarzen Humor zutiefst ber\u00fchren kann.<\/p>\n<p>Nach dem Album-Listening und der anschlie\u00dfenden Fragerunde dr\u00e4ngte sich alles um Cohen, um mit ihm zu sprechen oder ein Autogramm zu ergattern. Auch ich nutzte die Gelegenheit, zeigte ihm meinen Bierdeckel von 1979 (wie man auf dem Foto sieht) und sagte, er w\u00fcrde sich sicherlich nicht mehr daran erinnern, aber dies sei bereits unsere zweite Begegnung, und bei unserem ersten Treffen h\u00e4tte er mir diesen Bierdeckel unterschrieben. Ich wei\u00df nicht, ob ein winziger Funken Erinnerung in ihm wachwurde, als er mir das kleine Papp-Viereck aus den H\u00e4nden nahm, es ein paar Sekunden betrachtete und es dann umdrehte, um auf die R\u00fcckseite eine weitere Widmung zu schreiben: \u201cFor Peter \u2013 stay well \u2013 Leonard Cohen \u2013 2012\u201d.<\/p>\n<p>Diesen Bierdeckel werde ich nun aufbewahren bis ins Jahr 2034, dann gibt es hoffentlich wieder ein Gewinnspiel von \u201cRolling Stone\u201d mit einer Reise zur Feier des 100. Geburtstages von Leonard Cohen als Hauptgewinn, um ihn ein drittes Mal zu treffen. Stay well, Leonard!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>24. Januar 2012 . 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