KW-29-2026: Montreux Jazz – Festival – 2026 -The 60th Edition – Die finale Pressemitteilung 2026

→ +250.000 Festivalbesucher*innen
→ 91 % durchschnittliche Auslastung der kostenpflichtigen Bühnen
→ 550 akkreditierte Journalist*innen und Fotograf*innen
→ Über 700 Konzerte und Veranstaltungen
→ 51 per Live-Streaming übertragene Konzerte
→ 9,5 Millionen Aufrufe der Konzertmitschnitte auf YouTube und in den sozialen Netzwerken

KW-28-2026: Nick Cave Live beim 60th Montreux Jazz Festival – Intensiv, düster und ausdrucksstark – Magische Momente

ABSCHLUSS DER 60. AUSGABE

EINE GESCHICHTE, DIE SICH STÄNDIG NEU ERFINDET

Die 60. Ausgabe des Montreux Jazz Festivals geht am Samstag nach sechzehn Festtagen zu Ende – mit einem Blick zurück auf die Geschichte und einem Blick in die Zukunft. Als erste Veranstaltung, die seit der Renovierung im Kongresszentrum stattfand, hat diese Jubiläumsausgabe die Weichen für zukünftige Ausgaben gestellt und den Festivalbesuchern*innen ein reibungsloseres Erlebnis geboten, insbesondere dank eines neu gestalteten Rundgangs entlang der Quais. Das Festival verzeichnete mehr als 250’000 Besucher*innen bei einer durchschnittlichen Auslastung von 91% in den kostenpflichtigen Sälen.

Das Montreux Jazz Festival ist seit jeher von einer einzigartigen Zeitlichkeit geprägt, die zwischen der Magie des Augenblicks und den Echos seiner Geschichte schwebt. Dieses ganz besondere Zeitverständnis – das im Mittelpunkt des vom Festival anlässlich seiner 60. Ausgabe herausgegebenen Buches „The Elegance of Time“ steht – stand in diesem Jahr mehr denn je im Vordergrund.

KW-28-2026: Aldous Harding beim 60th Montreux Jazz Festival – Verstörend, eindringlich und offenbahrend – Rätselhafte Verzauberung

Einerseits blickte diese Ausgabe in die Zukunft und schlug ein neues Kapitel in der Geschichte des Festivals auf: ein komplett renoviertes Kongresszentrum, neu gestaltete kostenlose Bühnen, ein erweiterter Veranstaltungsparcours entlang der Uferpromenade und ein Programm, das sich weitgehend den neuen Künstlergenerationen widmete. Andererseits war die Ausgabe, tief in ihrem Erbe verwurzelt, von einem ständigen Dialog mit der Geschichte des Festivals geprägt: Tributkonzerte, eine Museumsausstellung, Archivvorführungen und Verweise auf die großen Momente, die seine Legende geprägt haben. Getreu dem von Claude Nobs geprägten Pioniergeist hat diese 60. Ausgabe somit ein wertvolles Gleichgewicht zwischen der Würdigung eines weltweit einzigartigen Erbes und dem ständigen Bestreben, sich neu zu erfinden, gefunden.

HÖHEPUNKTE DER 60. AUSGABE

Die Jubiläumsausgabe wurde mit einem unvergesslichen Abend eröffnet. Die außergewöhnliche Inszenierung von RAYE, die gemeinsam mit Audemars Piguet entstanden ist, wird als einer der Höhepunkte der jüngeren Festi­valgeschichte in Erinnerung bleiben. Das Auditorium Stravinski wurde für diesen Anlass komplett umgestaltet: Im Zentrum des Publikums wurde eine rotierende achteckige Bühne installiert, und an hängenden Vorhängen wurden Archivaufnahmen des Festivals mit der visuellen Welt der Künstlerin kombiniert. Über zwei Stunden lang führte RAYE mit einer eigens für diesen Anlass zusammengestellten Setlist durch sechs Jahrzehnte Festivalgeschichte und würdigte dabei die Konzerte von Nina Simone, Prince, Aretha Franklin, James Brown und Ray Charles. Und natür­lich gab es diesen wahnsinnigen Höhepunkt, diese kollektive Euphorie, als die Überraschungsgäste Mark Ronson und Alicia Keys auf die Bühne traten, die uns die große Ehre erwiesen, diese außergewöhnliche Einladung zur 60. Ausgabe anzunehmen.

Verbundenheit mit dem Festival. So würdigte Sienna Spiro das 50-jährige Jubiläum des legendären Konzerts von Nina Simone, bevor sie zum ersten Mal den Standard „Autumn Leaves“ interpretierte. Nur achtzehn Monate nach ihrem Auftritt vor 200 Zuschauern bei den Spotlight Sessions in Villars bestätigte die britische Sängerin ihren kome­tenhaften Aufstieg in einem ausverkauften Montreux Jazz Lab. Die Brasilianerin Liniker, die seit ihrem 16. Lebensjahr von diesem Moment geträumt hatte, konzipierte eine spezielle Show für Montreux, bei der dreizehn Musiker auf der Bühne standen und der Pianist Amaro Freitas als besonderer Gast für eine Jazz-Einlage mit Klavier und Gesang mitwirkte. Die Londoner Band Ezra Collective, die nach der Absage der Isley Brothers kurzfristig eingeladen worden war, begeisterte das Auditorium Stravinski und erinnerte an ihre Geschichte mit dem Festival, die 2018 bei der Jubiläumsfeier von Quincy Jones in Montreux ihren Anfang nahm.

Zahlreiche Künstler*innen, die zum ersten Mal nach Montreux eingeladen wurden – wie Joy Crookes, Nectar Woode oder Noga Erez –, teilten ebenfalls auf der Bühne oder hinter den Kulissen ihre Begeisterung darüber, Teil einer Geschichte zu werden, die auch heute noch neue Generationen inspiriert. Der japanische Produzent ¥ØU$UK€ ¥UK1MAT$U würdigte das Festival seinerseits auf seine ganz eigene Weise: Er hatte ein maßgeschneidertes, stark vom Jazz geprägtes Set vorbereitet, in dem er Klavierloops, synkopierte Rhythmen und dekonstruierte Bläserklänge miteinander verband.

Die Rückkehr ins Auditorium Stravinski ermöglichte es zudem, jene Momente absoluter Intimität wiederzuerleben, die die Einzigartigkeit von Montreux ausmachen. Seinem Ruf treu bleibend, schenkte das Festivalpublikum den Künstlern*innen diese Momente der angehaltenen Stille und der seltenen Aufmerksamkeit. Dies galt insbesondere für die subtilen Auftritte von Maro oder Aldous Harding, für ein Solo-Klavierkonzert von John Legend, für ein Finale von Lewis Capaldi allein mit der Akustikgitarre oder auch für ein erhabenes „Into My Arms“ mit Klavierbegleitung und Gesang von Nick Cave. Die zeitlose Eleganz des Auditorium Stravinski bot zudem den idealen Rahmen für das erste Konzert von GIVĒON in der Westschweiz. Der charismatische Crooner zeigte dort Klasse im alten Stil und setzte auf eine ungeschminkte Bühnenpräsenz, die durch Lichtspiele und projizierte Schatten geprägt war.

Das Auditorium Stravinski hat zudem – vielleicht mehr denn je – bei einer neuen Generation von Festivalbesuchern Anklang gefunden, die sich diesen symbolträchtigen Ort auf ihre ganz eigene Weise zu eigen gemacht hat. Die Konzerte von PinkPantheress, Conan Gray oder auch Tyla sorgten für eine außergewöhnliche Atmosphäre, geprägt von Leidenschaft und Begeisterung, zwischen gemeinsam gesungenen Liedern und Outfits, die von ihren Idolen inspiriert waren. Dieser Schwung erreichte seinen Höhepunkt mit Zara Larsson, deren Auftritt durch eine beeindruc­kende Gesangsleistung, eine starke künstlerische Ausrichtung und eine Botschaft der Selbstermächtigung, die sich bis in ihr ausschließlich aus Frauen bestehendes Team widerspiegelte, einen bleibenden Eindruck hinterließ.

Zum Abschluss der Jubiläumsausgabe steht eine Reihe von Konzerten mit hoher symbolischer Bedeutung auf dem Programm: Marcus Miller würdigt Miles Davis, während Charles Lloyd den 60. Jahrestag seines Auftritts bei der alle­rersten Ausgabe im Jahr 1967 feiert. Um diesen historischen Moment zu würdigen, überreichte Mathieu Jaton ihm eine Ehrenauszeichnung und erkannte damit seinen unbestrittenen Status als „erste Legende“ des Montreux Jazz Festivals an. Am Abschlussabend treffen im Auditorium zwei Giganten der Folk-Musik aufeinander: Van Morrison und James Taylor, während Cerrone im Montreux Jazz Lab eine symphonische Neuinterpretation seines Repertoires präsentieren wird.

JAM-SESSIONS, ÜBERRASCHUNGSKONZERTE UND ANSPIELE AUF DIE GESCHICHTE DES FESTIVALS

Die wiedergewonnene Nähe zwischen den kostenpflichtigen Bühnen des Kongresszentrums und dem Lake House, die nur wenige Schritte voneinander entfernt liegen, ermöglichte erneut eine hervorragende Auswahl an Jam-Ses­sions mit zahlreichen Künstlern*innen, die sich daran beteiligten, darunter RAYE, Sienna Spiro, Naïka, Nectar

Woode, Liniker und Dermot Kennedy. Auch andere, in letzter Minute angekündigte Überraschungsveranstal­tungen prägten diese 60. Ausgabe, wie beispielsweise das kostenlose Konzert von Leon Bridges, der im „Memphis“ sein neues Album vorstellte, oder der Auftritt von Adriatique im „Duplex“, der neuen Bühne des Festivals, die der elektronischen Musik gewidmet ist.

Im Lake House boten zahlreiche Aktivitäten die Gelegenheit, das reiche musikalische und kulturelle Erbe von Montreux zu entdecken. Die Workshops, Filmvorführungen und Vorträge trugen dazu bei, die bedeutendsten Kapitel der Festivalgeschichte während der gesamten Veranstaltung wieder aufleben zu lassen. Liniker sprach dort insbesondere über die Verbindungen zwischen Musik und politischem Engagement anhand von Aussch­nitten aus Konzerten von Gilberto Gil und Ney Matogrosso in Montreux; Tomoki Sanders erlebte einen besonders bewegenden Moment, als er Bilder seines Vaters Pharoah Sanders in Montreux entdeckte, die er seit fast zwanzig Jahren nicht mehr gesehen hatte; während Marcus Miller mehrere Archivaufnahmen von Miles Davis beim Festival kommentierte. Die Ausstellung „Putting Montreux on the Map“ stieß ihrerseits auf sehr positive Resonanz und zog täglich mehr als hundert Besucher an, die die Geschichte und den kulturellen Einfluss der Stadt entdecken wollten.

RENOVIERTES KONGRESSZENTRUM UND ERWEITERTER SPAZIERGANG ENTLANG DER KAIS

Die 60. Ausgabe war die erste Großveranstaltung, die seit der Renovierung im Kongresszentrum stattfand, und stellte somit einen echten Praxistest dar. Trotz eines engen Zeitplans bei den Vorbereitungen meisterten die Teams die Herausforderung erfolgreich und verfeinerten im Laufe des Festivals einige operative Anpassungen. Terrassen, Treppen und neue Bereiche wurden so schnell in das Erlebnis der Festivalbesucher integriert und ermöglichten einen reibungsloseren Besucherfluss. Schließlich sorgte der Blick auf den See vom Foyer des Stravinski-Auditoriums aus, der durch die neuen Glasfassaden noch verstärkt wurde, bei vielen Festivalbesuchern*innen für Begeisterung.

Der sich über die Uferpromenade erstreckende Parcours fand großen Anklang und lockte zahlreiche Festivalbe­sucher*innen bis zu den Spotlight- und Super-Bock-Bühnen, die im östlichen Teil des Geländes aufgebaut waren. Im Parc Vernex versprühte das Paloma mit spanischen Aromen, einer sonnigen Terrasse und einem Badebereich sommerliche Urlaubsstimmung. Das Duplex, die neue Elektro-Bühne des Festivals, prägte diese 60. Ausgabe mit einem Lichtspiel und einer immersiven Bühnenbildgestaltung.

DAS FESTIVAL AUF DEN LEINWÄNDEN DER GANZEN WELT

Insgesamt wurden 51 Konzerte – das sind drei Viertel des kostenpflichtigen Programms – live und kostenlos übertragen. Die Konzertmitschnitte, die in voller Länge auf YouTube und in Ausschnitten in den sozialen Netzwerken veröffentlicht wurden, erzielten insgesamt mehr als 9,5 Millionen Aufrufe (Zahlen vom 16. Juli, die letzten drei Festi­valabende sind darin nicht berücksichtigt). Die meistgesehenen Auftritte waren, in dieser Reihenfolge, die von RAYE, Zara Larsson und Moby. Das Eröffnungskonzert von RAYE profitierte zudem von einer breiten Reichweite dank einer Sondersendung in Zusammenarbeit mit ARTE und RTS. Diese Aufnahmen, die von Montreux Media Ventures – der für die Produktion und den Vertrieb von Inhalten zuständigen Tochtergesellschaft des Festivals – produziert wurden, wurden sowohl von den Künstlern*innen und ihren Teams als auch von den Online-Zuschauern und -Zuschauerinnen für ihre Klangqualität und ihre filmische Ästhetik gelobt.

Das Montreux Jazz Festival baut somit seine internationale Ausstrahlung durch die Verbreitung von Inhalten weiter aus – eine Strategie, die Claude Nobs bereits zu Beginn des Festivals ins Leben gerufen hatte. Diese Bekanntheit wird auch in den sozialen Netzwerken gestärkt, wo die Künstler*innen selbst zu den besten Botschaftern des Festivals und seiner Region werden. So erinnerte Alicia Keys an die historische Bedeutung des Konzerts von Nina Simone vor 50 Jahren, während Zara Larsson mit ihrer Community ihre Begeisterung für die einzigartige Kulisse der Waadtländer Riviera teilte und Montreux sogar als „europäisches Hawaii“ bezeichnete.

BILANZ TICKETVERKAUF UND F&B

Die 60. Ausgabe zog mehr als 250’000 Besucher*innen an. In den kostenpflichtigen Veranstaltungsräumen lag die durchschnittliche Auslastung bei bemerkenswerten 91 %. Das Montreux Jazz Lab verzeichnete mit einer Auslas­tung von 88 % sein bestes Ergebnis seit seiner Gründung im Jahr 2013. Die Ticketverkaufsziele – die höchsten in der Geschichte des Festivals in seiner gewohnten Form – wurden bereits am zweiten Wochenende erreicht, und das trotz eines starken Anstiegs der Produktionskosten, der insbesondere auf die deutlich gestiegenen Künstlerhono­rare zurückzuführen war.

Die Umsatzziele im Bereich F&B (Food & Beverage) dürften am letzten Wochenende erreicht werden, ganz im Sinne der beiden vorangegangenen Ausgaben, trotz der Konkurrenz durch die Fußball-Weltmeisterschaft und der für die Gastronomie wenig günstigen Hitzewelle.

 

Engl. translation coming soon 🙂

KW-29-2026: Montreux Jazz – Festival – 2026 -The 60th Edition – #MOMENTAUFNAHMEN , Snippets & Impressions

Momentaufnahmen , Impressions & Snipptets of :

knapp 40 Minuten Momentaufnahmen:

Putting Montreux on the Map: exhibition curator Stéphanie-Aloysia Moretti (Ausstellungskuratorin) Stéphanie-Aloysia Moretti talking about the exhibition in Montreux Grand Palace Hotel

Bob Dylan & Leoard Cohen-Fotos at Montreux Jazz Café

Roger Glover of Deep Purple talks about Montreux

Nick Cave & The Bad Sees in concert: “Fuckin`Montreux”

Climbing up at Haut de Caux, where Claude Nobs`Chalets are

Walking at the Lake Geneva

Visiting the Statue of Queen`s Freddie Mercury in Montreux

Leaving Montreux 2026

KW-29-2026: „Fest des Liedes“ at Tom Jones in Frankfurt (Engl. & German Version) : Between great hits and moving tributes to Bob Dylan and Leonard Cohen – Tom Jones singt „Tower Of Song“ von Leonard Cohen auf seiner „Come Gather Round“-Tournee 2026 in Frankfurt a.M./ Germany, gestern am 16. Juli 2026 in der Festhalle

photos: christof graf

„Fest des Liedes“ bei Tom Jones in Frankfurt: Zwischen großen Hits und bewegende Hommagen an Bob Dylan und Leonard Cohen

Wer am 16. Juli 2026 die Festhalle Frankfurt betrat, erlebte keinen nostalgischen Rückblick auf vergangene Erfolge, sondern einen Künstler, der auch mit 86 Jahren nichts von seiner Ausstrahlung verloren hat. Sir Tom Jones zeigte eindrucksvoll, weshalb er seit Jahrzehnten zu den prägendsten Stimmen der internationalen Musikszene gehört. Seine „Come Gather Round“-Tour verbindet bekannte Klassiker mit Liedern, die ihm persönlich am Herzen liegen – und genau diese Mischung machte den Abend zu einem besonderen Konzerterlebnis.

Schon der Auftakt ließ erkennen, dass Jones an diesem Abend mehr erzählen wollte als die Geschichte seiner größten Hits. Mit „I’m Growing Old“ eröffnete er das Konzert in ruhiger Atmosphäre und schlug damit einen nachdenklichen Ton an. Seine Stimme besitzt heute weniger die Kraft früherer Jahre, dafür aber eine Ausdrucksstärke und Wärme, die vielen Liedern zusätzliche Tiefe verleiht.

Besonders eindrucksvoll gelang ihm dies bei Leonard Cohens „Tower of Song“. Anstatt den Titel lediglich nachzusingen, entwickelte Jones daraus eine sehr persönliche Interpretation. Seine langjährige Bühnenerfahrung war in jeder Zeile spürbar. Der Song wirkte wie ein musikalischer Rückblick auf ein außergewöhnliches Künstlerleben und wurde vom Publikum aufmerksam und beinahe andächtig verfolgt.

Einen weiteren Höhepunkt bildeten die Bob-Dylan-Kompositionen. Mit „Not Dark Yet“ bewies Tom Jones eindrucksvoll, dass große Songs nicht von Lautstärke leben. Die ruhige Ballade entfaltete durch seine markante Stimme eine intensive Wirkung und gehörte zweifellos zu den emotionalsten Momenten des gesamten Konzerts. Später folgte mit „One More Cup of Coffee“ ein weiterer Dylan-Klassiker, den Jones gemeinsam mit seiner hervorragend eingespielten Band in einem bluesig-souligen Gewand präsentierte. Gerade diese Fähigkeit, berühmten Songs einen eigenen Charakter zu verleihen, zeichnet ihn seit vielen Jahren aus. Seine Interpretationen wirken respektvoll gegenüber dem Original und tragen dennoch unverkennbar seine persönliche Handschrift.

Natürlich durfte auch der Teil des Programms nicht fehlen, auf den viele Besucher gewartet hatten. Bereits bei „It’s Not Unusual“ sang die nahezu ausverkaufte Festhalle lautstark mit. Auch „What’s New Pussycat?“, „Delilah“, „Help Yourself“, „Green Green Grass of Home“, „Sexbomb“ und „You Can Leave Your Hat On“ sorgten für beste Stimmung. Dabei zeigte sich einmal mehr, wie mühelos Jones zwischen gefühlvollen Balladen, Blues, Soul und kraftvollen Popsongs wechseln kann. Gerade dieser musikalische Facettenreichtum hält seine Konzerte auch nach Jahrzehnten spannend.

Einen wesentlichen Anteil daran hatte auch seine exzellente Begleitband. Die Musiker beschränkten sich nicht darauf, bekannte Titel möglichst originalgetreu wiederzugeben. Stattdessen verliehen sie vielen Songs neue Klangfarben, die Einflüsse aus Blues, Gospel und Soul erkennen ließen. Vor allem die Stücke von Cohen und Dylan profitierten von den fein abgestimmten Arrangements, die den Liedern viel Raum zur Entfaltung gaben.

Die Begeisterung im Publikum war während des gesamten Abends deutlich zu spüren. Immer wieder gab es lang anhaltenden Applaus und Standing Ovations. Besonders beeindruckend war jedoch die Nähe, die Tom Jones trotz der Größe der Halle zu seinem Publikum aufbauen konnte. Er wirkte nie wie ein Star, der lediglich seine größten Erfolge herunterspult, sondern wie ein Musiker, der jedes Lied bewusst auswählt und mit Überzeugung interpretiert.

So blieb am Ende nicht nur die Erinnerung an die zahlreichen Welthits, sondern vor allem an einen Künstler, der sich musikalisch ständig weiterentwickelt hat. Seine Interpretationen von Leonard Cohens „Tower of Song“ sowie Bob Dylans „Not Dark Yet“ und „One More Cup of Coffee“ verliehen dem Konzert eine besondere Tiefe und zeigten eindrucksvoll, wie zeitlos gute Songs sein können. Tom Jones bewies in Frankfurt, dass große Bühnenpräsenz nicht vom Alter abhängt. Mit seiner Erfahrung, seiner unverwechselbaren Stimme und seiner außergewöhnlichen Interpretationskunst gelang ihm ein Konzertabend, der weit über eine gewöhnliche Greatest-Hits-Show hinausging und beim Publikum einen bleibenden Eindruck hinterließ.

SETLIST: 

I’m Growing Old    (Bobby Cole cover)

Tower of Song    (Leonard Cohen cover)

Not Dark Yet    (Bob Dylan cover)

It’s Not Unusual    (Les Reed cover)

What’s New Pussycat?    (Burt Bacharach cover)

Sexbomb    (Mousse T. cover)

You Can Leave Your Hat On    (Randy Newman cover)

Pop Star    (Cat Stevens cover)

One More Cup of Coffee (Valley Below)    (Bob Dylan cover)

Across the Borderline    (Ry Cooder cover)

I Won’t Crumble with You If You Fall    (Bernice Johnson Reagon cover)

Talking Reality Television Blues    (Todd Snider cover)

This Is the Sea    (The Waterboys cover)

Delilah    (Les Reed cover)

Lazarus Man    (Terry Callier cover)

If I Only Knew    (Rise Robots Rise cover)

Kiss    (Prince cover)

Encore:

Green, Green Grass of Home    (Claude “Curly” Putman, Jr. cover)

One Hell of a Life    (Katell Keineg cover)

Strange Things Happening Every Day    (Sister Rosetta Tharpe cover)

Johnny B. Goode    (Chuck Berry cover)

„Fest des Liedes“ at Tom Jones in Frankfurt: Between great hits and moving tributes to Bob Dylan and Leonard Cohen

Anyone who entered the Festhalle Frankfurt on July 16, 2026 did not experience a nostalgic look back at past successes, but an artist who, even at the age of 86, has lost none of his charisma. Sir Tom Jones impressively showed why he has been one of the most influential voices on the international music scene for decades. His „Come Gather Round“ tour combines well-known classics with songs that are close to his heart – and it was precisely this mixture that made the evening a special concert experience.

Even the prelude made it clear that Jones wanted to tell more than the story of his greatest hits that evening. With „I’m Growing Old“ he opened the concert in a quiet atmosphere and struck a thoughtful tone. His voice today has less of the power of earlier years, but an expressiveness and warmth that gives many songs additional depth.

He succeeded particularly impressively in Leonard Cohen’s „Tower of Song“. Instead of merely singing the title, Jones developed a very personal interpretation of it. His many years of stage experience were noticeable in every line. The song seemed like a musical retrospective of an extraordinary artist’s life and was followed attentively and almost reverently by the audience.

Another highlight was the Bob Dylan compositions. With „Not Dark Yet“, Tom Jones impressively proved that great songs don’t live on volume. The quiet ballad unfolded an intense effect due to its distinctive voice and was undoubtedly one of the most emotional moments of the entire concert. Later, another Dylan classic followed with „One More Cup of Coffee“, which Jones presented together with his excellently rehearsed band in a bluesy-soulful guise. It is precisely this ability to give famous songs their own character that has distinguished him for many years. His interpretations seem respectful of the original and yet unmistakably bear his personal signature.

Of course, the part of the program that many visitors had been waiting for was not to be missed. Already during „It’s Not Unusual“, the almost sold-out Festhalle sang along loudly. „What’s New Pussycat?“, „Delilah“, „Help Yourself“, „Green Green Grass of Home“, „Sexbomb“ and „You Can Leave Your Hat On“ also created the best atmosphere. It showed once again how effortlessly Jones can switch between soulful ballads, blues, soul and powerful pop songs. It is precisely this musical richness of facets that keeps his concerts exciting even after decades.

His excellent backing band also played a significant role in this. The musicians did not limit themselves to reproducing well-known titles as faithfully as possible. Instead, they gave many songs new timbres that showed influences from blues, gospel and soul. Especially the pieces by Cohen and Dylan benefited from the finely tuned arrangements, which gave the songs a lot of room to unfold.

The enthusiasm in the audience was clearly noticeable throughout the evening. Again and again there was long-lasting applause and standing ovations. Particularly impressive, however, was the closeness that Tom Jones was able to build up to his audience despite the size of the hall. He never seemed like a star who merely reels off his greatest successes, but like a musician who consciously selects every song and interprets it with conviction.

In the end, not only the memory of the numerous world hits remained, but above all of an artist who has constantly developed musically. His interpretations of Leonard Cohen’s „Tower of Song“ as well as Bob Dylan’s „Not Dark Yet“ and „One More Cup of Coffee“ gave the concert a special depth and impressively showed how timelessly good songs can be. Tom Jones proved in Frankfurt that great stage presence does not depend on age. With his experience, his unmistakable voice and his extraordinary art of interpretation, he succeeded in creating a concert evening that went far beyond an ordinary greatest hits show and left a lasting impression on the audience.

KW-29-2026: und er kommt wieder – Die Europe 2026-Tourdaten sind raus : BOB DYLAN 2026 – VVK-Start kommenden Dienstag im Pre-Sale

Bob Dylan Europe 2026 

Oct 17 – Oslo, Norway – Oslo Spektrum
Oct 19 – Goteborg, Sweden – Scandinavium
Oct 21 – Horsens, Denmark – Forum Horsens
Oct 23 – Flensburg, Germany – GP JOULE Arena
Oct 25 – Bremen, Germany – OVB Arena
Oct 27 – Dusseldorf, Germany – Mitsubishi Electric Halle
Oct 29 – Antwerp, Belgium – Lotto Arena Antwerpen
Oct 30 – Esch-sur-Alzette, Luxembourg – Rockhal
Nov 01 – Zurich, Switzerland – Hallenstadion
Nov 02 – Milan, Italy – Unipol Dome
Nov 05 – Rome, Italy – Palazzo dello Sport
Nov 07 – Bologna, Italy – Unipol Arena
Nov 09 – Ljubljana, Slovenia – Arena Stozice
Nov 11 – Vienna, Austria – Wiener Stadthalle
Nov 12 – Vienna, Austria – Wiener Stadthalle
Nov 14 – Salzburg, Austria – Salzburg Arena
Nov 15 – Munich, Germany – Olympiahalle
Nov 17 – Freiburg, Germany – Sick-Arena
Nov 20 – Stuttgart, Germany – Porsche Arena
Nov 22 – Frankfurt am Main, Germany – Festhalle
Nov 25 – Bournemouth, UK – Bournemouth International Centre
Nov 26 – Birmingham, UK – bp pulse Live
Nov 27 – Sheffield, UK – Utilita Arena Sheffield
Nov 30 – Blackpool, UK – Blackpool Opera House
Dec 01 – Blackpool, UK – Blackpool Opera House
Dec 03 – London, UK – Royal Festival Hall
Dec 04 – London, UK – Royal Festival Hall
Dec 05 – London, UK – Royal Festival Hall
Dec 07 – London, UK – Royal Festival Hall
Dec 08 – London, UK – Royal Festival Hall

KW-28-2026: #Avalanches of Leonard Cohen – Tribute Shows im 10. Todesjahr des kanadischen Rockpoeten: PERLA BATALLA & PATRICK PAGE

Experience an unforgettable evening of music, poetry, and storytelling as Patrick Page & Perla Batalla: Looking for Leonard – Celebrating the Music of Leonard Cohen comes to Paramount Hudson Valley on October 25. This soul-stirring performance honors the enduring legacy of Leonard Cohen through powerful interpretations of his most beloved songs, woven together with personal reflections and intimate anecdotes that reveal the depth of his influence on both artists’ lives and careers.


Grammy-nominated vocalist Perla Batalla, once a cherished member of Leonard Cohen’s inner circle, brings her velvety voice and deeply personal connection to this tribute. Encouraged by Cohen to launch her solo career, Batalla has since recorded seven albums, created acclaimed theatrical works including a Frida Kahlo musical, and performed in prestigious venues around the world. Her concert homage to Cohen, In the House of Cohen, continues to draw sold-out audiences internationally, and her ongoing outreach work introducing young people to music and language has earned her multiple honors, including two United Nations awards.