KW-29-2015: Leonard Cohen und … Open Airs – Teil 11a. – Die Open Air-Festivalsaison 2015 von Christof Graf – Das STIMMEN – Festival in Lörrach 2015. Leonard Cohen ist natürlich in diesem Jahr nicht dabei, dafür aber Bob Dylan, Patti Smith u.a. – Dafür trat Cohen 2008 beim Stimmen-Festival in Lörrach auf. Legendär damals sein spontanes nachmittägliches Soundcheck-Marktplatz-Konzert.

S T I M M E N –  F E S T I V A L  2015

Bob Dylan zum zweiten Mal in Lörrach

von Christof Graf

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Seit 1994 gibt es in Lörrach das STIMMEN-Festival. Mittlerweile ist es zum größten Musikereignis am Oberrhein geworden: Das STIMMEN-Festival etablierte sich zum Stelldichein zahlreicher internationaler Stars wie Lenny Kravitz, Leonard Cohen, Bob Dylan, P!nk, Mark Knopfler oder Jamie Cullum – mit Solisten und Chören, magischen Momenten und musikalischen Erlebnissen für Jung und Alt.

 

2015 findet STIMMEN vom  2. bis 26. Juli nun zum 22. Mal zeit- und stilübergreifend herausragende Künstler und Ensembles der Gesangs- und Chormusik. Ob Top-Stars der Rock- und Pop-Musik, der Klassik und des Jazzgesang, renommierte Ensembles aus der Region und der ganzen Welt – STIMMEN ist eine einzigartige Hommage an die Kraft und die Schönheit der menschlichen Stimme. Nächste erlebt das Festival mit den berühmten Marktplatzkonzerten und allen voran mit dem Auftritt Bob Dylans seine Höhepunkte. Auch Leonard Cohen trat schon bei den STIMMEN auf: 2008. Damals gab er gleich zwei Konzerte. Mittags ein spontanes beim 8 Songs währenden Soundcheck und schließlich am Abend.

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Leonard Cohen 2008 in Lörrach bei seinem „Nachmittagskonzert“ .Foto: Christof Graf

„Das unverwechselbare Profil entsteht durch hohe künstlerische Qualität der Konzerte, innovative Projekte, Weltoffenheit und die regionale Verankerung im Dreiland. Es steht für Lebensfreude und Lebensqualität. Dies alles sorgt für eine hohe Publikumsakzeptanz und eine starke Medienpräsenz“, so die Veranstalter. „Mit mehr als 30 Festivalkonzerten, die jährlich bis zu 34.000 Besucher aus dem gesamten Oberrheingebiet, der Schweiz und Frankreich anlocken, ist STIMMEN eines der größten Kultur-Festivals der Nordwestschweiz und auch in Baden-Württemberg an stimmlicher Vielfältigkeit kaum zu überbieten. 33% der Besucher kommen aus der Schweiz, ca. 3% aus Frankreich und ca. 64% aus der Region des Oberrheins.

Das Programm 2015

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Die Pressemitteilung 2015

2015 findet STIMMEN zum 22. Mal statt. Der fünffache Grammy-Gewinner und internationale Superstar Lionel Richie wird am 15. Juli die Marktplatzkonzerte in diesem Jahr eröffnen. Zwischen dem 15. und 19. Juli werden darüber hinaus Bob Dylan, Melissa Etheridge, Sophie Hunger und schließlich Status Quo die STIMMEN-Fans auf dem Lörracher Markplatz begeistern.

 Die Festivalwochen zwischen dem 2. und 26. Juli stehen ganz im Zeichen der musikalischen Entdeckungen. Eröffnet wird STIMMEN 2015 am 2. Juli mit dem Altmeister der „Música Popular Brasileira“, Ivan Lins und der SWR Big Band. Ivan Lins, der Mitte Juni seinen 70. Geburtstag feiert, hat schon mit Quincy Jones gearbeitet, seine Titel wurden von Jazzgrößen wie Ella Fitzgerald oder Sarah Vaughan interpretiert. Für den brasilianischen Star gehört die aktuelle CD „Cornucopía“ zum Besten, was er je gemacht hat. Die SWR Big Band legt mit diesem Album den Nachfolger ihrer ersten Brasil-Kooperation „bossarenova“ vor. Eine Mélange aus Deutschland und Brasilien, aus Rio de Janeiro und Stuttgart, dem Sitz der SWR Big Band.

 Den Sängern des norwegischen Ensembles Nordic Voices bereitet es größtes Vergnügen, mit ihren Stimmen zu experimentieren, deren Grenzen auszuloten und sie zu überschreiten. Am 3. Juli widmen sie sich in ihrem Programm „Hjem − Norwegische Geschichten über Heimat“ in der Stadtkirche Lörrach mit großer Begeisterung der Vokalmusik ihrer Heimat Norwegen.

 Ganz im Zeichen der grünen Insel – Irland − stehen die „Irish Vibes & Waves“ am 4. und 5. Juli im Römischen Theater Augusta Raurica. Fünf Bands der Extraklasse werden die beiden STIMMEN-Abende im wohl schönsten und besterhaltenen Römischen Theater nördlich der Alpen bestreiten. Künstlerischer Höhepunkt wird das finale Konzert an diesem Spielort mit der legendären Sinead O’Connor am 5. Juli sein. Den zweiten Abend eröffnen wird der 30-jährige irische Singer/Songwriter Mick Flannery, den niemand Geringeres als Tom Waits 2004 als Juror in Nashville zum Sieger des International Songwriting Competition erwählte. Der erste Abend der „Irish Vibes & Waves“ bietet gleich drei außerordentliche Bands auf: Den Auftakt gestaltet Cara Dillon. Die Sängerin aus dem nordirischen County Derry ist tief verwurzelt in der Tradition und durfte sich mit 14 bereits „All Ireland Champion“ nennen. Ihre transparente Stimme schafft einen mühelosen Crossover zwischen Tradition und Pop. Weiter geht es mit We Banjo 3. Von Dixieland über amerikanischen Bluegrass bis zu den Finessen des Irish Folk polieren die beiden Brüderpaare aus dem irischen Galway die gesamte Banjo-Literatur auf − mit verblüffender Vituosität und viel Humor. Die drei Schwestern der The Henry Girls, Karen, Lorna und Jolene McLaughlin stehen für einen der bezauberndsten und frischesten Ansätze des Irish Folk. Transatlantische Höhenflüge mit Akkordeon, Fiedel, Harfe und Gitarre, vor allem aber mit einem grandios ausgearbeiteten Satzgesang: In ihren elegant swingenden Stimmen scheinen irische Balladen, Bluegrass, und die Harmonien von Crosby, Stills, Nash & Young in neuem Licht.

„Klassische Weltmusik“ für Sopran und Gitarre bestimmen den STIMMEN-Abend mit der Sopranistin Gabriela Bürgler und der Gitarristin Maria Efstathiou am 7. Juli in der Kirche auf der Tüllinger Höhe in Lörrach. Das Lieder-Recital umfasst Kompositionen von u.a. Castelnuovo-Tedesco, Sor, Garcia-Lorca, Theodorakis, Villa-Lobos, Schubert und Mendelssohn: Lieder von und über Reisende, Eselstreiber, Frauen und Gitarrensaiten, Farnen, Zigeunern und Nachttänzen.

 Wie schon 2014 finden die STIMMEN-Konzerte am 8. und 9. Juli in der Reithalle Wenkenhof im Riehener Wenkenpark statt. Die Wahl des Spielorts in der Reithalle hat sich bewährt und wurde vom Publikum positiv aufgenommen. Am 8. Juli trifft die belgische Band Afenginn auf den contrapunkt chor & friends aus Basel. Klassische Chortradition und zeitgenössische Folkmusik treffen in diesem Konzert in innovativster Weise aufeinander. Beim „Choirnevale“ der dänischen Band Afenginn und drei Basler Chören werden Traditionen und Nationalitäten neu gemischt. Die Vision des Projekts ist es, den künstlerischen Austausch zwischen den Künstlern zu schaffen und die Zuhörer diesen Austausch in Konzerten live erleben zu lassen. Mittels der Zusammenarbeit von Afenginn feat. contrapunkt chor & friends entsteht eine noch nie dagewesene Konzertsuite, die mittels Lichtdesign und Projektionen noch ergänzt wird. Der zweite Abend im Riehener Wenkenhof bringt zwei ganz unterschiedliche Kulturen unter dem Titel „Conversation(s)“ musikalisch zusammen. Auf der einen Seite die bestechende und samtene Stimme der Libanesin Fadia Tomb El-Hage, auf der anderen die prägnanten männlichen Stimmen des korsischen Vokalensembles A Filetta. Dieses Konzert bietet A-cappella in seiner ganzen Schönheit und Klarheit. Dieses Konzert ist ein künstlerischer Beleg dafür, wie nah sich die musikalischen Traditionen Korsikas und des Mittleren Ostens seit Jahrhunderten stehen.

 STIMMEN freut sich, mit dem Théâtre La Coupole im benachbarten französischen Saint-Louis wieder einen Partner aus Frankreich für das Festival gewonnen zu haben. Am 10. Juli wird die britische Sängerin Julia Biel mit ihrer Band im Théâtre La Coupole auftreten. Die Tochter einer Südafrikanerin und eines Deutschen blättert mit einer ironischen, bissigen, schmerzlichen Stimme in einem melancholischen, tief reflektierten Tagebuch aus Folk, Soul und Jazz. Ihr Timbre schmeichelt sich wie ein sanfter Pfeil ins Ohr des Zuhörers. Support von Julia Biel ist die junge norwegische Songwriterin Thea Hjelmeland – 2014 musste die Künstlerin leider ihr STIMMEN-Konzert kurzfristig absagen −, die in ihren Liedern Alternative Folk, Pop, zarte Countryanleihen und ganz überraschende Kraftausbrüche sowie Texte, die von spannenden Lebenserfahrungen zwischen Førde, Kuba und Paris künden, vereint.

 Zwischen dem 11. und 14. Juli finden im Burghof Lörrach drei hochkarätige Konzerte statt. Zuvorderst steht hier das Konzert am 12. Juli mit der „Godmother of Punk“, der großen Patti Smith. Unter dem Tourtitel „Patti Smith and her band perform Horses“ gibt die vielseitig begabte Künstlerin zum 40. Jubiläum ihres Durchbruch-Albums „Horses“ im Burghof ein exklusives Konzert. „Horses“ gilt als das herausragende Album der US-amerikanischen Musikerin, Malerin und Fotografin und liefert mit Songs wie „Redondo Beach“ und „Free Money“ einige der größten Hits der in Chicago geborenen Rocksängerin. Fällt das noch unter die Bezeichnung A Cappella? Ja und nein: Die Slixs (ehemals Stouxingers) musizieren am 11. Juli im Burghof zwar gänzlich ohne Instrumente, haben aber mit den weit verbreiteten Klischees der Gattung nichts zu tun. Mit ihrer kraftvollen Mischung aus Jazz, Pop und Funk, Klassik und Weltmusik – die sie selbst als Vokal Bastard bezeichnen – begeistern die sechs Stimmwunder bei zahlreichen Auftritten und bekannten Festivals in ganz Europa und halb Asien. Das Burghof-Foyer ist am 14. Juli der Ort eines Konzerts mit dem australischen Songpoeten Scott Matthew. Seine Stimme ist einzigartig, warm und berührend. Wo er auftaucht, verstummt die Menge. Wer seiner Stimme lauscht, der lauscht in sich selbst hinein. Er macht Leid zu Lied. Er entkleidet sein Inneres. Er lässt die Hörer teilhaben, teilnehmen, Teil werden. Er berührt. Scott Matthew hat sich mit seinen bisherigen vier Solo-Alben höchsten Respekt unter Kritikern und Fans gleichermaßen erarbeitet.

 Zwischen dem 21. und 26. Juli steht der Lörracher Rosenfelspark ganz im Zeichen von STIMMEN 2015. Wie harmonisch die Musikkulturen des Maghreb und Portugals zusammen sein können, beweisen beim Rosenfelsauftakt am 21. Juli die tunesische Pop-Ikone und Stimme der Jasminrevolution Emel Mathlouthi sowie die ursprünglich aus Angola stammende junge Portugiesin Aline Frazão: In verträumten und dennoch tanzbaren Liedern voll akustischer Eleganz und jazzigem Habitus lässt die junge Singer/Songwriterin Rhythmen, Melodien und Texte Afrikas einfließen. Wie eine geheimnisvolle Essenz widmet sich dabei ihr unangestrengtes Alt-Timbre um die Arrangements.

 Mit der Britin Nadine Shah und dem US-Amerikaner William Fitzsimmons stehen am 22. Juli zwei außergewöhnliche Musiker und Poeten auf der Bühne des Rosenfelsparks. Die Britin Nadine Shah mit norwegischen und pakistanischen Wurzeln gehört zu den Shooting Stars der UK-Szene, seit sie im Vorprogramm von Depeche Mode für eine Offenbarung sorgte. Mit betörend dunkler und suggestiver Vokalkraft steht sie in der Erblinie der düsteren Melancholie und des heiligen Zorns im Rock, der von Marianne Faithful über PJ Harvey bis hin zu Anna Calvi führt. William Fitzsimmons verfügt über die empfindsamste Stimme der neuen amerikanischen Songwriterbewegung. Der 36-jährige Sohn blinder Eltern berührt mit seinem wispernden Timbre und seinen introspektiven Texten.

 Der STIMMEN-Abend am 23. Juli bringt den Esprit und die Kreativität der jamaikanischen Musikszene in den Rosenfelspark. Das erste Konzert des Abends bestreitet Winston McAnuff & Fixi: Predigerlegende aus Jamaika trifft Akkordeon-Zauberer aus Paris. Winston McAnuff, der halbmythische Preacher wurde als seelenvoller Sänger aus einer Familie von Gospelmusikern bekannt. Der Mann mit der feurigen Gießkannenstimme kreiert einen spannenden Sound zwischen Reggae, Rock, HipHop und Funk. Kongenial kreiert Fixi, der Akkordeonist der turbulenten Musette-Rapper Java, Musette- und kreolische Maloya-Rhythmen, liefert sich mit seinem Partner an Piano und Melodica zündende Dialoge. Im zweiten Teil des Konzertabends betritt einer der ganz großen Legenden des Reggae die Bühne im Rosenfelspark: Clinton Fearon. Er hat den Sound der Reggae-Giganten The Gladiators zwei Jahrzehnte lang maßgeblich geprägt. Clinton Fearon berührt durch seine warmherzige, espritgeladene Stimme, seine ausgefeilten Basslinien und sein Vermögen, auch rein akustisch, als bezwingender Songwriter die Tugenden des Reggae ausschließlich aus seiner Gitarre zu meißeln. Ein Kritiker des Beat Magazines verglich ihn dafür sogar mit Picasso.

 Am 24. Juli werden zwei Bands aus Frankreich und Großbritannien den Rosenfelspark zum Tanzen bringen. Den Anfang macht das französische Kollektiv aus den Pyrenäen Boulevard des Airs, die einen Hexenkessel aus Rock, Reggae, Ska, Latino-Rhythmen und Balkan-Sounds am Brodeln halten, der zugleich auch noch dreisprachig befeuert wird, in Französisch, Spanisch und Englisch. Als ihre großen Vorbilder zitiert die neunköpfige Combo die Red Hot Chili Peppers und die Landsmänner von der Band Tryo. Von den „Swinging Sixties“ in London reden alle, doch wer kennt die „Shvitzing Fifties“? Mit dem Septett Yiddish Twist Orchestra tauchen wir mitten hinein in eine turbulente Zeit an der Themse: Zwischen Bigband und Rock’n’Roll brachten Surfsound, Calypso aus der Karibik, Mambo, jiddische Songs und Beat die britische Hautpstadt zum Kochen. Das Yiddish Twist Orchestra, kurz YTO, lässt diese Ära nicht nur auferstehen, es legt mit dem weltgewandten Groove des 21. Jahrhunderts auch noch eine freche Schippe drauf.

 Pop meets Soul, so kann der Konzertabend mit Malky und Sandra Nkaké am 25. Juli umschrieben werden. Spätestens seit den Konzerten von Clueso und Alin Coen wissen STIMMEN-Besucher, dass der Osten unseres Landes ein exzellenter Standort für gefühlvollen und cleveren Pop ist. Bei Sänger Daniel Stoyanov und Keyboarder Michael Vajna ist das nicht anders. Die beiden Jungs mit Wurzeln in Bulgarien und Ungarn nennen sich Malky (bulgarisch für „kleiner Junge“) und produzieren von Leipzig aus Songs mit emotionaler Tiefe und seelenvoller Melancholie. An der Kreuzung von Afro und Soul finden sich derzeit wenige Stimmen, die ihr Charisma besitzen. Die Französin Sandra Nkaké mit kamerunischen Wurzeln gibt sich dabei als wahres Vokalchamäleon: Mal klingt sie mit ihrem dunklen Alt frech und rauchig, mal zart, berührend, nachdenklich. Ihre beiden Alben zeugen von exzellentem, empfindsamen Songwriting, das sich von verträumten Chansontönen bis hin zum Neosoul-Vokabular aufspannt.

 Am Sonntag, 26. Juli wird die US-Band The Hooters beim STIMMEN-Finale 2015 im Lörracher Rosenfelspark auftreten. Die legendäre Band feiert im Rahmen ihrer „35 Live 2015 Tour“ ihr 35-jähriges Bühnenjubiläum und wird erstmals bei STIMMEN zu erleben sein. „Johnny B”, „All You Zombies”, „500 Miles”, „Day by Day“, „And We Danced”, „Karla With a K” und „Satellite”… die Liste der Hits ist enorm. Rob Hyman und Eric Bazilian sind nun mit den Hooters seit 35 Jahren in nahezu unveränderter Besetzung unterwegs und noch immer brennt das Feuer des Rock´n´Roll in ihnen. Ihre Energie und Authentizität sind absolut überzeugend und nicht umsonst sind sie eine der am meisten gebuchten Bands in Deutschland. Ihr Ruf als Live-Act ist inzwischen legendär. Als Support für The Hooters konnte STIMMEN den Schweizer Baum mit seiner Band gewinnen, der schon 2013 bei STIMMEN begeisterte und seitdem weltweit erfolgreich auf Tour ist.

Frühere Festivals 2014

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Frühere Festivals 2013

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Einer der Headliner 2013 war Ex-Dire Straits Mark Knopfler

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Leonard Cohen 2008 abends beim Stimmen-Festival. Foto: Christof Graf

2015 mit dabei auch Patti Smith, die anlässlich des 40. Anniversarys vom „Horses Album“ in Lörrach auftritt und folgendes über ihre 2015er Auftritte sagt:

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Original-Pressetext, autorisiert von Patti Smith

Horses – Do you know how to Pony?

In the fall of 1975, Patti Smith gathered her band in Electric Lady Studios in New York City to record her debut album, Horses. Released on November 10 of that year by Arista Records, it has come to be regarded as a seminal and landmark recording that continues to have resonance and relevance for succeeding generations of musicians and artists.

Now, forty years later, Smith will honor the longevity and lasting influence of the album with a series of special shows centered around the album.

“It will be a true, proud celebration,” Patti says of her intent to perform Horses in its entirety. She will be accompanied by two members of the original group, Lenny Kaye and Jay Dee Daugherty, along with bassist / keyboardist Tony Shanahan, who has been a part of Her Band for twenty years. Eight shows are scheduled in Germany, and special Horses concerts have been set for England, Italy, and France, as well as a hometown anniversary show at the Beacon Theater in New York City on November 10 and 11.

Horses was conceived to be, in her description, “three chord rock merged with the power of the word.” A performance poet and visual artist, Patti had begun improvising her unique blend of song and hallucinatory imagery two years before, appearing on cabaret stages and small clubs with the support of guitarist Kaye and pianist Richard Sohl. She honed her songs in this live setting, allowing them to expand at will, garnering an ever-growing audience within the Manhattan underground. By the time she launched a seven week residency at the then barely-known Bowery club, CBGB, in winter of 1975, her band had expanded to include guitarist Ivan Kral and drummer Jay Dee Daugherty. It was during this time that she was seen and signed by Arista president Clive Davis. John Cale was chosen by the band to produce the album, and it was released on November 10, the death date of one of Patti’s most important influences, the poet Arthur Rimbaud.

 Opening with an anthemic declaration of personal responsibility – “Jesus died for somebody’s sins but not mine” – folded within Van Morrison’s classic “Gloria,” Horses presented a return to rock’s primal instincts, seeking to awaken the spirit and promise of the music at a time when it seemed as if this sensibility was at risk of being forgotten. The album’s artistic reach took shape in the free-form flights of “Birdland” and “Land,” where the expansive soundscapes of free jazz and propulsive rhythms and incantatory lyrics intermingled to provide a sonic landscape where anything might happen. More structured songs, like “Redondo Beach,” “Free Money,” “Kimberly,” and “Break It Up” presented a worldview both idealistic and romantic. With the album’s final cut, “Elegie,” rock’s past and future were entwined within the “sea of possibilities” that became the present. The music was infused with poetry, in an uncompromising artistic exploration that helped lay the groundwork for what would become known as the upheaval of “punk,” though Smith and her band always attempted to avoid categorization: “beyond race gender baptism mathematics politricks,” as Patti wrote in the liner notes, adding “…as for me I am truly totally ready to go.”

Robert Mapplethorpe’s iconic front cover photograph of Patti with her jacket slung over her shoulder perfectly captured this moment of becoming, and indeed, Horses was the beginning of a long musical career that resonates even greater today. The album has achieved many notable recognitions over the years, included on many all-time best album lists, and by the Library of Congress in the National Recording Registry. It has been followed by another nine albums of original material, books of poetry and a best-selling memoir, Just Kids; world tours and personal appearances, as well as induction into the Rock and Roll Hall of Fame.

KW-28-2015: Leonard Cohen und … Open Airs – Teil 10. – Die Open Air-Festivalsaison 2015 von Christof Graf – Die Rolling Stones hängen anlässlich der STICKY FINGER – Anniversary-Veröffentlichung an ihre 2014er OnFire-Tour die 2015er ZipCode- US-Tour, die am 15. Juli 2015 in Quebec/ Kanada endet.

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Zip Code Tour is an ongoing concert tour by English rock band The Rolling Stones. It began on 24 May 2015 in San Diego, California and will travel across North America before concluding on 15 July 2015 in Quebec City, Canada.[1] The tour was announced on 31 March 2015 with tickets going on sale to the general public two weeks later.[2] The name is a reference to the jeans-related artwork for Sticky Fingers, which received a special rerelease in 2015,[3] and had its entire tracklist played during the Zip Code Tour.

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KW-28-2015: Leonard Cohen und … Open Airs – Teil 9. – Die Open Air-Festivalsaison 2015 von Christof Graf – Die 50 Years – Anniversary – Tour von THE GRATEFUL DEAD. – Flower Power und Beatniks …

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Am 9. Juli 1995 gaben The Grateful Dead ihr letztes Konzert in Chicagos Soldier-Field-Stadion. Einen Monat später starb Bandgründer und Frontmann Jerry Garcia in einer Entziehungsklinik an Herzversagen. Im Januar 2015 verkündeten die verbliebenen Mitglieder, Bob Weir (67), Phil Lesh (74), Mickey Hart (71) und Bill Kreutzmann (68), dass sie zur Feier des 50. Bandjubiläums erstmals wieder gemeinsam als The Grateful Dead auftreten wollen. „Die Konzerte werden unter dem Titel “Fare Thee Well – Celebrating 50 Years of the Grateful Dead” am 3., 4. und 5. Juli diesen Jahres wieder im Soldier-Field-Stadion in Chicago stattfinden“, so der US-ROLLING STONES . Gegenüber dem BILLBOARD Magazine sagte Weir: “Dies werden die letzten Shows, die wir vier gemeinsam geben werden.”

Vor diesen drei denkwürdigen Daten wurden noch zwei Zusatzshows vorangestellt.

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KW-28-2015: Leonard Cohen … … Open Airs – Teil 8. – Open Airs in der Provinz oder der Beginn eines City-Festivals, das noch keines ist. Die Open Air-Festivalsaison 2015 von Christof Graf – Oder: Leonard Cohen und …. Ritchie Blackmore…die beiden haben nun wirklich nichts miteinander zu tun. Die einzige Verbindung besteht in Blackmore`s Liebe zum Singer/ Songwritertum, wenn er in Konzerten Songs von Bob Dylan oder Joan Baez interpretiert. Von letzterer spielte er beim Tourneeauftakt in der Zweibrücker Festhalle am knapp 40 grad Celisus heissen 5. juli 2015 „Diamonds & Rust“. Vielleicht gibt es ja irgendwann auch einmal ein Cover von Cohen, wenn auch nicht mehr in Zweibrücken …

I. Ritchie Blackmore – Live in Zweibrücken

– Das Gründungsmitglied von Deep Purple wird 70 Jahre alt und präsentiert neues Album in der Provinz –

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Foto: Christof Graf

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II. Die Vorberichterstattung zum Tournee-Auftakt 2015 am 5. Juli in Zweibrücken

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III. Die Interviews

„Ca. 3 Stunden dauern seine Konzerte“, sagte Blackmore im Vorfeld seines Zweibrücker Konzertes. „Manchmal würden es auch vier Stunden werden“. – es wurden dann nur knapp zwei.

„Manchmal spiele er „Some On the Water“ oder „Black Night“ im renaissance-Stil“, sagte er im Vorfeld. Es wurde dann „Soldier Of Furtune“.

IV. Das Konzert

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Foto: Christof Graf

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Foto: Christof Graf

V. Die Nachberichterstattung

Für die einen war es nur ein „Falleri, fallera“ (DIE RHEINPFALZ), für die anderen immerhin eine „Knallbunté Version des Mittelalters“ (PFÄLZISCHER MERKUR). Zumindest war es Blackmore so, wie er seit über 20 Jahren agiert. Schön, dass man es auch einmal in der Provinz erleben durfte.

VI. Die Setlst des Zweibrücker Konzertes

1.Do You Hear the People Sing? .

2.Cartouche .

3.All our yesterdays .

4.Darkness .

5.Dance of the Darkness .

6.Queen for a Day, Part II .

7.Under a Violet Moon .

8.Soldier of Fortune .

(Deep Purple cover)

9.Durch den Wald zum Bach Haus .

10.World of Stone .

11.Alann yn i fann .

12.Keyboard Solo .

13.Drum Solo .

14.The Moon Is Shining (Somewhere Over the Sea) .

15.Diamonds & Rust .

(Joan Baez cover)

16.Ghost of a Rose .

17.Wind in the Willows .

18.Toast to Tomorrow .

19.Home Again .

VII: Das Plakat

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KW-27-2015: Leonard Cohen und … Open Airs – Teil 7. – Die Open Air-Festivalsaison 2015 von Christof Graf – Das . Glastonbury-Festival 2015. Leonard Cohen war natürlich in diesem Jahr nicht dabei. Aber der europäische Ableger von Woodstock, der zumeist im selben Atemzug mit Roskilde genannt wird, wenn es um europäische Woodstocks geht, findet zudem auch oft zeitgleich statt ( Ende Juni/ Anfang Juli) und darf bei der hiesigen Betrachtung zeitgenössischer Festival-Legenden in der Tradition Cohens nicht fehlen. Dieses Jahr fand Glastonbury am vergangenen Wochenende vom 24.-28. Juni 2015 statt. Cohen war 1 x dabei: 2008

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Flashback 2008, Glastonbury – Sommertraum in England – oder Veni, Vidi, Vici – Der Alt-Meister beim Über-Festival – oder- Ein Hallelujah aus dem Open Air – Mekka – odereinfach nur Leonard Cohen vor 80.000 Fans beim Hippiefestival im englischen Glastonbury à Hätte ,,Woodstock“ in Europa stattgefunden, läge ,,Woodstock“ direkt in Glastonbury. Doch die britische Variante in Glastonbury ist längst schon ebenso Legende wie das amerikanische Vorbild der Festivals aller Festivals. Im Jahre 38! nach der ersten Auflage dieses einzigartigen Events der Populären Musik 1970 gab es im Jahr 2008 zunächst nur drei Fragezeichen: Wird es wie in den Vorjahren wieder eine einzige Schlammschlacht werden? Wird Amy Winehouse wirklich auftreten? Und wird Leonard Cohen, der Altmeister des Folk Rock, der 15 Jahre nicht mehr live auftrat vor einem derart grossen wie für den kanadischen Singer/ Songwriter höchst ungewöhnlichen Outdoor-Ereignis vor 80.000 Zuschauern überhaupt bestehen können?

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Die Fragen wurden ebenso ungewöhnlich schnell wie überraschend beantwortet: Nie war das Glastonbury-Festival sonnengetränkter als an diesem wahrhaft sonntäglichen Sonnentag. Selten zuvor gab am Samstagabend zuvor Amy Winehouse ein derart gut und konzentriertes Konzert und ,,Ja“, er wusste sogar mehr, als nur zu bestehen. Er überzeugte, er kokettierte, er scherzte, er gefiel, er entzückte, er begeisterte:

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kurzum, Leonard Cohen kam nach Glastonbury, sah, sang und siegte. Und das Ganze mit fast 74 Jahren. Ein Alter, das bei Glastonbury-Veranstalter Michael Eavis kein allzu bedeutsames für eine Rocklegende zu sein schien. Eavis geriet nämlich ein wenig in Kritik, als er in der britischen Boulevardzeitung THE SUN verlauten liess, Pink Floyd-Gitarren-Legende David Gilmour hatte sich angetragen, auf dem Glastonbury Festival zu spielen, Eavis aber mit den Worten dankend ablehnte: ,,Sorry, ein David Gilmour ist für das immer jünger werdende Publikum zu alt. Und dabei ist Gilmour zu Zeiten seines Angebotes gerade mal 64 Jahre alt. Aber Glastonbury hat viele Geschichten dieser und anderer Art.

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Schliesslich ist Glastonbury nicht nur das Festival mit der pyramidenhaften Bühne. Heute zumindest. Früher, zu Beginn der 60er Jahre war die „Glastonbury Faire“ im englischen Summerset (Wales) Durchgangsstation von auf dem Weg nach Stonehenge befindlichen Druiden (ist wahr!). Zum Open Air-Gelände – unter dem Motto „The Famous Glastonbury Fayre“ – wurde es jedoch erst im Jahre 1970. Damals hatten Michael Eavis und seine Frau nach einem Besuch beim nahegelegenen „Bath Blues Festival“ in Nord-Wales die Idee, auf ihrer Worthy-Farm eine walisische Variante eines „Be-Ins“ von Hippies auf die Beine zu stellen. Das damals vom MELODY MAKER als „Mini-Festival“ apostrophierte Open Air startete 1970 mit einem Auftritt Marc Bolans. Ein Jahr später headlinte David Bowie das meist von Hippies und Freaks sämtlicher Couleur besuchte Festival. Es folgten weitere Free-Festivals. Doch in den Folgejahren bekam Eavis Geldschwierigkeiten und musste sich schweren Herzens vom Image des Hippie-Festivals trennen und nach kommerzorientierten Sponsoren suchen. Die Diskrepanz von Kommerz und Anti-Kommerz gipfelte 1985 nicht nur in einem Disput über Ursprung und Folge, sondern auch in konkurrierenden Jugendstilgruppen, die sich nicht mehr unter dem Deckmantel der Pop Musik vereinen liessen. Interessenkonflikte arteten 1990 gar zu einem Molotovkrieg im Publikum aus, worauf Eavis 1991 beschloss, „Glastonbury“ nicht mehr zu veranstalten. Doch von 1992 bis 1994 ist „Glastonbury“ im Zuge der Renaissance der 70er Jahre wieder zu einem ganz besonderen Anziehungspunkt in der Open Air-Landschaft geworden. „Glastonbury“, wo 1993 Robert Plant und Lenny Kravitz und 1994 Van Morrison, Peter Gabriel, Nick Cave und Elvis Costello spielten, wurde erneut zum Wallfahrtsort der letzten Alt- und nunmehr zu neu gewordenen Jung-Hippies geworden. Ein ca. 70-minütiger MTV-Film aus dem Jahr 1994 versuchte Mystik und Mythos dieses walisischen Traditions-Open Airs, das seither niemals nur für eine Musikstilrichtung (wie z.B. die Donnington-Festivals für Hard- und Heavy Rock) stand, sondern stets Toleranz für sämtliche parallel existierende Musikstile pflegte, künstlerisch festzuhalten. Wie gesagt, die einstige ,,Glastonbury Fayre“ (1970 und 1971) kann viele Geschichten erzählen, bis sie zum ,,Glastonbury Festival“ wurde. Die Mysthik von ,,Glastonbury“, welches in der Nähe der legendären Stonehenge-Steinen liegt, überträgt sich noch heute auf das Festival, das seit 1981 jährlich stattfindet, dennoch aber in den Jahren 1988, 1991, 1996, 2001 und 2006 pausierte. Die Gründe waren verschiedene. Anfangs waren es schlichtweg finanzielle Engpässe, später waren es zuweilen auch organisatorische wie z.B. 2001, als sich kein geeigneter ,,Headliner“ fand, oder z.B. 2006, als es dem einstigen Farmer Michael Eavis einfach zu viel Arbeit war.

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Anfang der 90er Jahre wurde ,,Glastonbury“ zunehmend für seine Überfüllung und der Angst in den Massen erdrückt zu werden berüchtigt. Zudem nahm die Kriminalität zu. Diebstähle, Überfälle und Drogenkonsum waren geradezu an der Tagesordnung während des Drei-Tage-Festivals, zu welchem Tausende bereits eine Woche zuvor anreisen. Was ebenso Unmut hervorruf war die Tatsache, dass sich bis zu Zehntausenden die Leute durch schlichtes Ignorieren von Umzäunungen unerlaubten und damit unbezahlten Eintritt verschafften.

Ganz andere Probleme beschert regelmässig Mutter Natur den Glastonbury-Maniacs, die nicht selten bei den oft eintretenden Regenfällen zu den berühmt-berüchtigten ,,Mud-„Schlamm“-People“ wurden. Doch 2008 meinte es auch Mutter Natur mit dem ,,Godfather of Rock-Poetry“ und seinen in Glastonbury besonders jugendlich anmutenden Pilgern. Kilometerlange Fussmärsche, durch die Ortschaften und über die Zufahrtswege zum südenglischen Mekka zeitgenössischer Popmusik lassen sich ohne britischen Regen besser ertragen. Und auch der nicht minder lange Weg über die Festivalwiesen, bis zu dem Punkt, von dem man dann endlich die pyramidenhafte Bühne erspäht , ist ohne den tiefen Morast vergangener Jahre erträglicher. War man nicht rechtzeitig am Ort des Geschehens, musste man sich beharrlich durchkämpfen, um schliesslich den Hohepriester der Rockpoesie von Näherem sehen zu können. Die zwei grossen Videoleinwände wiesen einem den Weg, wie einst den drei Weisen der Abendstern. Geriet man dann endlich in Sichtweite erkannte man den Mann, der über einem an der Bühne angebrachten grünen Banner mit weissem Greenpeace-Schriftzug zwischen jedem Song den Hut als Dankerweisung zog.

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Noch bei Tageslicht, nicht lange vor Sonnenuntergang schritt ,,Field Commander“ Cohen auf die Bühne. Seine Uniform ist der graue Nadelstreifenanzug mit grauem Hemd und Westernkrawattenspange. Und natürlich der Fedora. Nicht unbedingt die passende Garderobe für einen sommerlichen Open Air-Festival-Auftritt vor vorwiegend jugendlichem Publikum.

Während der Rest der Band etwas hemdsärmelig wirkt, ist Cohen zunächst noch etwas unsicher, als er in die 160.000 Augen vor ihm sah. Dann grinste er und zitierte die erste Strophe seines Alltime-Openers dieser Worldtournee: ,,Dance Me To Your Beauty With A Burning Violin/ Dance Me Through The Panic `til I`m Gathered Safely In/ Lift Me like An Olive Branch And Be My Homeward Dove/ Dance Me To The End Of Love“. Tosender Applaus schlägt Cohen entgegen. Niemand hätte das erwartet, weder beim darauf folgenden ,,The Future“ noch bei ,,Ain`t No Cure For Love“ und erst recht nicht bei dem für Open Air-Festivals schwer zu präsentierenden ,,Bird On A Wire“. Selbst Michael Eavis, der das Set am Bühnenrand miterlebte, war von Cohens Auftritt völlig hingerissen. Aber noch mehr von der Reaktion des Publikums, das den Altmeister feierte, als wäre er seit Ewigkeiten dessen Idol. ,,Er ist einfach ein Gentleman“, betonte Eavis nach dem Konzert. Cohen stahl allen die Show und machte sich am Sonntagabend zum wahren Höhepunkt des Festivals. ,,It`s a great honour to play for these angels born of the mud“, spricht er ehrfurchtsvoll zu seinen Jüngern, bevor er er wieder einmal in seinen Turm des Liedes (,,Tower Of Song“) aufsteigt. Hinter mir fragt ein junges blondes Mädchen: Is It God, who speaks now?“ – Ich kannte die blonde Engländerin nicht, aber ich glaube, wissend und lächelnd genickt zu haben. – Wir befanden uns plötzlich alle irgendwie an einem heiligen Ort. Auf dem Weg zur ,,Pyramide“ ringsum Gaukler und Händler, dazwischen zehntausende von Pilgern und auf der Spitze der Pyramide der Messias, der gerade bekundet: ,,I had forgotten this song until now, forgotten the line ,,I was born like this, I had no Choice/ I was Born with The Gift Of a Golden Voice“. Die Gemeinde tobt und stimmt in eine gewaltige Zustimmung ein. Cohen meinte zuvor noch: ,,You`re so kind“ und die blonde Engländerin schreit im Namen der 80.000 das aus, was sie alle denken: ,,We love you“. Und danach folgte das in späteren Konzerten der Tournee zum lustigsten Moment eines jeden Konzertabends werdenden Ende in Form eines ,,Dee Du Da Damm dam“….doch dazu wirklich später.

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Zuvor seien noch zweit markante Punkte von besonderer Intimität zu erwähnen, sofern man das im Bad der 80.000 überhaupt so sagen kann, und die so selten zu hören waren. Aber vielleicht lag es auch nur an dem im Gegensatz zu anderen Konzerten etwas verkürztem Set von etwa eineinhalb Stunden. Ein für wirklich nicht auf Mega-Festivals zu empfehlender romantischer Song wie ,,Suzanne“ stimmte die Masse auf den wohl mystischsten Moment der darauf folgen sollte ein.

Ja, irgendwie hatte die blonde Engländerin mit Ihrer Vermutung Recht. Es war ein Gott, der da sein ,,Hallelujah“ anstimmte. Und selbst die Sonne schien dabei in Blut zu versinken. Nirgendwo sonst, begleitete Cohen ein grösserer Chor als in Glastonbury. Nirgendwo sonst wurde mehr Gänsehaut produziert, nirgendwo sonst war Gott näher. Und dieser bestätigte es auch noch, als er also sprach: ,,I `ve Told The Truth, I Didn`t Come To Glastonbury To fool You.“

Glastonbury war für den Zeit des Auftritts von Leonard Cohen einfach nur ein Mekka, nicht irgendein ein Mekka, nicht das Mekka, sondern einfach nur ,,Mekka“. Die, die dort jemals hinpilgerten, wissen um dieses ,,Bild“. Und als dann auch noch das schnelle ,,First We Take Manhattan“ in das mittlerweile zum Nachtblau gewordene Licht unterm Himmel von Glastonbury ertönte, war es, als würde gar ein neuer Kreuzzug ausgerufen.

29. Juni 2008, Glastonbury, UK Glastonbury Festival: Dance M.T.T.E.O.L./ The Future/ Ain’t N.C.F.L./ Bird On The Wire/ Everybody Knows/ Who By Fire/ Hey, That´s No Way To Say Goodbye/ So Long, Marianne/ Tower O.S./ Suzanne/ Hallelujah/ Democracy/ I’m Your Man/ Closing Time/ Anthem/ F.W.T.M.

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Das Line Up 2015:

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KW-27-2015: Leonard Cohen und … Open Airs – Teil 6. – Die Open Air-Festivalsaison 2015 von Christof Graf – Das 49. Montreux-Jazz-Festival 2015 – vom 3. Juli bis 4. Juli -Leonard Cohen war 5 x dabei.

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Die Freddy mercury-Statue am Ufer des Genfer Sees mit Blick auf das Auditorium Stravinsky, das Herz- und Nierenstück des Montreux Jazz-Festivals. Die Bronze Statue wurde von Montserrat Caballe eingeweiht. Foto: Christof Graf

Es ist kein reines Open Air-Festival in erster Linie,, aber es ist das dienstälteste Festival dieser Art in Europa und eines der traditionsreichsten weltweit und ja, es finden auch open air-Aktivitäten statt. Knoten- und Angelpunkt aber ist das Auditorium Stravinsky, in dem Cohen zum letzten Mal 2013 aufgetreten ist. In Montreux trat Cohen erstmals 1976 auf. In diesem Jahr findet das Festival zum 49. Mal statt, heute wird es eröffnet.

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Das Auditorium Stravinsky, auch Leonard Cohens Auftrittsort in montreux 1976, 1985, 2008 und 2013. Foto: Christof Graf

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Leonard Cohen – Live in Montreux 2008 – Foto: Christof Graf

Leonard Cohen trat dort auch

– 25. Juni 1976, Montreux, Schweiz, Casino de Montreux (“10. Montreux Jazz & Blues Festival“)

– 9. Juli 1985, Montreux, Schweiz, Casino de Montreux, “19. Montreux Jazz & Blues-Festival”

– 08. Juli 2008, Montreux, Switzerland, Auditorium Stravinsky, Montreux Jazz Festival

– 4. Juli 2013, Montreux/ Switzerland, Auditorium Stravinsky

– 5. Juli 2013, Montreux/ Switzerland, Auditorium Stravinsky auf.

Anbei ein Text aus dem Jahre, den ich in dt. Sprache im HIFI Magazin Hörerlebnis sowie in englischer Sprache bei den leonardcohenfiles.com veröffentlichte:

Die Geister von Montreux – und das doppelte Comeback: Rockpoet Leonard Cohen bei der 42. Auflage des berühmtesten Jazz-Festivals der Welt – Text & Fotos: Prof. Dr. Christof Graf

Montreux ist für viele Künstler etwas Besonderes. Viele Künstler sind für Montreux etwas Besonderes. Und nur weil dieser unmittelbar spürbare „Geist“ in einer unnachahmlicher Symbiose auftritt, wurde das von Veranstalter Claude Nobs (72) im Jahre 1966 ins Leben gerufene ,,Montreux Jazz Festival“ zum berühmtesten in der Welt. Zunächst im Jazz-Bereich, dann grenzüberschreitend im Bereich der gesamten populären Musik.

In diesem Jahr stand das Traditionsevent ganz im Zeichen der Moderne, ganz im Zeichen des Zeitgeistes, sämtliche Freiheiten der Interpretation allein schon programmlich zuzulassen. Doch zunächst zur Geschichte des ,,Montreux Jazz Festival“, kurz ,,MJF“ genannt.

Claude Nobs, der dieses renommierte alljährlich im Juli stattfindende Zwei-Wochen-Festival ins Leben rief, musste nach dem kleinen Desaster im vergangenen Jahr nochmals auf den ,,Thron“, um ,,Schlimmeres“ für das ,,MJF“ zu verhindern.

Hatte man 2006 noch so richtig geklotzt, konnte man 2007 finanziell nur noch kleckern – und das war für das Festival schädlich. Also musste 2008 wieder Claude Nobs heran, der das drohende ,,Aus“ geschickt zu vermeiden wusste.

Die Erfahrung des seit Anbeginn agierenden Direktors des dortigen Fremdenverkehrsvereins ist nicht mit Gold aufzuwiegen. Auch dank seiner Tätigkeit als Plattenchef bei Warner Music pilgerten wirklich alle allsommerlich an die Schweizer Riviera des Genfer Sees.

Egal, ob Jazzgrößen wie Miles Davis, Ella Fitzgerald, Aretha Franklin, Count Basie, Charles Lloyd, Keith Jarrett, Oscar Peterson oder Herbie Hancock, egal ob Blues-Legenden wie BB King, Ray Charles, Van Morrison oder John Lee Hooker oder gar Rock-Giganten wie Jethro Tull oder Deep Purple, für sie alle wie auch wie für jazzferne Künstler wie z.B. Mike Oldfield, Peter Tosh, Korn oder gar Pete Doherty und seine Babyshambles, für sie alle ist das ,,MJF“, Montreux selbst und der Lac Léman, wie der Genfer See auch gerne von ,,Nicht-Genfern“ genannt wird, etwas Besonderes.

So besonders, dass sich auch Künstler wie z.B. Phil Collins um den See herum angesiedelt haben, um in dem gemässigten mediteranem Alpenklima zu leben. Ein anderer, Jim Beech, der Manager von Queen, baute in Montreux gleich ein Studio, um dort die Alben seiner Band aufzunehmen und um auch anderen Bands die sogenannten „Mountain Studios“ zugänglich zu machen. Freddy Mercury lebte nicht nur in Montreux, er starb dort auch. Mit dem Blick auf den See, hoch oben in einem Berghotel, verschied er am 22.11.1991 im Kampf mit dem Aids-Tod, quasi ,,live in Montreux“.

Weniger morbide agierte David Bowie, der 1995 für das ,,MJF“ das Festivalplakat malte.

In ganz besonderer Art und Weise ist das ,,MJF“ in einem der berühmtesten Rocksongs, ,,Smoke On The Water“ von Deep Purple, in die Musikgeschichte eingegangen. Auf Vermittlung von Nobs kommt 1971 die Rockband Deep Purple nach Montreux, um Plattenaufnahmen zu machen. Diese sollen im Casino von Montreux, dem damaligen Konzertsaal des Festivals, stattfinden. Am Abend zuvor spielte dort Frank Zappa ein Konzert, als ein Feuer ausbricht und das gesamte Casino abbrennt. Deep Purple werden Augenzeugen und schreiben danach den Welthit ,,Smoke On The Water“:

„We all came out to Montreux on the Lake Geneva shoreline“, schreit sich da Vocalist Ian Gillan aus dem Hals, wenn er den Alltime-Klassiker ansingt. ,,To make records with a mobile/ We didn’t have much time / Frank Zappa & the Mothers were at the best place around / But some stupid with a flare gun burned the place to the ground / Smoke on the water – A fire in the sky“. Deep Purple konnten beobachten, wie sich Rauch über dem Genfer See ausbreitete, woraus letztendlich dieser Song wurde. Claude Nobs soll Besuchern und Künstlern aus den Flammen geholfen haben und sein eigenes Leben nicht vorangestellt haben. Haben wir schon erwähnt, dass Nobs auch das erste Rolling Stones-Konzert außerhalb deren Heimat England organisierte?… Aber das ist wieder eine ganz andere Geschichte.

Soviel zur Geschichte über Claude Nobs ,,Montreux Jazz Festival“, welches er in den 90ern für einige Zeit zusammen mit Quincey Jones leitete.

2008 schien aber wieder alles wie früher und die alten und neuen Legenden gaben sich binnen 16 Festivaltagen die Bühneneingangstürklinken in die Hände. Das Auftaktwochenende stand ganz im Zeichen starker Frauen: Joan Baez, K.D. Lang, Sheryl Crow und Sophie Hunger. Montags drauf war es ,,A Blues Night With Gary Moore, Otis Taylor, Buddy Guy und John Mayall & The Bluesbreakers“, die dem Festival dem im Vorjahr etwas abgeblätterten Glanz zurückgaben. Was danach folgte entsprach der üblichen Aneinanderreihung von großen Namen und Newcomern der Musikbranche. Paul Simon trat ebenso gefeiert auf wie ,,Gnarls Barkley“. Nazareth und Saxon heizten eher heavy ein, während Simply Red-Gründer Mick Hucknall mehr den Kaffeehaus-Blues inszenierte. Lenny Kravitz, Katie Melua und wieder einmal Deep Purple rundeten das Mammutprogramm mit einer „Quincy 75th Anniversary Celebration“ ab.

Doch der eigentliche Höhepunkt war der Auftritt eines längst verloren Geglaubten, eines vielleicht nicht mehr Zurückkehrenden, eines dennoch Unvergessenen, dessen Auftritt ebenso ersehnt wie überraschend war: Leonard Cohen. Der ,,Gott im schwarzen Anzug“, wie ihn die Schweizer Presse feierte, der am 8. Juli im Auditorium Stravinski auftrat. Cohen war seit 1993 nicht mehr auf Tournee und rief ebenso unerwartet wie plötzlich 2008 eine Welttournee aus.

Nach über 15 Jahren Konzertpause betrat die kanadische Singer/ Songwriter-Legende und Rockpoet wieder die Bühne und vermeldete nach Bekanntgabe der ersten Europadaten Verkaufsrekorde: 25.000 verkaufte Tickets innerhalb von 30 Minuten für das Konzert in Dublin, 12.000 verkaufte Tickets an einem Tag für die Show in London.

Die Welt hatte also eines der außergewöhnlichsten Originale der Rockgeschichte wieder. Im März diesen Jahres wurde Leonard Cohen letztendlich viel zu spät in die Rock`n`Roll Hall Of Fame aufgenommen. Seine Heimatstadt widmete ihm ebenfalls in diesem Jahr während des ,,Montreal Jazz Festival“ eine Hommage in Form eines ,,Tribute-Konzertes“. Die Welt hatte nach der selbstgewählten Abstinenz Cohen wieder. Egal, ob seine Musik oder seine Literatur, die aufschlussreichsten Publikationen des 20. und 21. Jahrhunderts über Melancholie, Liebe, Sex und Tod stammten und stammen aus seiner Feder. Er schaffte es mit Songs wie ,,Suzanne“, ,,So Long Marisanne“ oder ,,Lover Lover Lover“ das Lebensgefühl der 60er/ 70er Jahre in Emotionen zu kleiden, ohne dass sich auch die Musik- und Musikergenerationen danach dem Bann seiner schmerzvoll-schönen Melancholie entziehen konnten.

Es schien plötzlich, als wäre er nie weggewesen. Es war ein ,,échos dùne nuit de mélancolie poétique“, wie es das Genfer Blatt ,,Le Temps“ beschrieb.

Leonard Cohen, dessen musikalische Karriere ebenso lange andauert, wie es das ,,MJF“ gibt, wusste im ,,hohen“ Alter von bald 74 Jahren mit einem fast dreistündigen Konzert zu überzeugen.

Nachdem er und seine zehnköpfige Begleitband den Opener ,,Dance Me To The End Of Love“ angestimmt hatte, setzte ein nichtstoppender Applaus ein. Am Ende bedankte sich Cohen mit den Worten: ,,Als ich das letzte Mal in der Schweiz war, war ich 60. Damals war ich noch ein kleiner Junge im Vergleich zu heute und hatte den Kopf voller verrückter Ideen“. Doch das war erst der Anfang und die verrückteste Idee sollte es nicht gewesen sein, in Montreux aufzutreten. Ein Ort übrigens, an dem Cohen schon öfters konzertierte.

Bedeutsam in Bezug auf Leonard Cohen ist das „MJF“, weil Cohen bislang schon zum dritten Mal dort aufgetreten ist. Leider gab es davon nie offizielle Veröffentlichungen und jeweils nur Live-Übertragungen auf den Schweizer Radiostationen, die die Konzerte ganz oder teilweise sendeten, und die so Grundlage für einige Bootlegs wurden. Aus dem `76er ,,MJF“-Auftritt wurde 1993 die CD ,,Live in Montreux, June 25 1976″ (Yell Cat Records, Luxembourg), und das 1985 ebenfalls vom Schweizer Radio (DRS3) als Aufzeichnung gesendete Konzert vom 9. Juli 1985 führte gleich zu mehreren Bootleg-Varianten: ,,Diamonds In The Minefield“ und ,,Heart Housed In Thorn-Bush“.

Der Auftritt Cohens beim ,,10. Montreux Jazz Festival“ hatte darüber hinaus etwas zusätzlich Besonderes: Er präsentierte dort mit ,,Storeroom“ einen unveröffentlichten Song, der nur auf seiner 76er Tournee zu hören war. Bevor er damals den Song anstimmte, erklärte er dessen Bedeutung in Montreux mit den Worten: ,,Der Storeroom ist für mich der Ort, woher alles kommt“.

Anmerkungen und kleine Ansprachen an sein Publikum, bei denen sich Leonard Cohen immer wieder mit einer tiefen Verbeugung und dem Ziehen seines Hutes bedankte, gab es 2008 en masse. Das Publikum wiederum dankte es mit frenetischem Applaus und sog Note für Note, Zeile für Zeile, Strophe für Strophe und Lied für Lied des 25 Songs enthaltenden Auftritts in sich auf.

Das Schweizer Blatt ,,Le Temps“ überschrieb seine positive Konzertkritik weiter mit ,,Le Retour de la vieille âme“. Die Zeitung ,,20 Minuten“ sprach gar zweimal vom ,,Gott im schwarzen Anzug“ und meinte: ,,Er ist der grösste Headliner des diesjährigen Jazzfestivals“ und ,,france24.com“ komplettierte das Hohelied: ,,Leonard Cohen shows Montreux that he`s still the man“. Die gesamte Presse feierte den Montreux-Auftritt ausnahmslos begeistert. Zu Recht, denn Cohen wusste von Anbeginn zu überzeugen und zu überraschen, in dem er immer wieder entweder kniend einige seiner Strophen geradezu zu beten schien oder andere mit geballten Fäusten gen Himmel schrie. Bereits nach den weiteren Songs wie z.B. ,,The Future“, ,,Ain`t No Cure For Love“ oder gar ,,Like A Bird On a Wire“ wird deutlich: Dies ist kein Konzert mehr, sondern vielmehr ein wahrer Gottesdienst zu Ehren der Rockpoesie. Hohepriester ist Leonard Cohen selbst.

,,Give me back my broken night, my mirrored room, my secret life“ spricht er und singt später mit extrem tiefem Bariton ,,Give me back the Berlin wall, give me Stalin and St. Paul, I`ve seen the future, brother: it is murder“. Wem sonst, wenn nicht Leonard Cohen nimmt man derartige Prophezeiungen auf Anhieb ab. Zusammen mit den ,,Webbsisters“, neben Sharon Robinson zwei weiteren Backgroundsängerinnen, schreien und hauchen sie abwechselnd ,,Repent“ ins Mikrofon. Aber Cohen bereut nichts. Mit gekonnt ausgwählten Worten fasst er in einer kurzen Rede seine lebenslange Suche nach Erfüllung zusammen. Aber bereuen tut er nichts. Weder seine wiederholten Rückzüge aus der Branche, noch seine jahrelangen Aufenthalte in einem Zen-Kloster auf dem Mount Baldy, nahe Los Angeles oder in Indien. Sein längster Klosteraufhenthalt waren 9 Jahre von 1994 bis 2003 und sein längste Branchenflucht währte 15 Jahre von 1993 bis 2008 mit ganz kleinen und kurzen Ausnahmen anlässlich diverser Veröffentlichungen wie z.B. des ,,Ten New Songs“-Albums im Jahre 2001 oder des langerwarteten Buches ,,The Book Of Longing“ bei der New Yorker Buchmesse 2006. Aber Cohen bereut nichts. Weder sein Vertrauen in seine Ex-Managerin, die ihn offenbar um seine Altersrente brachte, noch seine Frauengeschichten. Für Cohen scheinen die Rückschläge wie erfolgreiche Comebacks zu seiner Erfüllung dazu zu gehören. Cohen bereut nichts.

Cohen ist eben anders. Und die vielen klischeebeladenen Beschreibungen des wohl letzten großen Rockpoeten nach Bob Dylan, die man immer wieder zu lesen bekommt, wenn Feuilletonisten meinen, Leben und Werk in 80 bis 100 Zeilen zusammenfassen zu können, werden Cohen nicht gerecht. ,,Vom Exzentriker zum Mönch“ oder ,,Lebemann der Melancholie“ wirken eher inkompetent und falsch verstanden.

„And everybody knows that it`s now or never/ Everybody knows that it`s me or you/ And everybody knows that you live forever“ singt Cohen in dem Song, den er zusammen mit Sharon Robinson schrieb. Zuvor rezitiert er die Zeilen der ersten Strophe in französischer Sprache. Sehr bedächtig geht es dann mit ,,In My Secret Life“, „Who By Fire“ und ,,Hey That`s No Way To Say Goodbye“ weiter, bevor er mit ,,Anthem“ sein Publikum in eine etwa 20minütige Pause entlässt.

,,I was born with the gift of a golden voice“ ist nicht etwa eine Zeile eines Ray Charles-Songs, sondern eine Zeile aus Leonard Cohens ,,Tower Of Song“, jenem Song aus dem 88er Erfolgsalbum ,,I`m Your Man“, aus welchem er noch weitere Songs wie z.B. den Titelsong und ,,First We Take Manhattan“ singen wird und welcher sein Lebenswerk wohl am besten widerspiegelt.

Doch zunächst stimmt er die wohl berühmtesten seiner Zeilen an: „Suzanne takes you down to her place near the river/ You can hear the boats go by“ und die Halle murmelt wie gespenstisch weiter: ,,You can spend the night beside her/ And you know that she`s half crazy“. Wenn das Auditorium bis dahin nicht schon einer ,,Kirche“ gleichkam, so war es spätestens jetzt ein Tempel. Ein Tempel der gelebten Rockpoesie, ein Hort für all jene, die mit Cohen zusammen über 40 Jahre diese Zeilen zum Soundtrack von Gefühlen machten, die kaum ein anderer derart zu prononcieren weiß, wie ein Leonard Cohen. Fast Mantra-artig wirken die sonoren Timbres mit fast hypnotischer Wirkung. Und das wie eine große Jünger-Schar wirkende Publikum weiß um die Präzision jedes ausgesprochenen Wortes, sei es (wie bei ,,Suzanne“) von Cohen selbst auf der akustischen Gitarre vorgetragen oder mit der vielköpfigen Band modernst und unaufdringlich arrangiert.

Cohen scheint wie nie zuvor die Nuance im Detail eines jeden Songs geradezu zu suchen, um sie treffsicher zu höchstem Ausdruck zu bringen. Gerade bei den darauf folgenden ,,Gypsy Wife“ and ,,Boogie Street“ wird der ,,Tower“ zum ,,Temple of Song“. Das sich daran anschließende „Hallelujah“ ist dann die Krönungsmusik zur Inthronisierung Leonard Cohens. Nach allen Stücken zieht er jeweils den Hut, den Hut vor seinen Jüngern und den Hut vor seiner Begleitband, deren Musiker er immer wieder einzeln inszeniert vorstellt. Ergebnis: Das Publikum ist gerührt und fassungslos zugleich, nach so langer Zeit ein derartiges Konzertereignis noch mal erleben zu dürfen. Aber auch Leonard Cohen ist gerührt. Manchmal grinst er, manchmal lächelt er verschmitzt und manchmal scheint eine Träne der Rührung in den Augen erkennbar zu sein. ,,Democracy“ und ,,I`m your Man“, zwei etwas schnellere Uptempo-Nummern, lassen die heiligen Momente im Tempel der Lieder von Montreux etwas lauter werden…

… bevor es dann plötzlich wieder ganz, ganz leise wird. „Ich danke Euch, dass ihr meine Lieder über so viele Jahre am Leben erhalten habt“, haucht er ins Mikrofon. Dann nimmt Cohen sich die Freiheit ganz auf Musik zu verzichten, als er beginnt ,,A Thousand Kisses Deep“ nicht als Song zu singen, sondern als Gedicht vorzutragen. Bei den etwa 5000 zusammengekommenen Zeugen im Auditorium dieser Andacht herrscht absolute Ruhe, Gespanntheit auf jedes Wort und Fassungslosigkeit angesichts der Wirkung dieser gesagten Worte. Mit ,,Take This Waltz“, einer wieder gesungenen Hommage Leonard Cohens an seinen Lieblingsdichter Federico Garcia Lorca, endet eine zweistündige Zeremonie des inszenierten Wortes.

Zwei Zugabeblöcke ,,So Long Marianne“ und First We Take Manhattan“ sowie ,,Sisters Of Mercy“ und ,,If It Be Your Will“ holen den Zeremonienmeister in den Tempel des akzentuierenden Lied- und Wortgutes zurück. Am Ende von ,,Closing Time“ hüpft Cohen wie ein kleiner Junge, fröhlich lachend und den Hut ziehend, geradezu verzückt von der Bühne, um sich sichtlich vergnügt dankbar zu verabschieden.

Nach fast drei Stunden „versucht“ er mit dem bluesartigen „I Tried To Leave You“ dem im Publikum mittlerweile herrschenden tranceähnlichen Zustand der Begeisterung zu entfliehen. Mit dem gospelhaften „Wither Thou Goest“ gelingt es schließlich. Die zuvor gehörte Zeile: „I hope you are satiesfied“ traf mehr als zu. Die Jünger konnten nunmehr die Rückkehr ihrer Pilgerfahrt aus dem Mekka der Wort- und Liedkunst berührt und beseelt antreten.

Sein Haar mag grau geworden sein, aber seine Freunde sind nicht alle gegangen. In Montreux kamen sie alle zusammen, um dem zu huldigen, der die ,,Tower Of Songs“ zu ,,Tempeln von Hoheliedern“ zu machen in der Lage ist. Leonard, auch wir versuchen dich zu verlassen, schaffen es aber genau so wenig. – „Wither Thou Goest“. „With all our people I will march/ Thy People shall be my people“.

Irgendwie wird Montreux das Besondere nicht los, auch wenn es im Mekka der Mega-Kultur auch zunehmend Engpässe zu geben scheint. 18 Millionen Franken verschlingt das 16-Tage-Festival. Die teuersten Tickets waren die von Leonard Cohen. 350 Franken musste man für die vordersten Reihen bezahlen. 140 Franken kosteten die billigsten. Doch nur 42 % der Gesamtkosten werden durch den Ticketverkauf abgedeckt. 25 % durch Sponsoring. 20 % kommen aus den Erlösen der Gastronomie. Der Rest, so ca. 7 % wird dadurch erwirtschaftet, womit Claude Nobs seit 42 Jahren die Künstler ködert. Neben dem dort einzigartig fühlbaren Geist ist es nämlich die Möglichkeit der Künstler, ihre Konzerte in bester Hightech-Qualität mitzuschneiden, und damit ,,kostengünstig“ und ohne große Aufwendungen ,,Live-Alben“ zu produzieren. Ein neuer Ansatz, das ,,MJF“ weiterhin am Leben zu erhalten, ist das ,,Outsourcing“ des ,,Montreux Jazz Cafés“ welches im Franchise-Konzept u.a. schon am Genfer Flughafen betrieben wird. Aber das ganz Besondere wird hoffentlich bald der ,,Live in Montreux“-Mitschnitt des Leonard Cohen-Konzertes 2008 sein.

Das für Ende August geplante Konzert in Berlin ist aus logistischen Gründen abgesagt worden

2015 findet die 49. Auflage des berühmtesten Jazz-Festivals der Welt ohne Leonard Cohen satt:Heute startet die 49. Ausgabe des Montreux Jazz Festival. Anlässlich der Einweihung der Festivalbühnen wird neben der plötzlichen Sommerhitze auch die Programmgestaltung die Temperaturen in die Höhe treiben.

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Leonard Cohen wohnte bei all seinen Montreux Jazz – Auftritten im GRANDE PALACE, bis auf 2013. Foto: Christof Graf

2015

16 Tage Musik, Intensität auf den Konzertbühnen und menschliche Wärme: Das ist es, was das Montreux Jazz Festival gerne jedes Jahr auf’s Neue herausfordern möchte. Los geht’s! Der erste Abend sowie auch das erste Wochenende stehen für die bunte Mischung an Künstlern und Musikrichtungen, der das Festival auch dieses Jahr treu bleibt: Soul, R&B (Emeli Sandé, John Legend), Jazz (Yaron Herman, Erik Truffaz, Bugge Wesseltoft), Blues (Tommy Castro), Funk (Fred Wesley and the New JB’s), Rock (dEUS, The War on Drugs), Pop (Sinéad O’Connor) Folk (Jackson Browne), Elektronische Musik (The Chemical Brothers, David August, Fritz Kalkbrenner), Elektro-Pop (Lilly Wood & the Prick, Oscar and the Wolf), ohne die vielversprechenden Acts im Bereich der Gratisbühnen zu nennen…

Die neue Generation von Künstlern, der das Festival gerne auf den Fersen ist, scheint sich von Anfang an zu profilieren – und das ändert sich während den ca. zwei Wochen auch nicht grossartig. Neugierige können zum Beispiel bei der jungen Irländerin Soak (Montreux Jazz Club) und ihrer herzzerreissenden Stimme einige (Freuden-)Tränen vergiessen, die stimmliche Harmonie von The Staves (Montreux Jazz Club) und von Ibeyi (Montreux Jazz Lab) geniessen, oder sich dem Psych-Rock von Foxygen (Montreux Jazz Lab) hingeben.

Erster Tag mit Live-Stream

Für diejenigen, die am ersten Festivaltag nicht vor Ort sein können, wird das Konzert von John Legend im Auditorium Stravinski per Live-Stream übertragen und ist auf der Internetseite des Festivals zu sehen: www.montreuxjazzfestival.com; auch alle anderen Konzerte, die im Rahmen des Projekts LIVE THE LAB im Lab stattfinden, werden per Live-Stream übertragen: Ibeyi, Oscar and the Wolf und Lilly Wood & the Prick. Das Konzert von John Legend wird live im Radiosender RTS La 1ère und SRF 3 ausgestrahlt.

Ob nah oder fern, seien Sie dabei!

Dem Publikum werden verschiedenste Möglichkeiten geboten, sich täglich über das anstehende Programm zu informieren und sich bezüglich Konzerte und Künstler auf den neuesten Stand zu bringen. Vom 3. bis 18. Juli finden Sie uns hier:

L’Essentiel: Tag für Tag das vollständige Programm aller Bühnen

Praktischer Guide: Alle Pläne und Informationen zum Transport, damit Sie zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind! Neue Züge und Nachtbusse sorgen dieses Jahr für noch mehr Festivalgenuss!

Montreux Jazz Chronicle:  täglich erscheinende Festivalzeitung

Montreux Jazz TV: Dank Montreux Jazz TV zeigt sich das Festival von einer anderen Seite: Interviews und exklusive Formate unter www.montreuxjazz.com und auf unserem offiziellen Youtube-Kanal youtube/montreuxjazzvideos.

Live the Lab: Während dem Festival können u.a. die folgenden Konzerte des Lab per Live-Stream mitverfolgt werden: Ibeyi, Oscar and the Wolf, Lilly Wood & the Prick, Nick Mulvey, Monica Heldal, Jamie xx, SBTRKT, Sebastien Schuller, Jack Garratt, Protoje and the Indiggnation, Groundation, Fakear, Joke, Baxter Dury und noch einige mehr…unter www.montreuxjazzfestival.com/livethelab

Montreux Jazz Magazine: Diese spezielle Nr. 6 ist eine Festivalausgabe, in der das Programm auf 68 Seiten etwas genauer analysiert wird.

Festival-App: Tag für Tag das vollständige Programm, Empfehlungen mit Rücksicht auf Ihre musikalischen Vorlieben, Pläne vom Festivalgelände…Die Festival-App ist der ideale Begleiter!

DER TICKETVERKAUF FÜR DIE MONTREUX JAZZ ACADEMY 2015 IST ERÖFFNET

THE FESTIVAL OPENS – FEEL THE HEAT!

The 49th edition of the Montreux Jazz Festival opens today. The sudden summer heat wave announces similarly scorching programming that will set the Festival’s stages on fire!

Music of all temperatures

Two weeks of music, intensity on stage, and human warmth: that’s what the Montreux Jazz Festival aims to produce each year. And it’s kicking off with a bang! The first evening, and the first weekend, reflect the broad palette of the Festival’s artistic choices: Soul, R&B (Emeli Sandé, John Legend), Jazz (Yaron Herman, Erik Truffaz, Bugge Wesseltoft), Blues (Tommy Castro), Funk (Fred Wesley and the New JB’s), Rock (dEUS, The War on Drugs), Pop (Sinéad O’Connor), Folk (Jackson Browne), electronic music (The Chemical Brothers, Fritz Kalkbrenner, David August, Maya Jane Coles), and Electro-pop (Lilly Wood & the Prick, Oscar and the Wolf), not to mention all of the free programming…

The Festival has a mission: introducing you to the next generation of artists. This year, these musicians strike a chord right from the beginning of the Festival. Find yourself in tears in the company of Soak, a young singer from Ireland with an achingly beautiful voice (Montreux Jazz Club), discover the intricate vocal harmonies of The Staves (Montreux Jazz Club) and Ibeyi (Montreux Jazz Lab), and thrill to the psych-rock of Foxygen (Montreux Jazz Lab).

Stream the opening day!

Can’t be physically present at the Festival on the first day?

The John Legend concert will stream live from the Stravinski Auditorium on the Festival website, www.montreuxjazzfestival.com. Thanks to the LIVE THE LAB initiative, you can also stream all the Lab concerts: Ibeyi, Oscar and the Wolf and Lilly Wood & the Prick. John Legend’s concert will be broadcasted live on RTS La 1ère and SRF 3 radio stations.

Keep up on all the Festival news–wherever you are!

The Festival has a plethora of platforms which help the Montreux faithful keep abreast of the programming and to follow the news on each day’s concerts and artists. From 3 to 18 July, check out the following resources:

L’Essentiel: complete programming for all venues, day by day.

Le Guide Pratique: all the maps and transportation details to get you to the right place at the right time! New train and bus lines have been put in place this year to make it even easier to enjoy the Festival to the fullest.

Le Montreux Jazz Chronicle: our daily Festival newspaper. Available all over, and even from paperboys!

La Montreux Jazz TV: an inside look at the Festival from the Festival’s own TV station, with interviews and exclusive programming you can check out from www.montreuxjazz.com and our official youtube/montreuxjazzvideos.

Live the Lab : Live-streamed programming from the Lab all throughout the Festival, including concerts by Ibeyi, Oscar and the Wolf, Lilly Wood and the Prick, Nick Mulvey, Monica Heldal, Jamie xx, SBTRKT, Sebastien Schuller, Jack Garratt, Protoje and the Indiggnation, Groundation, Fakear, Joke, Baxter Dury, and many more on www.montreuxjazzfestival.com/livethelab

Montreux Jazz Magazine: Volume 6 is a special 68-page Festival edition giving you full analysis of this year’s programming.

Festival App: complete programming day by day, recommendations based on your musical preferences, maps of the Festival grounds… The Festival App is the perfect sidekick for your visit to the Festival.

 

 

KW-27-2015: Leonard Cohen und … Open Airs – Teil 5. – Die Open Air-Festivalsaison 2015 von Christof Graf – Das 45. Roskilde-Festival 2015 – vom 27. Juni bis 4. Juli -Leonard Cohen war 1988 dabei.

Roskilde Festival – das größte Musikfestival in Nord-Europa; in diesem Jahr vom 28. Juni bis 5. Juli 2015. Zirka 170 Bands werden das Festivalgelände um die berühmte „Orange Stage“ bespielen. Berühmtester Headliner ist Paul McCartney.

Das Roskilde Festival gilt als europäisches Woodstock, findet 35 Kilometer südlich von Kopenhagen/ Dänemark in dem Städtchen Roskilde seit 1971 statt. Cohen trat dort einmal am 2. Juli 1988 auf.

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Die berühmte Orange-Stage von Roskilde: Hier im Jahr 2006 als Bob Dyaln zum letzten Mal dauf spielte.

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Leonard Cohen spielte 1988 ein einziges Mal beim Roskilde-Festival. Foto: Christof Graf

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Das Publikum im Anmarsch: Roskilde 2006. Foto: Christof Graf

2015 mit dabei: Für das Roskilde Festival 2015 sind 166 Bands bestätigt:
$ushi X Kobe, Africa Express, Alice Boman, All Pigs Must Die, Antemasque, Aoife O’Donovan, Av Av Av, Bareto, Bargou 08, Barrington Levy, Batida, Benal, Benjamin Booker, Beyond Pink, Bikstok, Black Book Lodge, Broen, Broken Twin, Cabo San Roque, Chancha Via Circuito, Chelsea Wolfe, Chouk Bwa Libéte, Clark, Communions, Dalhous, De Underjordiske, Deafheaven, Decapitated, Die Antwoord, Disclosure, Dixon, DJ Mam, DJ Mustard, Dolomite Minor, Doomtree, Dreamers’ Circus, Drenge, Eero Johannes, Egyptrixx, Einstürzende Neubauten, Electric Eye, Elias, Enslaved, Every Time I Die, Ezra Furman, Farao, Fat White Family, Father John Misty, Fay Wildhagen, Ferro Gaita, First Aid Kit, Florence & The Machine, Fossils, Foxygen, Future Brown, G-Eazy, GOAT, Gooms, Gretchen Peters, Hey Elbow, Honningbarna, Hot Chip, ILoveMakonnen, Jamie XX, Jason Isbell & The 400 Unit, Joanna Gruesome, Josefin Öhrn + The Liberation, Jungle, Jupiter & Okwess International, Kasai Allstars, Kate Tempest, Kaytranada, Kendrick Lamar, Kevin Gates, Khaira Arby, King Ayisoba & Band, King Gizzard & The Lizard Wizard, Kippi Kaninus, Kronos Quartet, Kwabs, Kwamie Liv, Kygo, Lamb Of God, Lars H.U.G. – Special Show, LE1F, Lindigo, Lord Siva, Lowly, Lust For Youth, Lydia Ainsworth, M.A.K.U. Soundsystem, Marie Key, Mastodon, Metá Metá, Mew, Molly, Molotov Movement, Muse, Myrkur, Nicki Minaj, Nils Frahm, Noel Gallagher’s High Flying Birds, Noura Mint Seymali, October Dance, OFF!, Oquadro, Ought, Pallbearer, Paul McCartney, Pede B & Djnoize, Perfect Pussy, Perfume Genius, Pharmakon, Pharrell Williams, Piss Vortex, Powell, Rangleklods, Ratking, Run The Jewels, Rustie, Ryan Adams, Sabir Khan, Saint Cava, Santiago, Sarabi, Seinabo Sey, Selvhenter, Silvana Imam, Slaughter Beach, Smerz, Soak, Songhoy Blues, Specktors/nonsens, Spidergawd, St. Vincent, Steve Gunn, Susanne Sundfør, Suspekt, The Attic Sleepers, The Entrepreneurs, The Gaslamp Killer Experience, The Minds of 99, The Mountains, The Polyversal Souls, The Tallest Man On Earth, The Vintage Caravan, The War On Drugs, Thrkngs, Thåström, Timbuktu & Damn, Tom Zé, Tombs, Tropkillaz, Tårn, Ukendt Kunstner, Veronica Maggio, Vök, Wangel, Warm Graves, We Like We, WhoMadeWho, Young And In The Way, Young Dinosaur, Young Fathers, Young Karin, Yung

KW-26-2015: Leonard Cohen und … FISH. FISH tritt beim 2. BEAUFORT-Festival (Luxemburg) am 28. Juli 2015 auf. – ÄRGERLICH … ABER PASSIERT. Mein aktuelles FISH-Interview inkl. meiner Fotos werden unter einem anderen Namen abgedruckt. Seit 1988 schreibe und fotografiere ich fürs BREAKOUT MAGAZIN. DAS ist noch nie passiert, kann passieren, ist aber verdammt ärgerlich. In der Online-Ausgabe wollen sie`s richtig stellen….

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Text & Pics: Christof Graf