{"id":619,"date":"2015-03-02T22:51:23","date_gmt":"2015-03-02T20:51:23","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.leonardcohen.de\/?p=619"},"modified":"2018-02-22T10:49:31","modified_gmt":"2018-02-22T08:49:31","slug":"kw-10-2015-leonard-cohen-und-die-dire-straits-dire-straits-mitbegruender-john-illsley-im-interview-ueber-leonard-cohen-first-we-take-manhattan-cover-auf-seinem-live-album-live-in-london","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/leonardcohen.de\/?p=619","title":{"rendered":"KW-10-2015: Leonard Cohen und &#8230; die DIRE STRAITS. Dire Straits-Mitbegr\u00fcnder John Illsley im Interview \u00fcber Leonard Cohen &#8211; First We Take Manhattan &#8211; Cover auf seinem Live-Album &#8222;live in London&#8220; und demn\u00e4chst live in Konzert"},"content":{"rendered":"<p><strong>Mut zur Hoffnung<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u201eDire Straits\u201c-Mitbegr\u00fcnder John Illsley wartet mit Solo-Album auf und weckt Lust auf mehr<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Dire-Straits-by-cchristof-graf1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-626\" src=\"http:\/\/blog.leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Dire-Straits-by-cchristof-graf1-300x178.jpg\" alt=\"Dire-Straits-by-(c)christof-graf\" width=\"300\" height=\"178\" srcset=\"https:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Dire-Straits-by-cchristof-graf1-300x178.jpg 300w, https:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Dire-Straits-by-cchristof-graf1-1024x608.jpg 1024w, https:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Dire-Straits-by-cchristof-graf1-624x370.jpg 624w, https:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Dire-Straits-by-cchristof-graf1.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Dire Straits sind Mark Knopfler? Mark Knopfler ist Dire Straits? Nein, nicht ganz, Dire Straits sind Mark Knopfler und John Illsley. Gleich bei den ersten T\u00f6nen von Illsleys neuem Album \u201eTesting The Water\u201c ist die Assoziation zu den Dire Straits mehr als pr\u00e4sent. Was nicht wirklich verwundert, denn John Illsley ist Gr\u00fcndungsmitglied dieser mega-erfolgreichen englischen Rock-Band und war als Bassist neben Mark Knopfler von 1977 bis zum Split Mitte der 1990er Jahre als einziges Bandmitglied immer dabei. Sein Einfluss auf den Sound der Band ist nicht zu untersch\u00e4tzen. Bis heute verkauften die Dire Straits eine dreistellige Millionenzahl an Alben und erhielten zahlreiche \u201eBrit\u201c- und \u201eGrammy\u201c-Awards. <\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Dire-Straits-byc-christof-graf-2o-800.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-624\" src=\"http:\/\/blog.leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Dire-Straits-byc-christof-graf-2o-800-300x180.jpg\" alt=\"Dire-Straits-by(c)-christof-graf-2o - 800\" width=\"300\" height=\"180\" srcset=\"https:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Dire-Straits-byc-christof-graf-2o-800-300x180.jpg 300w, https:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Dire-Straits-byc-christof-graf-2o-800-1024x614.jpg 1024w, https:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Dire-Straits-byc-christof-graf-2o-800-624x374.jpg 624w, https:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Dire-Straits-byc-christof-graf-2o-800.jpg 1050w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Illsley brachte zwei CDs in den 1980ern und danach noch \u201eStreets Of Heaven\u201c im Jahre 2010 heraus. In den beeindruckenden Texten der neuen acht Songs von \u201eTesting The Water\u201c (2014) verarbeitet er unter anderem auch seine langwierige Erkrankung (Leuk\u00e4mie) und Heilung (durch eine Stammzellentherapie). Einige Titel schrieb er direkt im Krankenbett: \u201eIch hab\u2019 die \u00c4rzte einfach gefragt, ob ich eine Gitarre mitbringen kann.\u201c Guy Fletcher, der langj\u00e4hrige Dire Straits-Keyboarder, und auch Dire Straits-Kollege und Saxofonist Nigel Hitchcock (letztj\u00e4hrig noch mit Mark Knopfler auf Tour) sowie als Backingvokalistin John Islley\u2019s Tochter Jessica, deren eigene Band Native Roses \u00fcbrigens vom Vater produziert und auf dem gleichen Label wie \u201eTesting The Water\u201c ver\u00f6ffentlicht wurde (Creek Records), sind mit auf dem Album zu h\u00f6ren. John Illsley selbst singt die Lead Vocals, spielt Bass sowie alle akustischen Gitarrenparts und produzierte das Ganze zusammen mit Guy Fletcher &#8211; und pl\u00f6tzlich kommt der Gedanke einer Dire Straits-Reunion oder wenigstens einer Tournee mit \u201eIllsley plays Dire Straits\u201c auf, die gar nicht mal so abwegig ist, wie John erz\u00e4hlt\u2026<\/p>\n<p>Aber zun\u00e4chst stellt sich die Frage, was John Illsley wohl antworten w\u00fcrde, wenn er gefragt w\u00fcrde, welche Art von Wasser er denn getestet habe und wie es war?<\/p>\n<p>John Illsley: Nun, dieses Album ist keines jener Alben, das man herausbringt, und sagt, das ist das Beste, das ich jemals produziert habe. Es ist kein unter \u00fcblichen Umst\u00e4nden zu promotendes Album. Es ist eher ein Album, das meinen Gem\u00fctszustand der letzten Jahre im Verlauf meiner fortschreitenden Krankheit beschreibt. Ich war bei den Songs nie sicher, ob mir die Zeit bleibt, sie fertig zu stellen, deswegen nahm ich die Gitarre mit ins Krankenhaus; ob mir die Zeit bleibt, sie noch aufzunehmen und zu produzieren, wusste ich nicht. Und ich wusste nicht, ob die Songs geh\u00f6rt werden wollen, also nahm ich sie erst einmal f\u00fcr mich auf und \u201eteste\u201c nun, ob sie gefallen. Aber der Titel ist eher so zu verstehen, dass man in das Album hineintauchen soll\u2026 um sich von Text und Musik in eine andere Welt hineingleiten zu lassen.<\/p>\n<p>Und du hast die Songs wirklich im Krankenhaus geschrieben?<\/p>\n<p>John Illsley: Ja, und auch gemalt. Seit Ende der \u201eOn Every Street\u201c-Tour habe ich auch begonnen zu malen, weil ich das Gef\u00fchl hatte, in ein Loch zu fallen, als wir pl\u00f6tzlich auf dem H\u00f6hepunkt unserer Zeit aufh\u00f6rten. Von \u201emoney for nothing and the chicks for free\u201c bis zum nichts mehr davon, drei bis vier Mal um die Welt gereist und pl\u00f6tzlich nur noch zu Hause. Das musste irgendwie kompensiert werden. Deswegen fing ich damals an zu malen, was ich heute noch immer tue.<\/p>\n<p>Die Songs gefallen und klingen zudem nach etwas, worauf man lange wartete, wie z.B. auf etwas, das \u201ewie die alten Dire Straits\u201c klingt. Welche sind die f\u00fcr dich wichtigsten Songs auf der Platte?<\/p>\n<p>John Illsley: Nun, w\u00e4re es ein Album, bei dem es darauf ank\u00e4me einen kommerziellen Erfolg zu landen, h\u00e4tte ich nach einer Hitmelodie gesucht und w\u00fcrde wohl jetzt den vermeintlichen Chart-Song nennen, um das Album gut zu verkaufen. Aber es ist nun mal ein sehr pers\u00f6nliches Album. Es ist Zeugnis davon, was K\u00fcnstler tun: Sie beschreiben ihre Gef\u00fchle, dr\u00fccken sich aus, schreiben Tageb\u00fccher, aus denen Sie etwas gestalten. So ist \u201eTesting The Water\u201c zu verstehen, ohne einzelne Songs herauszustellen. Mich hat es immer fasziniert, mit Musik in den K\u00f6pfen der Zuh\u00f6rer Bilder entstehen zu lassen. Leinw\u00e4nde aufzustellen &#8211; und die Zuh\u00f6rer sollen ihre eigenen Bilder auf diese Leinw\u00e4nde werfen. Es besteht immer die Gefahr, dass diese Bilder anders verstanden werden &#8211; aber darum geht es nicht, der K\u00fcnstler ist dabei nur das Medium, und wenn es ihm gelingt, mal Medium, mal K\u00fcnstler, mal Leinwand zu sein, hat er seine Aufgabe erf\u00fcllt. Wenn man mich fragt, welcher Song mir besonders gef\u00e4llt, dann ist es \u201eRailway Tracks\u201c. Aber auch der Titelsong ist sehr sch\u00f6n. Beides sehr pers\u00f6nliche Songs, die mein Inneres gut beschreiben. Aber es geht bei den Songs nicht nur um mich, sondern auch um all das, was uns umgibt, und woraus wir etwas lernen sollen. Ich sehe das Album als einen Spiegel unserer jeweiligen Gegenwart und damit mehr als Gesamtwerk. Ich komme aus dem klassischen Singer\/ Songwriter-Genre und liebe den Blues, all das flie\u00dft in \u201eTesting The Water\u201c mit ein.<\/p>\n<p>Vor Jahren unterhielt ich mich mit Mark Knopfler \u00fcber eines seiner Solo-Alben und er w\u00fcnschte, dass man kein Wort \u00fcber Dire Straits verlieren solle. Robert Plant mag derzeit nicht auf Led Zeppelin angesprochen werden und promotet lediglich sein Solo-Album, w\u00e4hrend Jimmy Page \u201eHouses Of Holy\u201c und \u201eLed Zeppelin IV\u201c remastered und munter \u00fcber Led Zep plaudert. Wie steht es in diesem Zusammenhang um John Illsley und die Dire Straits?<\/p>\n<p>John Illsley: Damit habe ich \u00fcberhaupt keine Probleme. Die Dire Straits sind ein Teil, und vor allem kein unbedeutender Teil, meines Lebens. Warum sollte ich dar\u00fcber nicht sprechen wollen? Jedes Leben hat seine H\u00f6hen und Tiefen, und es ist wichtig, sie zu erw\u00e4hnen, sie zu reflektieren oder gar zu analysieren. Ich kann oft nicht verstehen, warum der eine oder andere \u00fcber seine fr\u00fcheren Aktivit\u00e4ten, gerade dann, wenn sie so erfolgreich waren wie z.B. die von Led Zeppelin, nicht sprechen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Die Rolling Stones sind ja Meister von Reunions, auch wenn sie alle schon um und \u00fcber 70 Jahre alt sind. Kannst Du Dir eine Reunion mit Mark Knopfler und den Dire Straits vorstellen?<\/p>\n<p>John Illsley: Ja, warum nicht? Aber Mark hat seine Projekte und ich war eine Zeit au\u00dfer Gefecht gesetzt. Ich m\u00f6chte mit solchen Aussagen nichts pushen. Aber Mark und ich haben eine gute Beziehung, sind Freunde, auch wenn es Zeiten gab, in denen wir nicht miteinander sprachen. Mark und ich hatten und haben unterschiedliche Vorstellungen \u00fcber Musik, jeder lebte sie auf seine Art aus. Aber ich rede hier gerade von einem Zeitfenster von etwa 20 Jahren. Dire Straits waren die Mitte, vielleicht finden wir wieder einmal dazu. Wir sind noch immer Freunde. Dire Straits wurden nie offiziell aufgel\u00f6st. 1999 traten wir, also Mark, Alan Clark, Guy Fletcher, Ed Bicknell an den Drums, das letzte Mal als Band auf meiner Hochzeit auf. Danach fragte ich Mark 2008 noch einmal, aber er hatte damals keine Zeit und kein Interesse.<\/p>\n<p>Hast Du vor, das \u201eTesting The Water\u201c-Album auch live zu performen?<\/p>\n<p>John Illsley: Ja, und wir spielten sogar auf dem diesj\u00e4hrigen Glastonbury-Festival (2014). Mit Guy Fletcher und einigen anderen Musikern der Platte.<\/p>\n<p>\u2026 und ihr habt auch Dire Straits-Songs gespielt?<\/p>\n<p>John Illsley: Ja, warum auch nicht. Wenn doch jemand wei\u00df aus welcher Band du kommst, an welchen Songs du mitgeschrieben hast, und wenn derjenige in deine Konzerte geht, solltest du nicht auf dem hohen Ross sitzen und diese Songs nicht spielen. Die Stones tun das ja auch, und haben vielleicht genau deswegen ein solchen Erfolg, auch in ihrem hohen Alter. Ich hatte die Stones mein ganzes Leben lang noch nie live gesehen, bis zum Jahr 2013 in Glastonbury. Ich war v\u00f6llig fasziniert, insbesondere von Mick Jaggers Fitness und Aura in diesem hohen Alter. Ich ziehe da nur den Hut davor und empfand es auch als netten Zug von ihnen, noch einmal Mick Taylor einzubeziehen. Wir machen das im kleinen Stil \u00e4hnlich. Wir vermischen neue und alte Songs, und dabei sind dann Lieder wie z.B. \u201eSultans Of Swing\u201c, \u201eMoney For Nothing\u201c, \u201eCalling Elvis\u201c und auch \u201eWalk Of Life\u201c.<\/p>\n<p>Gibt es noch andere Musiker dieser \u00c4ra, die auf Dich ebenso gewirkt haben?<\/p>\n<p>John Illsley: J.J. Cale. Sein Tod im letzten Jahr hat mich sehr besch\u00e4ftigt. Ich h\u00f6re ihn schon seit den 70ern, aber dass er nicht mehr da sein soll, schmerzt mich. Der Song \u201eSometimes\u201c ist ihm gewidmet. Ja, und nat\u00fcrlich Bob Dylan. Diese Antwort und sein Name kommen bei solchen Fragen immer ganz spontan, weil er einfach der Meister der schon erw\u00e4hnten Leinw\u00e4nde ist. Er malt die sch\u00f6nsten Bilder mit Musik und Worten. Ich habe ihn leider viel zu selten live gesehen, aber bin froh, ihn schon in den 80ern, damals in Melbourne\/ Australien live erlebt zu haben. Dylan ist ein Performer und K\u00fcnstler der alten Art. Wenn andere bildlich gesprochen H\u00e4user mit ihren Liedern bauen, ist er bereits Schlossherr und hat Pal\u00e4ste errichtet. Dylan ist nat\u00fcrlich ein ungew\u00f6hnlicher Charakter. Aber warum auch nicht? Er schafft eine Kunst, die kein anderer K\u00fcnstler in der Lage ist so zu kreieren wie er. Ich bin geradezu stolz darauf, ihm mehrfach begegnet zu sein. Es bereitet Freude, in seiner N\u00e4he zu sein, und er ist keineswegs so, wie er oft in den Medien dargestellt wird. Er ist weniger exzentrisch, aber eben au\u00dfergew\u00f6hnlich und etwas eigen. \u00dcber solche Leute wird gerne die Realit\u00e4t verzerrend geschrieben und manches dazu gedichtet, \u00fcbertrieben oder aus dem Zusammenhang gerissen. Egal, welches Album du dir von ihm anh\u00f6rst, es zeigt einen K\u00fcnstler, der Au\u00dfergew\u00f6hnliches produziert und seine Kunst f\u00fcr sich sprechen l\u00e4sst, sodass der Dialog mit dem Publikum oder seinen Kritikern nicht immer gelingt. Er braucht schon nicht mehr die Reflektion, weil er das perfekte Kunstwerk pr\u00e4sentiert und genau das macht es so schwierig, sich ihm und seiner Kunst zu n\u00e4hern. Dylans Konzerte, &#8211; gerade auch, weil sie sich \u00e4ndern und Dylan gerne Unerwartetes tut, &#8211; sind keine leichte Kost. Sie sind immer wieder neue und unvergleichbare Kunst. Ich habe ihn 1987 bei etwa 12 Shows, die damals in Melbourne stattfanden, live gesehen und auch mehrmals mit ihm gesprochen. Er war mit Tom Petty unterwegs und wir traten bei gleicher Gelegenheit auch auf. An einem der Day-Offs jammten wir f\u00fcr ein paar Songs zusammen und das Resultat bekam das Publikum dann auch in einigen Konzerten zu h\u00f6ren. Mark hatte einen noch besseren Zugang zu Bob. Die Schwierigkeit besteht darin, Zugang zu ihm zu finden, darin, \u00fcber was du dich mit ihm unterh\u00e4ltst, darin, wie du ein Gespr\u00e4ch beginnst. Schaffst Du den Zugang, wird es gut. Schaffst du es nicht, wird es nicht gut. Dylan ist nicht einfach, aber genial. Aber mit Leuten, die derartiges erschaffen, wie z.B. auch Van Morrison oder J.J.Cale, ist das so, sie sind unbeschreiblich in ihrer Art, aber eben genial und ich bin dankbar, in ihrer Zeit zu leben und sie live erleben zu k\u00f6nnen. Was w\u00fcrden wir uns nicht alle w\u00fcnschen, einmal Beethoven, Bach oder Mozart live spielen zu h\u00f6ren. Jetzt haben wir Bob Dylan.<\/p>\n<p>Wenn Du ihn als Maler siehst, mit welchem Maler ist er zu vergleichen?<\/p>\n<p>John Illsley: Mit Picasso?<\/p>\n<p>Und wer ist dann Matisse, weil der doch oft mit Picasso in einem Atemzug genannt wird?<\/p>\n<p>John Illsley: Vielleicht Leonard Cohen? Ich lese gerade das Buch \u201eA Broken Hallelujah: Leonard Cohen&#8217;s Secret Chord\u201c von Liel Leibovitz und bin nun Cohens gr\u00f6\u00dfter Fan.<\/p>\n<p>Stimmt es, dass du deinen eigenen Pub hast?<\/p>\n<p>John Illsley: Ja, es ist ein kleines Hotel in New Forest, Hampshire. (Anmerkung des Autors: East End Arms Hotel, New Forest, Hampshire; Main Road, East End SO41 5SY). Ich stehe da nicht rund um die Uhr hinterm Tresen, komme aber immer wieder vorbei, um mein Pint zu trinken. Eine Kneipe zu haben war schon immer mein Traum gewesen.<\/p>\n<p>Im n\u00e4chsten Jahr, 2015, spricht man schon von einer gro\u00dfen Open Air- und Festivalschwemme. Das dienst\u00e4lteste, \u201eRock am Ring\u201c, feiert sogar sein 30-j\u00e4hriges Bestehen und findet quasi zweimal statt. Einmal als \u201eGr\u00fcne H\u00f6lle\u201c am N\u00fcrburgring und einmal als der neue \u201eRock am Ring\u201c auf dem Flugplatz in Mendig nahe des N\u00fcrburgrings. K\u00f6nntest Du Dir vorstellen, bei einem davon dabei zu sein?<\/p>\n<p>John Illsley: Jederzeit. Wo ist der Vertrag, den ich unterschreiben soll? Aber Spa\u00df beiseite, wir brennen geradezu darauf 2015 durch Deutschland zu touren. Die Vorbereitungen laufen.<\/p>\n<p>Mit oder ohne Mark Knopfler?<\/p>\n<p>John Illsley: Zun\u00e4chst ohne, aber die Zeit wird zeigen, was passiert.<\/p>\n<p>Nicht lange nach dem Gespr\u00e4ch mit John Illsley ver\u00f6ffentlichte sein Management die ersten Tourdaten f\u00fcr M\u00e4rz 2015 und k\u00fcndigte sogar die Ver\u00f6ffentlichung des Albums \u201eLive in London\u201c an, das im &#8218;Half Moon&#8216;-Pub im Westen der britischen Metropole aufgenommen wurde. Darauf sind zahlreiche Reminiszenzen an seine ehemalige Band vertreten. Gleich sieben Dire Straits-Klassiker bietet die neue Live-CD, darunter die deutschen Top 20-Hits &#8222;Walk Of Life&#8220;, &#8222;Sultans Of Swing&#8220; oder &#8222;Money For Nothing&#8220;.Aber John Illsley und seine Band pr\u00e4sentieren auch zwei unerwartete Coverversionen. Die Leonard Cohen-Komposition &#8222;First We Take Manhattan&#8220; und der legend\u00e4re Pink Floyd-Titel &#8222;Another Brick In The Wall&#8220; passen hier bestens in das musikalische Konzept. Die eigenen Kompositionen, darunter der wunderbare Song &#8222;When God Made Time&#8220;, entstammen allesamt seinen letzten beiden Solo-Alben &#8222;Streets Of Heaven&#8220; (2010) und &#8222;Testing The Water&#8220; (2014).<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/john-illlsley-testing-the-water.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-627\" src=\"http:\/\/blog.leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/john-illlsley-testing-the-water-300x300.jpg\" alt=\"????????\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/john-illlsley-testing-the-water-300x300.jpg 300w, https:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/john-illlsley-testing-the-water-150x150.jpg 150w, https:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/john-illlsley-testing-the-water.jpg 1024w, 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Berlin<\/p>\n<p>25.03.2015\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Colos Saal, Aschaffenburg<\/p>\n<p>26.03.2015\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ampere, M\u00fcnchen<\/p>\n<p>28.03.2015\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Downtown Bluesclub, Hamburg<\/p>\n<p>29.03.2015\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Blues Garage, Isernhagen<\/p>\n<p>30.03.2015\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Harmonie, Bonn<\/p>\n<p>31.03.2015\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Hirsch, N\u00fcrnberg<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/john-illsley-live-in-london.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-628\" src=\"http:\/\/blog.leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/john-illsley-live-in-london-300x300.jpg\" alt=\"Layout 1\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/john-illsley-live-in-london-300x300.jpg 300w, https:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/john-illsley-live-in-london-150x150.jpg 150w, https:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/john-illsley-live-in-london-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/john-illsley-live-in-london-624x624.jpg 624w, https:\/\/leonardcohen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/john-illsley-live-in-london.jpg 1400w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Titelliste<\/strong> (inklusive Info \u00fcber die Herkunft der originalen Studio-Tracks)<\/p>\n<p>1. Toe The Line <em>(original auf &#8222;Streets Of Heaven&#8220;)<\/em><br \/>\n2. Walk Of Life <em>(original: Dire Straits)<\/em><br \/>\n3. Once Upon A Time In The West <em>(original: Dire Straits)<\/em><br \/>\n4. Private Investigations <em>(original: Dire Straits)<\/em><br \/>\n5. Young Girl <em>(original auf &#8222;Streets Of Heaven&#8220;)<\/em><br \/>\n6. Sultans Of Swing <em>(original: Dire Straits)<\/em><br \/>\n<strong>7. First We Take Manhattan <em>(Leonard Cohen-Cover)<\/em><\/strong><br \/>\n8. Another Brick In The Wall <em>(Pink Floyd-Cover)<\/em><br \/>\n9. Streets Of Heaven <em>(original auf &#8222;Streets Of Heaven&#8220;)<\/em><br \/>\n10. I Thought I Saw It Coming <em>(original auf &#8222;Streets Of Heaven&#8220;)<\/em><br \/>\n11. Romeo And Juliet <em>(original: Dire Straits)<\/em><br \/>\n12. When God Made Time <em>(original auf &#8222;Testing The Water&#8220;)<\/em><br \/>\n13. Is It Real <em>(original auf &#8222;Streets Of Heaven&#8220;)<\/em><br \/>\n14. Brothers In Arms <em>(original: Dire Straits)<\/em><\/p>\n<p>Bildzeilen:<\/p>\n<p>John Illsley live in Concert zusammen mit den Dire Straits 1992.<\/p>\n<p>John Illsley live zusammen mit Mark Knopfler 1993.<\/p>\n<p>John Illsley Live 2015: Als Zeichner musikalischer Landschaften<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mut zur Hoffnung \u201eDire Straits\u201c-Mitbegr\u00fcnder John Illsley wartet mit Solo-Album auf und weckt Lust auf mehr Dire Straits sind Mark Knopfler? Mark Knopfler ist Dire Straits? Nein, nicht ganz, Dire Straits sind Mark Knopfler und John Illsley. Gleich bei den ersten T\u00f6nen von Illsleys neuem Album \u201eTesting The Water\u201c ist die Assoziation zu den Dire [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-619","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/leonardcohen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/619","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/leonardcohen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/leonardcohen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/leonardcohen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/leonardcohen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=619"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/leonardcohen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/619\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":631,"href":"https:\/\/leonardcohen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/619\/revisions\/631"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/leonardcohen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=619"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/leonardcohen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=619"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/leonardcohen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=619"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}