Der COHENPEDIA – Blog auf www.leonardcohen.de # (seit 1 9 9 6 !!! ) # – Willkommen zu Christof Graf s COHENPEDIA – LEONARD COHEN – Blog ist seit 1.9.2014 online. Der COHENPEDIA-Blog ist anlässlich Leonard Cohens 80. Geburtstag am 21.9.2014 und seinem zu diesem Datum veröffentlichten Spätwerk "Popular Problems" entstanden. Der COHENPEDIA – Blog ist eine Subdomain zur seit 1996 bestehenden ersten deutschsprachigen Website (www.leonardcohen.de) über Leonard Cohen sowie der damit verlinkten WWW.COHENPEDIA.DE.
Anthem –> Song auf: –> „The Future, 1992; –> „More Best Of, 1997; –> „Live in London, 2009); à „Live in Dublin, 2014. Cohen bezeichnet „Anthem“ als „einen der besten Songs, die ich je geschrieben habe, vielleicht der beste“. Es war mit Sicherheit einer der Songs, die am schwierigsten zu verfassen waren. Er hatte damit 1982 unter dem Titel „Ring The Bells“ begonnen und hatte während der Aufnahmesessions für „Various Positons“ und „Iʼm Your Man“ Versionen eingespielt. „Aber beide Male war irgendwo eine Lüge versteckt … eine Enthüllung, die ich nicht machen wollte … eine Feierlichkeit, die ich noch nicht erreicht hatte“. Dieses Mal, 1992, „mit der Hilfe von Rebecca de Mornay“, schaffte er es, sagte er im Interview.
Der Song handelt vom Überleben – persönlich, spirituell und emotional gesehen – in einer nicht perfekten Welt. Kriege werden immer wieder gekämpft. Die Friedenstaube ist immer in Gefangenschaft. Die Summe der Einzelteile stimmt nicht mit dem Ganzen überein. Wieder einmal ist die Liebe der Schlüssel, aber sie kommt „wie ein Flüchtling“. Das Herzstück des Songs ist sein Refrain. „Läute die Glocken, die noch läuten können“, verkündet der Sänger und findet Musik unter den Trümmern. „Vergiss dein perfektes Angebot“, rät er, da in dieser nicht perfekten Welt keine Perfektion erreicht werden kann. Daraus resultiert die Beobachtung, „Es gibt einen Riss in allem“, bevor die wichtigste Zeile kommt, die alles auf den Punkt bringt: „So fällt das Licht ein“.
Manche Kommentatoren haben festgestellt, dass der Song Anlehnungen an kabbalistische Quellen enthält, besonders an solche vom Rabbi Isaac Luria aus dem 16. Jahrhundert. Es lohnt sich ebenso anzumerken, dass Cohen möglicherweise etwas bei den Ureinwohnern Amerikas entlehnt hat, deren Schamanen ihre Kraft durch ihre eingerissenen Schädel, durch die übernatürlichen Kräfte, die der „ganzschädligen“ Mehrheit enthalten wurden, eindringen konnten.
Co-arrangiert und theoretisch produziert von Rebecca de Mornay, mit einem Touch Bibel („Es gibt einen Riss in allem – und dort fällt das Licht ein“). Der „Mass Chor“ aus Los Angeles grenzt Cohens heiseren, gebrochenen Gesang ab. Es fällt schwer, sich nicht von der wunderbaren Atmosphäre dieser gewaltig klingenden Produktion verführen zu lassen.
Am 21.05.1993 gab es beim Züricher Konzert eine Variation im Text. Cohen sang: „The birds they sang, at the break of day / Start again, I seem to hear them say“ („Die Vögel, sie sangen bei Tagesanbruch / Beginne von neuem, scheine ich sie sagen hören“).
Quelle: ZEN & POESIE-Das Leonard Cohen-Lexikon, Band 1, 2008
Anthem
The birds they sang
at the break of day
Start again
I heard them say
Don’t dwell on what
has passed away
or what is yet to be.Ah the wars they will
be fought again
The holy dove
She will be caught again
bought and sold
and bought again
the dove is never free.
Ring the bells that still can ring
Forget your perfect offering
There is a crack in everything
That’s how the light gets in.
We asked for signs
the signs were sent:
the birth betrayed
the marriage spent
Yeah the widowhood
of every government —
signs for all to see.
I can’t run no more
with that lawless crowd
while the killers in high places
say their prayers out loud.
But they’ve summoned, they’ve summoned up
a thundercloud
and they’re going to hear from me.
Ring the bells that still can ring …
You can add up the parts
but you won’t have the sum
You can strike up the march,
there is no drum
Every heart, every heart
to love will come
but like a refugee.
Ring the bells that still can ring
Forget your perfect offering
There is a crack, a crack in everything
That’s how the light gets in.
Ring the bells that still can ring
Forget your perfect offering
There is a crack, a crack in everything
That’s how the light gets in.
That’s how the light gets in.
That’s how the light gets in.
Dance Me To The End Of Love à Song auf àVarious Positions, 1984; àCohen Live, 1994; àMore Best Of, 1997; àLive in London, 2009; àGreatest Hits, 2009, sowie auf der als 2011 nochmals unter dem à„Reclam All Time Best“ veröffentlicht; àLive In Dublin, 2014
Von der verbalen, gefälligen Qualität ihrer Dichtkunst („Zeig mir langsam, das, wovon ich nur die Grenzen kenne“) bis zu der privaten Sinnlichkeit ihrer Gefühle („Lass mich deine Schönheit sehen, wenn die Zeugen weg sind“), markiert diese zärtliche Hymne an die körperliche Liebe den Anfang einer neuen und reiferen Phase in Cohens Songwriting. In einem Up-tempo-Tanzrhythmus mit Jennifer Warnes Back-up-Stimme scheint der Song auf den ersten Blick sehr einfach strukturiert zu sein. Bei näherem Betrachten enthüllt er seine Vielschichtigkeit. Wenn er die Freude an der jungen Liebe ausstrahlt, und es einen patenten Sinn von Zufriedenheit gibt, den Cohen zuvor selten gezeigt hatte, handelt es sich bei diesem Song jedoch nicht um ein Stück glückselig-gefühlsduseliger Naivität. Cohen hat aus seiner Erfahrung gelernt, aber er lässt diese jedoch nicht unberücksichtigt. Das „Ende der Liebe“, zu dem er vorschlägt zu tanzen, macht deutlich, dass er nicht mehr die Illusionen eines jungen Mannes hat, dass die Liebe ewig dauern könnte. Aber das Wort „Ende“ beinhaltet nicht nur die Endgültigkeit, sondern auch – und hier sehen wir den erfahrenen Dichter bei der Arbeit – das Ziel. Genauso wenig hat er auch seinen alten Freund, die Existenzangst, vergessen. „Tanz mit mir durch die Panik, bis ich an einem sicheren Ort bin“, bittet er seine Geliebte und sucht somit „ein Schutzzelt“ in ihrer Umarmung. Einen Bruchteil der Bedeutung, die dieser Song im Gesamtwerk Cohens hat, lässt sich daran ermessen, dass er seit seiner Aufnahme sein üblicher Anfangssong eines jeden Konzertes geworden war. Er war außerdem für die Singleauskopplung des Albums ausgewählt worden. Zum ersten Mal produzierte Cohen ein Video, welches in Schwarzweiß in einem Krankenhaus aufgenommen wurde. à Issermann, Dominique führte Regie. hierbei die Regisseurin war, schließt den Kreis, der Cohens persönliche und berufliche Weiterentwicklung sich nahtlos miteinander verknüpfen lässt.
Die Version auf Cohen-Live aus dem Jahre 1993 ist einer von fünf Songs auf dem Album, die aus Cohens Konzert im OʼKeefe Centre in Toronto vom 17. Juni 1993 stammen. (Ein anderer stammt aus der folgenden Nacht am gleichen Ort.) „Dance Me To The End Of Love“ war der Eröffnungssong eines jeden Konzerts, sowohl 1988 als auch 1993, und hatte somit „Bird On The Wire“, dem zuvor diese Ehre zuteilgeworden war, abgelöst.
Es ist außerdem der erste von vier Songs aus „Various Positions“. Das Arrangement entspricht im Wesentlichen jenem auf dem Studioalbum, obwohl es ein bisschen mehr con brio aufgenommen wurde und der Song mit dem hochragenden Geigenwerk von Bob Furgo geschmückt wurde. Elektronische Keyboards und eine Drum-Machine führen in die 80er Jahre Cohens. Jennifer Warnes gurrender Backgroundgesang und ein la-la-la-Thema, teilweise Hasidische Klagen, teilweise die Art eines Eurovision Song-Contests bilden die Brücke in die Vergangenheit. Unzähmbares und charmantes Zeug – eine der schönsten Aufnahmen Cohens. Aber: Die Idee zu diesem Song kam Leonard, nachdem er von einem Orchester aus KZ-Häftlingen gelesen hatte, das auf Befehl der Nazis aufspielen musste, wenn ihre Mitgefangenen in die Gaskammern geführt wurden.
Texttransformation & Wortprojektionen / Dance Me To The Ende Of Love / Tanz mit mir bis ans Ende der Liebe
Tanz mich zu deiner Schönheit mit einer brennenden Geige
Tanz mich durch die Panik, bis ich mich sicher versammelt habe
Hebe mich wie einen Olivenzweig, und sei meine Taube auf dem Heimweg
Tanz mich bis ans Ende der Liebe
Oh, lass mich deine Schönheit sehen, wenn alle Zeugen fort sind
Lass mich spüren, wie du dich bewegst, so wie sie in Babylon
Zeig mir langsam das, von dem ich nur die Grenzen kenne
Tanz mich bis ans Ende der Liebe
Tanz mich zur Hochzeit nun, tanze mich weiter fort
Tanz mich ganz einfühlsam und tanze mich ganz lang
Beide sind wir unter unserer Liebe und beide sind wir darüber
Tanz mich bis ans Ende der Liebe
Tanz mich zu den Kindern hin, die bitten, geboren zu werden
Tanz mich durch die Vorhänge, die unsere Küsse sich verschleißen ließen
Baue ein Zelt des Schutzes nun, auch wenn jede Naht zerrissen ist
Tanz mich bis ans Ende der Liebe
Tanz mich zu deiner Schönheit mit einer brennenden Geige
Tanz mich durch die Panik, bis ich mich sicher versammelt habe
Berühre mich mit nackter Hand, oder berühre mich mit deinem Handschuh
Tanz mich bis ans Ende der Liebe
Quelle: ZEN & POESIE – Das Leonard Cohen – Lexikon, 2008
Dance Me to the End of Love
Dance me to your beauty with a burning violin
Dance me through the panic ‚til I’m gathered safely in
Lift me like an olive branch and be my homeward dove
Dance me to the end of love
Dance me to the end of loveOh let me see your beauty when the witnesses are gone
Let me feel you moving like they do in Babylon
Show me slowly what I only know the limits of
Dance me to the end of love
Dance me to the end of love
Dance me to the wedding now, dance me on and on
Dance me very tenderly and dance me very long
We’re both of us beneath our love, we’re both of us above
Dance me to the end of love
Dance me to the end of love
Dance me to the children who are asking to be born
Dance me through the curtains that our kisses have outworn
Raise a tent of shelter now, though every thread is torn
Dance me to the end of love
Dance me to your beauty with a burning violin
Dance me through the panic till I’m gathered safely in
Touch me with your naked hand or touch me with your glove
Dance me to the end of love
Dance me to the end of love
Dance me to the end of love
Acht Soloalben hat Madeleine Peyroux in den letzten 22 Jahren veröffentlicht und sich damit einen Namen in der Musikwelt gemacht. Vor allem die Stücke anderer Künstler haben es der Sängerin angetan, denen sie auf vielen ihrer Alben ein neues persönliches Gewand verleiht. Leonard Cohencoverte sie schon oft auf ihren früheren Alben. Jetzt tut sie es erneut mit dem itel: „Anthem“ und nennt zu Ehren Ledonard Cohens ihr neues Akbum auch gleich komplett nach Leonard Cohens Song, der uesprnglich aus dem Album „Tge Future“ (1992) stammt.
2018 zeigt Peyroux nun aber wieder einmal, dass sie auch als Songwriterin einiges zu bieten hat – auf ihrem neuen Album »Anthem«.
Quelle: www.madeleynepeyroux.com
Madeleine Peyroux zeigt 2018 erneut ihr großes Talent als Songschreiberin. Nachdem sich die US-amerikanische Chanson-Jazz-Sängerin auf ihrem letzten Album den Klassikern berühmter Kollegen widmete, meldet sie sich 2018 mit eigenem Material zurück aus dem Studio. »Anthem« heißt ihr neues, mittlerweile siebtes Album.
Neben elf eigenen Stücken stammt nur der Titelsong im Original von Leonard Cohen.
Unterstützung für die Arbeit am neuen Album holte sich Madeleine Peyroux bei ihrem langjährigen Produzenten Larry Klein, außerdem bei ein paar ausgewählten Songwriterkollegen: Patrick Warren, Brian MacLeod und David Baerwald.
Was Jazzfans von »Anthem« erwarten dürfen, verriet die Sängerin bereits vorab mit der Single »On My Own«.
Und die verspricht großartige Geschichten und entspannten Sound.
„Thanks to LEONARD COHENfor the songs that resonate through the ages. … Thanks to the songwriters, the collaborators that brought these songs into the world…“, sagt Madeleine Peyroux im booklet.
Matters of Vital Interest: A Forty-Year Friendship with Leonard Cohen(Englisch)Gebundenes Buch– 16. Oktober 2018
von Eric Lerner (Autor)
A memoir of the author’s decades-long friendship and spiritual journey with the late singer, songwriter, novelist, and poet Leonard Cohen
Leonard Cohen passed away in late 2016, leaving behind many who cared for and admired him, but perhaps few knew him better than longtime friend Eric Lerner. Lerner, a screenwriter and novelist, first met Cohen at a Zen retreat forty years earlier. Their friendship helped guide each other through life’s myriad obstacles, a journey told from a new perspective for the first time.
Funny, revealing, self-aware, and deeply moving, Matters of Vital Interest is an insightful memoir about Lerner’s relationship with his friend, whose idiosyncratic style and dignified life was deeply informed by his spiritual practices. Lerner invites readers to step into the room with them and listen in on a lifetime’s ongoing dialogue, considerations of matters of vital interest, spiritual, mundane, and profane. In telling their story, Lerner depicts Leonard Cohen as a captivating persona, the likes of which we may never see again.
Pressestimmen
„Matters of Vital Interest is a portrait of a decades-long friendship, and the vision of Leonard Cohen that emerges from it is much like the persona he invents in his songs–seductive, knowing, hyper-articulate, not always likable but always fascinating. More than a foil, Lerner is the singer’s partner in crime, spiritual questing, and, until Leonard Cohen’s death, sheer survival. They are brothers, and this is their story, told from the heart.“–Anthony DeCurtis, author of Lou Reed: A Life
„A remarkably intimate and insightful portrait of one of the world’s greatest songwriters–but more than that, a genuine and moving chronicle of friendship, spiritual aspiration, aging, and love.“–Alan Light, author of The Holy or the Broken: Leonard Cohen, Jeff Buckley, and the Unlikely Ascent of „Hallelujah“
„An affectionate, closely observed memoir…. A sensitive portrait of a sly, charming, complicated man.“―Kirkus Reviews
„Lerner’s tender, moving memoir reveals Cohen as a devoted friend and father, a side of him not often seen in public.“―Publishers Weekly
„[Matters of Vital Interest] is wonderful…There is a lot of beauty in this book, the beauty that exists between two old friends who love and understand one another.“―New York Journal of Books
„An entertaining memoir…[and] a poignant account of a friendship and the last days of a remarkable life.“―Booklist
Werbetext
A memoir of the author’s decades-long friendship and spiritual bromance with late singer, songwriter, novelist, and poet Leonard Cohen