{"id":576,"date":"2015-01-30T22:14:07","date_gmt":"2015-01-30T20:14:07","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.leonardcohen.de\/?p=576"},"modified":"2018-02-22T10:49:33","modified_gmt":"2018-02-22T08:49:33","slug":"kw-52015-leonard-cohen-und-bob-dylan-der-eine-traeumt-von-frank-sinatra-der-andere-schaetzt-ray-charles-bob-dylan-veroeffentlicht-die-frank-sinatra-hommage-shadows-in-the-night-a","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/leonardcohen.de\/?p=576","title":{"rendered":"KW-5\/2015: Leonard Cohen und \u2026 Bob Dylan&#8230;.Der eine tr\u00e4umt von Frank Sinatra, der andere sch\u00e4tzt Ray Charles &#8211; Bob Dylan ver\u00f6ffentlicht die Frank Sinatra-Hommage &#8222;Shadows in the Night&#8220; am 30.01.2015"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/blog.leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/bob-88875057962.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-578\" src=\"http:\/\/blog.leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/bob-88875057962-300x300.jpg\" alt=\"bob-88875057962\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/bob-88875057962-300x300.jpg 300w, https:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/bob-88875057962-150x150.jpg 150w, https:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/bob-88875057962-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/bob-88875057962-624x624.jpg 624w, https:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/bob-88875057962.jpg 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Sie waren alle gespannt darauf. Die Medien, die Kritiker und die Fans. Einige bekamen es fr\u00fcher, andere sp\u00e4ter zu h\u00f6ren. Heute h\u00f6rten es alle, die es kaufen wollten. Heute war der Ver\u00f6ffentlichunsgtermin in Deutschland.\u00a0 Die Erwartungshaltung war gro\u00df. Gespannt war man. Neugierig. Auch auf das, was Bob Dyaln wohl zu und \u00fcber das Album sagen w\u00fcrde. Er tat das, was ers eit Jahren schon immer macht: Nichts dazu sagen.\u00a0 Die Songs sprechen lassen. Oder ganz wenig sagen. Will hei\u00dfen, ein einziges interview, so wie er es schon des \u00f6fteren seit den Alben der 2001er Jahre tat. Ein Intervierw, eins dort. Einmal der USA Today, ein anderes Mal dem Rolling Stone. Das muss reichen und die anderen Medien schreiben ab.<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/cd-BobDylan-ShadowsNight-0115-HPhero1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-583\" src=\"http:\/\/blog.leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/cd-BobDylan-ShadowsNight-0115-HPhero1-300x200.jpg\" alt=\"cd-BobDylan-ShadowsNight-0115-HPhero[1]\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/cd-BobDylan-ShadowsNight-0115-HPhero1-300x200.jpg 300w, https:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/cd-BobDylan-ShadowsNight-0115-HPhero1.jpg 490w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dieses Mal ist es die US-Seniorenzeitschrift \u201eAARP Magazine\u201c, deren n\u00e4chster Ausgabe 50\u2009000 neue Dylan-CDs beiliegen werden, die ein einzigfes Exklusiv-Interview vom Meister erh\u00e4lt, AARP fragte, ob es denn riskant sei, ein solches Album aufzunehmen? \u201eRiskant?&#8220;, erwiderte Dylan. &#8222;Wie wenn man \u00fcber ein Feld geht, das mit Landminen gespickt ist? Oder wie wenn man in einer Giftgasfabrik arbeitet? Am Plattenmachen ist nichts riskant\u201c, antwortete Dylan und nimmt sich dabei weniger wichtig, als jene, die ihn gerne kritisieren.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/shadow-3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-585\" src=\"http:\/\/blog.leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/shadow-3-271x300.jpg\" alt=\"shadow-3\" width=\"271\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/shadow-3-271x300.jpg 271w, https:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/shadow-3-928x1024.jpg 928w, https:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/shadow-3-624x688.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 271px) 100vw, 271px\" \/><\/a><\/p>\n<p>DIE S\u00dcDDEUTSCHE tituliert ihre heutige Rezension \u00fcber Bob Dylans neues Album &#8222;Shadows in the Night&#8220; mit den Worten &#8222;Schmalzgebackenes aus der Kinderzeit&#8220;. Und genau so empfand ich das Album auch, als ich es zum ersten Mal heute h\u00f6rte. Zudem erinnerte es mich an das Weihnachtsalbum von 2009. \u00c4hnliche Stimme, \u00e4hnliche Anmutung und eine \u00e4hnliche Orientierung in Richtung &#8222;American Songbook&#8220;.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/shadow-41.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-589\" src=\"http:\/\/blog.leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/shadow-41-300x289.jpg\" alt=\"shadow-4\" width=\"300\" height=\"289\" srcset=\"https:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/shadow-41-300x289.jpg 300w, https:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/shadow-41-1024x988.jpg 1024w, https:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/shadow-41-624x602.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&#8222;Im Song \u201eWhat\u2019ll I do\u201c zerrt der Verzicht auf jegliche Studiotricks Dylans schweren Atem auf die CD, in \u201eWhy try to change me now\u201c bettelt der S\u00e4nger um Erl\u00f6sung, und Dylans Version von \u201eSome enchanted Evening\u201c setzt neue Ma\u00dfst\u00e4be in Sachen ungeschminkter Traurigkeit.&#8220;,\u00a0stellt die STUTTGARTER ZEITUNG fest.<\/p>\n<p>Songs wie &#8222;My Way&#8220; sind nicht dabei. Warum auch.\u00a0 Der erste Mann der Rockgeschichte covert den ersten Mann der Popgeschichte und l\u00e4sst dennoch Platz f\u00fcr Respekt.\u00a0\u00a0Dylan hat\u00a0die Songs nicht mit gro\u00dfem Orchester, sondern mit seiner bew\u00e4hrten Tourband, erg\u00e4nzt um ein dreik\u00f6pfiges Bl\u00e4serensemble, eingespielt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/shadows-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-587\" src=\"http:\/\/blog.leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/shadows-2-300x230.jpg\" alt=\"shadows-2\" width=\"300\" height=\"230\" \/><\/a><\/p>\n<p>Doch &#8222;Shadow In The Night&#8220; ist kein wirkliches Cover-Album, mehr ein Tribute. Gesungen wurden die Songs zwar alle von Sinatra, komponiert wurden\u00a0sie allerdings von Songwritern, wie z.B.\u00a0Richard Rodgers und Oscar Hammerstein (&#8222;Some Enchanted Evening&#8220;) oder Irving Berlin (&#8222;What&#8217;ll I Do&#8220;). Was sie verbindet? Sehnsucht?\u00a0Sehnsucht! Nach? Nach Amerika? Freiheit? Liebe? Ja!<\/p>\n<p>Wieder einmal macht Bob Dylan das, was er immer macht, n\u00e4mlich das, was er mag, was ihm Freude macht. Nichts, was er mu\u00df, nichts, was er soll. Er macht es f\u00fcr sich.\u00a0 Und es hat nicht wirklich viel mit Frank Sinatra zu tun, schlie\u00dflich l\u00e4\u00dft er bei den zehn\u00a0Sinatra-Songs die gr\u00f6\u00dfen Hits dessen, dem er eine Hommage anbietet , aus. Und gesteht der AARP, dass es ihm darum ginge, diese Songs zu retten, auszugraben, wieder zur\u00fcck in die Erinnerung, zur\u00fcck in das Bewusstein zu bringen. Bob, ich danke dir daf\u00fcr.<\/p>\n<p>P.S.: Leonard Cohen tr\u00e4umt schon immer, so etwas mal mit Songs von Ray Charles zu machen&#8230; \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Das Interview das <a href=\"http:\/\/www.aarp.org\/entertainment\/style-trends\/info-2015\/bob-dylan-aarp-magazine.html\">Bob Dylan der AARP f\u00fcr &#8222;Shadow In he Night&#8220; <\/a>gab, kann man hier lesen:<\/p>\n<p>http:\/\/www.aarp.org\/entertainment\/style-trends\/info-2015\/bob-dylan-aarp-magazine.html<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie waren alle gespannt darauf. Die Medien, die Kritiker und die Fans. Einige bekamen es fr\u00fcher, andere sp\u00e4ter zu h\u00f6ren. Heute h\u00f6rten es alle, die es kaufen wollten. Heute war der Ver\u00f6ffentlichunsgtermin in Deutschland.\u00a0 Die Erwartungshaltung war gro\u00df. Gespannt war man. Neugierig. 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