KW-42-2026: There’s no reason why you should remember me – when leonard cohen did some coverversions – The other songs of Leonard Cohen – PART I

steht im november schon zehn jahre so im netz, immer wieder erinnerungswürdig: eine kleine auswahl von leonard cohen-cover-versionen:

1. Feels so good (The other blues song) 2. Book of longing 3. The Darkness 4. Puppets 5. Do I have to dance all night (1976 version w/ Laura Branigan) 6. Blues by the Jews 7. Red River Valley 8. Never got to love you 9. Can’t help falling in love 10. Ride around 11. The union makes us strong 12. We shall not be moved 13. To love somebody (Bee Gees Cover) 14. The Hypnotist 15. Chelsea Hotel #1 16. There’s no reason why you should remember me 17. Streets of Laredo 18. Do I have to dance all night (1980)

KW-42-2026: … and there are still no reasons why you should remember me – when leonard cohen did some coverversions – The other songs of Leonard Cohen – PART II

00:15 Je veux vivre tout seul (English title: Bird on the wire) 05:00 Kevin Barry 09:00 Die Gedanken sind frei 12:30 Store room 17:00 As time goes by 19:30 Don’t go home with your hard-on 22:30 Blessed is the memory 26:00 Silent night 28:30 Dead song 28:45 Another Saturday night 29:45 Ballad of the absent mare 36:45 Guerrero 40:15 The butcher 44:45 Un as der Rebbe singt (Yiddish song) 45:30 Song to the machines 48:30 If It be your will 52:15 Thirsty for the kiss 55:45 A thousand kisses deep 58:00 I tried to leave you 01:13:00 Whither thou goest 01:14:45 Mr Cohen must be going

KW-42-2026: Bob Dylan`s Europe/ EU-Tour-Auftakt in Oslo/ Norwegen am 17. Oktober 2026

 

Oslo, Norway
Spektrum
October 17, 2026

 

 

1. To Be Alone With You (Bob on electric keyboard)
2. Man In The Long Black Coat (Bob on electric keyboard)
3. Crash On The Levee (Bob on electric keyboard)
4. Tryin‘ To Get To Heaven (Bob on electric keyboard)
5. Early Roman Kings (Bob on electric keyboard)
6. I Can Tell (song by Samuel Smith) (Bob on electric keyboard)
7. Tangled Up In Blue (Bob on electric keyboard)
8. Share Your Love With Me
(song by Alfred Braggs and Deadric Malone) (Bob on electric keyboard)
9. Louisiana 1927 (song by Randy Newman) (Bob on electric keyboard)
10. When I Paint My Masterpiece (Bob on electric keyboard)
11. I’ll Make It All Up To You (song by Charlie Rich)
(Bob on electric keyboard)
12. Crossing the Rubicon (Bob on electric keyboard)
13. Soon After Midnight (Bob on electric keyboard)
14. Dublin Blues (song by Guy Clark) (Bob on electric keyboard)
15. Under The Red Sky (Bob on electric keyboard and harp)
16. I’ve Made Up My Mind To Give Myself To You
(Bob on electric keyboard)
17. Goodbye Jimmy Reed (Bob on electric keyboard)
18. I Shall Be Released (Bob on electric keyboard)
  (encore)
19. You Ain’t Goin‘ Nowhere (Bob on electric keyboard)

 

KW-42-2026: … #the_final_countdown … in #Stuttgart, wo sonst ….

 

Nostalgie ohne Stillstand – Wenn Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart verschmelzen

Die schwedische Hard Rock-Band „Europe“ zählen in Stuttgart den „Final Countdown“ an

 Text & Fotos: Prof. Dr. Christof Graf

 Es gibt Melodien, die schon nach wenigen Sekunden ganze Generationen in ihre Jugend zurückversetzen. Das unverwechselbare Keyboardmotiv von „The Final Countdown“ gehört unbestritten dazu. Als Europe den Song 1986 veröffentlichten, begann für die fünf Schweden der Aufstieg zu internationalen Rockstars. Vier Jahrzehnte später ist der Titel längst ein Klassiker der Rockgeschichte. Dass Europe aber keineswegs nur von diesem einen Welthit leben, stellsen sie im Beethoven-Saal der Stuttgarter Liederhalle eindrucksvoll unter Beweis.

40 Jahre nach ihrem weltweiten Durchbruch mit „The Final Countdown“ machen Europe am 16. Oktober 2026 auf ihrer Jubiläumstour Station in der Stuttgarter Liederhalle. Die schwedischen Hardrock-Veteranen präsentierten dabei nicht nur sämtliche Songs ihres erfolgreichsten Albums, sondern beweisen auch, dass sie musikalisch weit mehr zu bieten haben als nostalgische Erinnerungen an die Achtzigerjahre.

Das knapp 100 minütige Konzert beginnt um 20.45 Uhr zunächst mit einem Streifzug durch die jüngere und weniger bekannte Bandgeschichte. Mit dem kraftvollen „Scandinavian Eyes“ und dem erdigen „Walk the Earth“ zeigen Europe ihre härtere, bluesrockorientierte Seite. Erst mit „Superstitious“ wird die Tür zu den großen Erfolgen der Achtzigerjahre aufgestoßen. Der eingängige Refrain sorgt für ausgelassene Stimmung und zeigt, wie zeitlos gut gemachter Melodic Rock sein kann.

Im Mittelpunkt steht einmal mehr Sänger Joey Tempest, der auch mit 63 Jahren nichts von seiner charismatischen Bühnenpräsenz verloren hat. Mit seinem charakteristischen Mikrofonständer und jeder Menge Bewegung führt er durch das Programm. Seine Stimme klingt heute rauer und gereifter als zu den großen Erfolgszeiten, besitzt aber noch immer genügend Kraft und Ausdruck, um sowohl die rockigen Nummern als auch die gefühlvollen Balladen überzeugend zu interpretieren.

An seiner Seite glänzt Gitarrist John Norum mit seinem unverwechselbaren, kraftvollen Spiel. Seine Soli verbinden technische Brillanz mit melodischem Gespür und gehören immer wieder zu den musikalischen Höhepunkten. Gemeinsam mit Keyboarder Mic Michaeli, Bassist John Levén und Schlagzeuger Ian Haugland präsentiert sich Europe als hervorragend eingespielte Einheit.

Mit „One on One“, „Last Look at Eden“ und dem wuchtigen „War of Kings“ beweist die Band, dass ihre musikalische Entwicklung keineswegs 1986 stehen geblieben ist. Besonders „War of Kings“ überzeugt mit schweren Gitarren und einer beinahe majestätischen Atmosphäre. „Prisoners in Paradise“ schlägt anschließend die Brücke zurück zu den frühen Neunzigerjahren, während „The Cult of Ignorance“ und „On Broken Wings“ den ersten Konzertabschnitt abrunden. Nicht jeder dieser Songs löst dieselbe Begeisterung aus wie die großen Klassiker, doch gerade diese Mischung verleiht dem Auftritt musikalische Abwechslung.

Im zweiten Teil rückt schließlich das Jubiläumsalbum „The Final Countdown“ in den Mittelpunkt. Europe spielen sämtliche zehn Songs des 1986 erschienenen Erfolgswerks, allerdings nicht in der ursprünglichen Reihenfolge.

Mit „Rock the Night“ wird sofort wieder eine Schippe draufgelegt. Der treibende Hardrock-Klassiker entfaltet live eine mitreißende Energie und bringt Bewegung in den bestuhlten und mit etwa 2500 Zuschauern ausverkauften Beethoven-Saal. Deutlich gefühlvoller wird es anschließend bei „Carrie“. Die berühmte Powerballade sorgt mit ihrer großen Melodie und Tempests ausdrucksstarkem Gesang für einen der emotionalen Momente des Abends.

Besonders reizvoll ist allerdings, dass auch die weniger bekannten Albumtitel ihre verdiente Aufmerksamkeit erhalten. „Danger on the Track“, „Ninja“ und „Time Has Come“ zeigen, wie viel musikalische Substanz hinter der glanzvollen Achtzigerjahre-Produktion steckt. Gerade John Norums Gitarrenarbeit setzt diesen Stücken immer wieder markante Akzente.

Mit „Cherokee“ folgt ein weiterer Höhepunkt. Der kraftvolle Rhythmus und der hymnische Refrain machen deutlich, weshalb der Song bis heute zu den beliebtesten Nummern der Band zählt. Auch „Heart of Stone“, „On the Loose“ und „Love Chaser“ fügen sich überzeugend in das Jubiläumsprogramm ein. Die Songs klingen dabei keineswegs wie angestaubte Erinnerungsstücke, sondern werden mit der Energie und Routine einer erfahrenen Hardrockband präsentiert.

Überhaupt ist den fünf Musikern ihre jahrzehntelange Vertrautheit jederzeit anzumerken. Europe verzichten auf unnötige Effekthascherei und setzen stattdessen auf Spielfreude, Präzision und die Stärke ihrer Kompositionen. Dass dabei nicht mehr jede Gesangspassage dieselbe jugendliche Leichtigkeit besitzt wie vor 40 Jahren, fällt dabei kaum ins Gewicht. Im Bühnenhintergrund sind immer wieder Aufnahmen der Band vor 40 Jahren zu sehen, toupierte Löwenmähnen und Röhrenjeans inklusive. Dann kommt das Finale, das jeder erwartet. Den krönenden Abschluss bildet natürlich „The Final Countdown“. Schon mit den ersten Keyboardtönen ist klar, dass nun der emotionale Höhepunkt des Abends erreicht ist. Der weltbekannte Refrain wird begeistert mitgesungen, Norum setzt mit seinem Gitarrensolo einen letzten Glanzpunkt, und Tempest dirigiert die Stimmung im Saal souverän bis zum Schluss.

Nach knapp 100 Minuten ist der kurzweilige Auftritt beendet. Angesichts des umfangreichen Repertoires hätte man sich aber durchaus noch die eine oder andere Zugabe gewünscht. Auch erreichen die neueren Songs vom gerade erschienenen Album „Come This Madness“ (2026)  beim Publikum nicht ganz die Euphorie der alten Hits. Dennoch überwiegt der Eindruck einer Band, die ihre Vergangenheit mit Stolz feiert, ohne ausschließlich in ihr zu leben.

Europe liefern in Stuttgart eine überzeugende Jubiläumsshow, die Nostalgie mit musikalischer Klasse und spürbarer Leidenschaft verbindet. Besonders erfreulich ist, dass neben den unvermeidlichen Hits auch weniger bekannte Stücke ihren Platz finden und zeigen, wie vielseitig das Schaffen der fünf Schweden tatsächlich ist. 40 Jahre nach ihrem größten Triumph sind Europe vielleicht keine jugendlichen Rockstars mehr. Doch als eingespielte Hardrockband haben sie noch immer einiges zu bieten. Die schlechte Nachrich: Der „Countdown“ ist heruntergezählt. – Die gute Nachricht: Europe kommen 2027 wieder und nicht nur nach Stuttgart und Berlin, wie 2026 , sondern zusammen mit Foreigner auf eine ganze Europatournee.

 

 EUROPE – Beethoven-Saal at Liederhalle, Stuttgart, Germany

The Final Countdown 40th Anniversary Tour, 16th October 2026

Scandinavian Eyes

Walk the Earth

Superstitious

One on One

Prelude

Last Look at Eden

War of Kings

Prisoners in Paradise

The Cult of Ignorance

On Broken Wings

Rock the Night

Carrie

Danger on the Track

Ninja

Cherokee

Time Has Come

Heart of Stone

On the Loose

Love Chaser

The Final Countdown

KW-42-2026: #the_damn_truth in #stuttgart? wirklich?

photo: christof graf

Kanadischer Rock’n’Roll & Die verdammte nackte Wahrheit

„The Damn Truth“ aus Montreal begeistern in Stuttgart als Vorgruppe bei „Europe“

Text & Fotos: Prof. Dr. Christof Graf

Stuttgart, 16. Oktober 2026 – Liederhalle, Beethoven-Saal, Pünktlich um 19.30 Uhr gehen die Lichter im bestuhlten Beethovensaal aus. Ein bestuhlter Saal und ein Rockkonzert? Das Publikum ist irritiert und die Gesichter zeigen alle die gleiche Frage: Wie lange wird das so bleiben? „The Damn Truth“ geben schnell Antwort. Mitreißende Gitarren, eine charismatische Frontfrau und jede Menge Siebzigerjahre-Flair lassen den ehrwürdig konservativen Saal schnell zum „Hard Rock-Club“ werden. Die kanadischen Rocker aus Montreal beweisen in der Stuttgarter Liederhalle sehr schnell, dass eine Vorband weit mehr sein kann als nur der musikalische Zeitvertreib vor dem eigentlichen Hauptact.

Zugegeben: Die Band sagte mir vor deren Konzert in Stuttgart nichts. Aber mit einer energiegeladenen Mischung aus Classic Rock, Blues und psychedelischen Einflüssen sorgt das kanadische Quartett nunmehr für einen gelungenen Wiedererkennungseffekt.

Schon beim Betreten der Bühne wird deutlich, dass THE DAMN TRUTH musikalisch und optisch eine Zeitreise in die späten Sechziger- und frühen Siebzigerjahre unternehmen. Schlaghosen, farbenfrohe Outfits und ein erdiger Gitarrensound erinnern an die Hochphase des klassischen Rock. Dabei wirkt der Auftritt keineswegs wie eine nostalgische Kopie vergangener Zeiten, sondern frisch, spielfreudig und ausgesprochen authentisch. Im Mittelpunkt steht die charismatische Sängerin und Rhythmusgitarristin Lee-La Baum, deren kraftvolle, leicht raue Stimme zu den großen Stärken der Band zählt. Mit ihrer leidenschaftlichen Performance und ihrer ausdrucksstarken Bühnenpräsenz zieht sie die Aufmerksamkeit auf sich. Gesanglich lassen sich durchaus Parallelen zu Grace Slick oder Ann Wilson erkennen. Für die passenden Gitarrenriffs und melodischen Soli sorgt Tom Shemer, dessen bluesbetontes Spiel den Songs eine zusätzliche Portion Druck verleiht. Pierre-Yves „PY“ Letellier am Bass und Dave Traina am Schlagzeug bilden ein bestens aufeinander abgestimmtes Rhythmusgespann, das den Sound kraftvoll und zugleich angenehm ungekünstelt vorantreibt.

Auch die rund 45-minütige Setlist bietet einen abwechslungsreichen Querschnitt durch das musikalische Schaffen der Band. Nach dem psychedelischen Einstieg mit dem Jefferson-Airplane-Klassiker „White Rabbit“ geht es mit „Be Somebody“ und dem druckvollen „Love Outta Luck“ deutlich rockiger zur Sache. Gerade Letzterer, vom selbstbetitelten Album aus dem Jahr 2025, überzeugt mit einem markanten Gitarrenriff und einem eingängigen Refrain. Mit „The Willow“ schlagen die Kanadier anschließend ruhigere, atmosphärische Töne an und lassen ihre Vorliebe für den psychedelischen Rock der Siebzigerjahre erkennen. „This Is Who We Are Now“ und „All Night Long“ bringen dagegen wieder ordentlich Schwung in den Konzertsaal. Während „Lonely“ die gefühlvollere Seite der Band unterstreicht, setzt „Tomorrow“ einen passenden Schlusspunkt unter das kompakte Gastspiel.

Eine gewisse Herausforderung stellt die Location dar. Der vollständig bestuhlte Beethoven-Saal bietet zwar hervorragende Voraussetzungen für ein konzentriertes Konzerterlebnis, für den schweißtreibenden Retro-Rock von THE DAMN TRUTH wäre ein kleiner Club mit stehendem Publikum jedoch vermutlich die passendere Umgebung. Trotzdem gelingt es den vier Musikern, die zunächst vor allem auf EUROPE wartenden Zuschauer für sich zu gewinnen und mit ihrer unbekümmerten Spielfreude zu überzeugen. Besonders bemerkenswert ist dabei das Zusammenspiel der Band. Statt auf große Showeffekte oder übertriebene Selbstdarstellung setzen THE DAMN TRUTH auf musikalische Substanz, eingängige Songs und die natürliche Ausstrahlung ihrer Frontfrau. Dass die Kanadier ihren musikalischen Vorbildern aus den Sechziger- und Siebzigerjahren hörbar verbunden sind, lässt sich kaum überhören. Dennoch besitzen sie genügend Eigenständigkeit, um sich nicht im Schatten dieser Einflüsse zu verlieren.

Fazit: THE DAMN TRUTH erweisen sich in Stuttgart als ausgezeichnete Wahl für den Support-Slot von EUROPE. Mit einer starken Sängerin, versierten Musikern und einer gelungenen Mischung aus Blues, Psychedelic und geradlinigem Hardrock hinterlässt das Quartett einen bleibenden Eindruck. Die Spielzeit dürfte durchaus länger ausfallen. Wer die Kanadier an diesem Abend erstmals erlebt, findet bestimmt bald einen guten Grund, die Band bei nächster Gelegenheit auch auf einer eigenen Headliner-Tour zu besuchen.

Setlist – THE DAMN TRUTH, Stuttgart, Liederhalle, 16.10.2026

  1. White Rabbit (Jefferson-Airplane-Cover, Intro/Auftakt)
  2. Be Somebody
  3. Love Outta Luck
  4. The Willow
  5. This Is Who We Are Now
  6. All Night Long
  7. Lonely
  8. Tomorrow