KW-38-2015: Leonard Cohen und … Lana Del Rey. Was hat Leonard Cohen mit Lana Del Rey zu tun? Nicht wirklich viel. Ihr Debut-Album erschien am gleichen Tag wie Leonard Cohens 2012er Album „old Ideas“ am 27. Januar 2012. Es sorgte vielerorts dafür, dass Cohen in jener Woche nicht auf Platz 1 in den Album-Chartsa landete, sondern eben Lana. Heute, am 18. September 2015 erscheint Lana Del Reys nunmehr drittes Album „Honeymoon“. Aber wer ist eigentlich Lana Del Rey…?

Bevor diese Frage beantwortet wird, gibt es noch eine kleine sehr weit entfernte Verbindung: beide Künstler veröffentlichten jeweils 2012, 2014 und 2015 Alben. Mehr an Verbindung gibt es bis dato nicht… Aber wer ist eigentlich Lana Del Rey?

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Talentierte Hoffnungsträgerin oder Hype-Konstrukt? Die amerikanische Sängerin Lana Del Rey veröffentlicht ihren ersten Langspieler und die ganze Welt scheint darüber zu streiten – motor.de inklusive. Lange wurde kein Debüt-Album weit vor seiner Veröffentlichung so herbeigesehnt, vorverurteilt und diskutiert. Lana Del Rey polarisiert und begeistert gleichermaßen und scheint dennoch die neue Konsenskünstlerin der Stunde zu werden. Doch was taugt das Album zum Superhit „Video Games“ wirklich?

2012, 2014, 2015. Drei Alben in drei Jahren! Trotz weltweiter Konzerte, Filmscores und Medien-Events ist Lana Del Rey weiterhin extrem produktiv als Singer/Songwriterin. Dabei steuert sie ihre schillernde Karriere mit einem kleinen verschworenen Team weitgehend eigenständig. Nicht nur bei der jetzigen Albumproduktion hat sie die Fäden in der Hand, sondern auch als virtuelle „Bedienerin“ der sozialen Netzwerke.

„Born To Die“, ihr erstes Album war ebenso melancholisch wie Cohens „Old Ideas“.

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Ein Konzept kann manchmal so einfach sein. Weil die aus Lake Placid stammende Singer/Songwriterin Elizabeth Grant unter normalem Namen keinen Erfolg hatte, setzte sie alles auf eine Karte: sie kreierte einfach ihren eigenen Popstar, eine Kunstfigur mit allem drum und dran. Benötigte Kontroversen stehen schon in ihrer fiktiven Biographie — die gescheiterte White-Trash-Diva, die stets so wirkt, als wären ihre besten Zeiten hinter sich. Die Miene ist versteinert, die Lippen kosmetisch nachgebessert und die Musik? Die wirkt wie ein Nachruf auf einstige US-amerikanische Pop-Hochzeiten. Lana Del Rey weint bewusst dem Glamour von Nancy Sinatra oder Petula Clark hinterher, singt traurige Liebeslieder von Verlust, falscher Liebe, Sex, Glamour und jeder Menge Weltschmerz. Lana Del Rey – „Video Games“ Damit dieser sich auch entfalten kann, bettet Grant dies mit ihren Produzenten zusammen in dicke Streicherwände, unterstützt von Steel Guitar, Piano und schleppenden Beats. Und immer wieder ihre Stimme, welche über alle Kritik erhaben ist – sonst wäre das fast nur von ihrem Organ getragene „Video Games“ auch nicht so ein Welthit geworden. „Born To Die“ bietet auf zwölf Stücken epischen Verdrängungspop, welchen die Künstlerin auch gern einmal den Stempel „Hollywood Sadcore“ aufdrückt. Der schöne Schein als Ausweg aus der Depression – schwermütige Musik als Soundtrack einer erodierenden US-amerikanischen Gesellschaft, die noch ihren Platz in der neuen Welt finden muss. Wieviel Kunst und Kalkül hinter Lana Del Rey steckt, steht auf einem anderen Blatt. Aber ist sie mit diesem Konzept nicht nur Spiegelbild unser Zeit, in der wir alle Stars werden können und der medialen Verwertungsmaschine sowieso nicht mehr zu glauben ist? „Born To Die“ gesellt sich in die nicht mehr aufhaltende Retro-Spirale der Popkultur und verknüpft gekonnt Altes mit Aktuellem.

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Das danch folgende Album „Ultraviolence“ stand „Born To Die“ in nichts nach. Und „Honeymoon“ klingt auch nicht viel anders. Das Jonzept „Lana Del rey“ hat Erfolg.

 

 

 

 

KW-38-2015: Leonard Cohen und … Pink Floyd – David Gilmour und Roger Waters im Bann der Meloncholie von Leonard Cohen. – Morgen, 18.9.2015. erscheint David Gilmours viertes Solo-Album. In Promotioninterviews zu seinen ersten Solo-Alben outete sich Gilmour schon früh als Leonard Cohen-Fan. Ebenso wie auch seine Pink Floyd-Kollegen Roger Waters und Nick Mason…

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Foto: Christof Graf

Die Verbindung Leonard Cohen/ Pink Floyd basiert auf der Faszination deren Mitglieder vom Liedgut des kanadischen Rockpoeten. Bei den Promotiongespräcvhen von David Gilmour auf seinem Hausboot auf der Londoner Themase anlässlich seines neuen Albums und der damit einhergehenden Kurztournee  gibt  Rock-Legende David Gilmour (Pink Floyd) im FOCUS zu,  dass er von Streaming-Diensten nicht viel hält und nur noch Alben von Bob Dylan, Leonard Cohen und Neil Young kauft. (vgl. Focus“ 37/2015, S. 96) Ähnliches war im Berliner TAGESSPIEGEL oder im ECLIPSED Magazin zu lesen.

Einen Tag nach der Veröffentlichung ist Gilmour live in Deutschland zu sehen. David Gilmour, Gitarrist und Stimme von Pink Floyd, spielt im September 2015 ausgewählte Konzerte in Europa. Es ist die erste Tournee des virtuosen Interpreten seit neun Jahren. In Deutschland gibt es leider nur ein einziges Konzert am 19. September in der Oberhausener König-Pilsener-Arena. Parallel zu dieser kurzen Konzertreise veröffentlicht David Gilmour sein viertes Soloalbum, das der mit Platin ausgezeichneten Hit-CD„On An Island“ aus dem Jahre 2006 folgt. David Gilmour kehrte jüngst mit dem finalen Pink Floyd-Album „The Endless River“an die Spitze der internationalen Charts zurück.Das Konzert ist schnell ausverkauft gewesen. Die Regularien zum Erwerb von Tickets muten ähnlich bizarr wie die Interviewvirgaben bei Gilmour (er will gesiezt werden und nicht über Pink Floyd sprechen und spricht nicht länger als 20 Minuten mit einem Journalisten).

Der Vorverkauf für das David Gilmour-Konzert war personalisiert und erfolgte ausschließlich über www.eventim.de/david-gilmour. Pro Käufer können maximal vier Tickets erworben werden. Die Eintrittskarten werden mit Vor- und Nachnamen des Käufers bedruckt. Beim Einlass werden die Ausweise kontrolliert, sodass Käufer und gegebenenfalls dessen Begleitpersonen gemeinsam durch die Kontrollen gehen müssen. Die personalisierten Tickets sind nicht übertragbar und gelten ausschließlich für den namentlich aufgedruckten Käufer und dessen Begleitung! Ein Weiterverkauf ist ausdrücklich untersagt.

Mit dieser Maßnahme soll der gewerbliche Weiterverkauf und das Angebot durch nicht berechtigte Anbieter unterbunden werden. Künstler und Veranstalter wollen hierdurch Spekulationsgeschäften und unzulässigen Aufschlägen für die David Gilmour-Tickets einen Riegel vorschieben…

 

Aber nicht nur David Gilmour, der übrigens auch schon anlässlich früherer Solo-Alben Leonard Cohen als großen Songwriter und einen seiner muskikalischen Einflüsse nannte, auch die Pink Floyd-Kollegen Roger Waters und Nick Mason bezeichnen Cohen als einer der größten Singer/ Sonwgriter.

Nick Mason über Leonard Cohen beim Interview in seinem Büro in Isslington/London 2006.

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Roger Waters beim Pressegespräch 2001 in Bad Godesberg.

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Foto: Christof Graf

Ein einziges Konzert anlässlich der morgigen Veröffentlichung

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KW-38-2015: Leonard Cohen…und ich. Heute vor genau einem Jahr traf ich Leonard Cohen in London. Nur kurz. In der kanadischen Handelskammer. Es waren ein paar wenige Pressevertreter aus der ganzen Welt vertreten, um andächtig dem „Titan der Wort“ und „Partisan der Liebe“ und seinen „Popular Problems“ zuzuhören. Eigentlich schon eine Geschichte für sich und erzählenswert. Aber um diese Geschichte herum, passierte noch viel mehr…erzählt von Christof Graf

Das Gore-Hotel und populäre Probleme und unpopuläre Lösungen

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oder

Parallelwelten im Nebenzimmer und zurück aus London heute vor einem Jahr

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oder

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Im Schatten der Rolling Stones, Dita van Teese und Led Zeppelin

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oder

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Frau aus Stein – Amy Winehouse alive in Kensigton (XXX)

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oder

Last Exit : London City Airport

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von Christof Graf

Manchmal wird der vermeintliche Begleitumstand zur Hauptsache. Manchmal ist das anfänglich und vermeintlich nicht Erzählenswerte, schließlich nicht minder erzählenswerter als das ursprünglich und eigentlich zu Erzählende. Manchmal bleibt plötzlich alles anders. So war es immer rund um Geschichten über Leonard Cohen. Jede Geschichte hatte ihre Geschichte.

So war es 1985 in Mannheim, als ich ihn abends in der Bar des Maritim-Hotels traf und so war es 1994 in Hamburg, als ich Andrew Eldritch von The Sisters of Mercy im Kempinsky-Hotel traf, der wie ich darauf wartete, Leonard Cohen zu interviewen. Wir warteten gemeinsam. So war es auch 1993, als ich nach Leonard Cohens Konzert in der Frankfurter Alten Oper zusammen mit Herman van Veen in Cohens Garderobe ging. Als van Veen mit 1989 erzählte, dass er noch nie Leonard Cohen getroffen hatte, wohl aber dessen Lieder in seinem Konzert singt und mir auch das Vorwort für mein erstes Leonard Cohen-Buch, das 1990 erschien, schreiben würde, wollte er diesen Umstand 1993 ändern. Van Veen traf Leonard Cohen zum ersten und wie ich meine auch bis dato zum letzten Mal und ich war dabei. Geschichten und deren Inhalte dieser Art gibt es viele. Die, als „the late“ Michael Hutchence von INXS Leonard Cohen 1993 backstage beim Rock am Ring-Festival traf, gehört ebenso dazu, wie die, als Jarvis Cocker von The Pulp im Kaminzimmer der kanadischen Handelskammer in London beim dortigen Kamingespräch mit Journalisten auf dem Stuhl vor mir sass und ebenso der Lyrik aktueller populärer Probleme und unpopulärer Lösungen von Leonard Cohen folgte. Eine knappe Stunde später hätten wir beinahe im wortlosen Einvernehmen den dortigen Pianisten gemeuchelt. Doch das ist dann wirklich eine ganz andere Geschichte. Diese Geschichte hier, die über das Londoner Hotel „The Gore“, über Cohens damals neue Lyrik auf dem Album „Popular Problems“ und etwaiger unpopulärer Lösungen, über Parallelwelten im Nebenzimmer und über all das, was zu oben genannten Überschriften dieser Geschichte führte und darüber, warum ich mich bis heute nicht für eine Überschrift entscheiden kann und deswegen alle verwende, begann exakt heute, vor einem Jahr.

 

… to be continued

KW-37-2015: Leonard Cohen und … Bon Jovi: Bon Jovi covert gerne Leonard Cohen. Nach „Hallelujah“ covert Jon Bon Jovi mit seiner Band auch „I`m Your Man“. Doch der Song auf deren neuem Album „Burning Bridges“, der auch „Ì`m your Man“ heißt, ist nicht die Coverversion des Leonard Cohen-Songs, den Jovi schon früher live gecovert hat. Es ist ein eigener neuer Song von Bon Jovi.

Nachdem sie mit „Saturday Night Gave Me Sunday Morning“ bereits einen ersten Vorgeschmack auf ihr kommendes Studioalbum vorgelegt haben, veröffentlichten Bon Jovi bereits am 21. August 2015 ihr brandneues Fan-Album „Burning Bridges“.

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Viele der Fans, denen die „Botschafter des American Rock“ das neue Album explizit gewidmet haben, begleiten sie nun schon fast ein Dritteljahrhundert: Bon Jovi – nach dem Ausstieg von Gitarrist Richie Sambora bestehend aus den Gründungsmitgliedern Jon Bon Jovi (Gesang/Gitarre), Tico Torres (Schlagzeug) und David Bryan (Keyboards) – haben seit 1983 ein ganzes Dutzend Studioalben, zwei Greatest-Hits-Alben sowie etliche Live-Alben und DVDs veröffentlicht und mehr als 3.000 Konzerte in 50 Ländern vor über 34 Millionen Fans gespielt. Insgesamt verkaufte die Band weltweit mehr als 125 Millionen Alben und wurde mit zahllosen Awards, unter anderem 2005 mit dem „Diamond Music Award“ (für über 100 Millionen verkaufte Alben) ausgezeichnet. Mit Megahits wie „Livin’ On A Prayer“, „Keep The Faith“, „Bad Medicine“, „Always“ und „It’s My Life“ haben sich die Rocklegenden schon vor Jahren einen Platz in der Musikgeschichte gesichert. Wie relevant die Band aus New Jersey dabei auch nach gut 30 Jahren im Rockzirkus ist, belegt allein die Tatsache, dass alle vier zuletzt veröffentlichten Longplayer in Deutschland mit Gold und Platin ausgezeichnet wurden und die Charts erstürmten: „What About Now“ (#2), „The Circle“ (#1), „Lost Highway“ (#1), „Have A Nice Day“ (#1) – so die Album-Hitserie der letzten 10 Jahre, an die sie nun mit „Burning Bridges“ anknüpfen…

Das erste Leonard Cohen Cover „Hallelujah“ stammt aus dem Jahre 2005 und erschien auf der DVD „Bon Jovi – Lost Highway/The Concert (lim. Edt.)“

Das mit 13 Kameras gefilmte Konzert am 30. Juni 2005 in Chicago wurde in intimer Atmosphäre vor 400 Fans aufgezeichnet und enthält alle zwölf Hits ihres aktuellen Nummer Eins-Albums „Lost Highway“ plus drei ihrer größten Hits „It´s My Life“, „Wanted Dead Or Alive“ und „Who Says You Cant Go Home“.

Auf der limitierten Edition ist Cohens-Cover zu hören.

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„!t goes without saying that Leonard Cohen’s ‚Hallelujah‘ is one of the most widely recognized and loved ballads in American music. You’d be hard-pressed to find anyone over the age of 20 (and even amongst many people under the age of 20) who couldn’t immediately recognize the track by its opening chords”, sagte Jon Bovi bei Promotiongesprächen für sein neues Album „Burning Bridges“  dem THE SAN FRANCISCO GLOBE im September 2015.

 

Das zweite Cover „I m Your Man“ spielte Bon Jivi nur live an mehreren Live-Terminen und ist nur auf youtube zu bewundern, nicht auf offiziellen Veröffentlichungen. Einer der Termine war z.B.

Jon Bon Jovi & The Kings of Suburbia cover „I’m Your Man“ at the Joint Hard Rock in Las Vegas March 24, 2013 during a one-off concert during Bon Jovi’s current tour. Includes a nice spoken intro by JBJ.

 http://www.youtube.com/watch?v=ORG40ialJdQ

KW-36-2015: Leonard Cohen und …: Van Morrison, der gestern 70 Jahre alt wurde

Gestern, am 31. August 2015 feierte Van Morrison seinen 70. Geburtstag mit „Van Morrison: Live on Cyprus Avenue“, einem zwei Konzerte umfassenden Event, das den Schlusspunkt beim EastSide Arts Festival 2015 in Belfast setzen wird.

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Zuvor verlieh Queen Elizabeth II Van Morrison am 12. Juni 2015im Rahmen der jährlichen Birthday Honours die Ehrenritterwürde. Van, der sich nun „Sir George Ivan Morrison“ nennen darf, erhielt die Auszeichnung für seine „Verdienste an der Musikindustrie und dem Tourismus in Nordirland“.
“Während meiner Karriere habe ich immer die Musik für mich sprechen lassen und es ist eine große Ehre für mich, dass mein Werk nun diese Würdigung erhält,“ so zitierte die BBC den Sänger, als ihm diese Ehre zuteilwurde.

Am 18. Juni erhielt der Künstler den Johnny Mercer Award im Rahmen der „Songwriters Hall of Fame“ -Galaveranstaltung in New York City.

Legacy Recordings, die Katalogabteilung von Sony Music Entertainment, erwarb nun die Rechte an Backkatalog-Alben der Musiklegende VAN MORRISON. Dies ist die bislang umfangreichste Sammlung seiner Werke aus einer Hand auf einem einzigen Label. Es handelt sich hierbei um insgesamt knapp 50 Alben, Videos, Compilations, Studio- und Liveaufnahmen, die zwischen 1964 und der Gegenwart entstanden. Zum neuen Van Morrison-Archiv bei Legacy gehören die Solowerke des Künstlers (1971 bis heute) sowie die Aufnahmen, die Van Morrison mit seiner Band Them von 1964 bis 1966 einspielte. Manche dieser Titel waren seit über 15 Jahren nicht mehr erhältlich.

Ein Großteil des Van-Morrison-Katalogs war bisher nicht über iTunes oder andere Provider verfügbar. Ab 28. August werden 33 Album-Titel des Sängers bei allen Streaming-Anbietern zu finden sein. Am 4. September veröffentlicht Legacy die 37 Tracks umfassende und karriereumspannende Anthologie: „The Essential“ von Van Morrison, die sowohl in digitaler Fassung als auch als Doppel-CD erscheinen wird.

In den folgenden Monaten erscheinen auch Van Morrisons frühe Aufnahmen als Sänger und wichtigster Songwriter der wegweisenden britischen Rockband Them. Weiterhin sind Veröffentlichungen von Compilations und Deluxe-Legacy-Editions folgender Soloalben geplant: „Saint Dominic’s Preview“, „It’s Too Late to Stop Now“, „Hard Nose The Highway“ und „Enlightenment“.

Ein halbes Jahrhundert lang war Van Morrison eine der prägenden Figuren der Rockszene. Seine Kompositionen vereinten Blues- und Jazzelemente, er bediente sich auch bei Folk, Gospel, Skiffle, Pop und R&B. Natürlich kamen auch die musikalischen Einflüsse seiner nordirischen Heimat in seinen Songs zum Tragen. Gerade diese Mischung machte Morrison zu einem der spektakulärsten Künstler der Gegenwart.

Adam Block, President bei Legacy Recordings, sagt über Van Morrison: “Er ist einer der ganz Großen in der modernen Musikgeschichte. Bis heute berühren seine Songs mit ihrer emotionalen und spirituellen Energie die Herzen unzähliger Fans. Wir bei Legacy sind stolz darauf, den Katalog des Künstlers kuratieren zu dürfen und eine neue Generation von Fans mit diesem fantastischen Musiker bekannt zu machen.“

Als junger Mann wurde Van Morrison von Künstlern wie Muddy Waters, Ray Charles, Leadbelly oder Solomon Burke inspiriert, ein Einfluss, der auf den Songs der Band Them zu hören ist, der sich Morrison im Jahr 1964 anschloss. Them waren der nordirische Beitrag zur „British Invasion“ des Jahres 1960 und bekannt für ihre energiegeladenen Performances. Ihr Song „Gloria“ mit seiner fast punkigen Attitüde bewies seine Hitqualität auch in Versionen von The Doors oder Patti Smith.

Vans Solokarriere begann mit dem poppigen Top-Ten-Hit „Brown Eyed Girl“, der bis heute zum Standardprogramm weltweiter Radiosender gehört, aber im Laufe seiner Karriere ließ er sich nie auf ein Genre festlegen. Er experimentierte mit New Orleans-R&B (Into The Music, 1979), widmete sich traditionellem Celtic Folk (Irish Heartbeat ,1988, mit The Chieftains), erdigem Rocksound (Days Like This, 1995) oder Jazz (What’s Wrong with This Picture?, 2003) und wandelte sogar auf Country-Pfaden (Pay The Devil, 2006).

Morrisons erste Einspielung für RCA Records, das 2015er Album “Duets: Re-Working The Catalogue“, präsentierte Aufnahmen mit Steve Winwood, Mark Knopfler, Mavis Staples, Taj Mahal, Michael Bublé und vielen anderen Künstlern, die verborgene Schätze aus dem Oeuvre des Künstlers in neuem Glanz erstrahlen ließen.

Songs aus der Feder von Van Morrison werden gerne und oft für Kino- und TV-Soundtracks verwendet. Berühmte Beispiele hierfür sind „Into The Mystic“ aus dem Streifen Patch Adams, „Days Like This“ aus As Good As It Gets (“Besser geht’s nicht”) oder der Them -Titel „Gloria“ in The Outsiders.

Van Morrison ist Mitglied in der „Rock and Roll Hall of Fame“ (seit 1993) und wurde zehn Jahre später auch in die „Songwriters Hall of Fame“ aufgenommen. Außerdem ist er seit 2010 mit einem Stern auf dem „Hollywood Walk of Fame“ vertreten.

Der Künstler gewann einen BRIT Award für seinen herausragenden Beitrag zur britischen Musik (1994), sechs Grammys (1996-2007) und im Jahr 1995 einen Ivor Novello Award für sein Lebenswerk.

Beim renommierten Rolling Stone findet sich „Van the man“ gleich auf vier einschlägigen Listen. Das Magazin wählte ihn unter die „Greatest Artists of All Time” (2004, #42) und die “Greatest Singers of All Time” (2008, #24). Zwei seiner Alben zählen zu den “500 Greatest Albums of All Time” und vier seiner Songs, darunter „Brown Eyed Girl“ und „Gloria“ (mit Them), zu den „500 Greatest Songs of All Time“.

Das nun vorliegendfe THE ESSENTIAL VAN MORRISON – Doppelalbum enthält folgende Tracks:

Disc One
1. Gloria (w. Them) 2:39, From the album Them,Originally released in 1965
2. Here Comes The Night (w. Them) 2:45, From the EP Mystic Eyes, Originally released in 1965
3. Spanish Rose 3:51, From the album Blowin’ Your Mind!, Originally released in 1967
4. Brown Eyed Girl 3:06, From the album Blowin’ Your Mind!, Originally released in 1967
5. Astral Weeks 7:06, From the album Astral Weeks, Originally released in 1968
6. The Way Young Lovers Do 3:18, From the album Astral Weeks, Originally released in 1968
7. Moondance 4:37, From the album Moondance, Originally released in 1970
8. Crazy Love 2:35, From the album Moondance, Originally released in 1970
9. And It Stoned Me 4:32, From the album Moondance, Originally released in 1970
10. Into The Mystic 3:28, From the album Moondance, Originally released in 1970
11. Domino 3:09, From the album His Band and the Street Choir, Originally released in 1970
12. Wild Night 3:33, From the album Tupelo Honey, Originally released in 1971
13. Tupelo Honey 6:54, From the album Tupelo Honey, Originally released in 1971
14. Jackie Wilson Said (I’m in Heaven When You Smile) 2:59, From the album Saint Dominic’s Preview Originally released in 1972
15. Warm Love 3:22, From the album Hard Nose the Highway, Originally released in 1973
16. Fair Play 6:16, From the album Veedon Fleece, Originally released in 1974
17. Caravan [Live, from „The Last Waltz“] 5:56, From the album The Last Waltz, Originally released in 1978
18. Hungry For Your Love 3:47, From the album Wavelength, Originally released in 1978
19. Cleaning Windows (Live) 4:22, From the album Live At The Grand Opera House Belfast, Originally released in 1984

Disc Two
1. Bright Side Of The Road 3:47, From the album Into the Music, Originally released in 1979
2. And The Healing Has Begun 8:02, From the album Into the Music, Originally released in 1979
3. Tore Down A La Rimbaud 4:13, From the album A Sense of Wonder, Originally released in 1985
4. Someone Like You 4:10, From the album Poetic Champions Compose, Originally released in 1987
5. Irish Heartbeat (w. The Chieftains) 3:53, From the album Irish Heartbeat, Originally released in 1988
6. Whenever God Shines His Light (w. Cliff Richard) 4:56, From the album Avalon Sunset, Originally released in 1989
7. Have I Told You Lately 4:19, From the album Avalon Sunset, Originally released in 1989
8. Real Real Gone 3:43, From the album Enlightenment, Originally released in 1990
9. Enlightenment 4:04, From the album Enlightenment, Originally released in 1990
10. Why Must I Always Explain? 3:50, From the album Hymns To The Silence, Originally released in 1990
11. Days Like This 3:17, From the album Days Like This, Originally released in 1995
12. That’s Life 3:52, From the album How Long Has This Been Going On, Originally released in 1995
13. Rough God Goes Riding 6:19, From the album The Healing Game,Originally released in 1997
14. Precious Time 3:45, From the album Back on Top, Originally released in 1999
15. Once In A Blue Moon 3:30, From the album What’s Wrong With This Picture?, Originally released in 2003
16. Magic Time 5:06, From the album Magic Time, Originally released in 2005
17. Playhouse 4:14, From the album Pay The Devil, Originally released in 2006
18. Sweet Thing (Live), From the album Astral Weeks: Live at the Hollywood Bowl, Originally released in 2009

Folgende Alben Van Morrisons werden demnächst bei Legacy Recordings erscheinen

Them

The Angry Young Them / Them (1965)
Them Again (1966)
Them featuring Van Morrison (compilation, 1972)
The Story of Them featuring Van Morrison (compilation, 1997)

Van Morrison
Ab dem 28. August als Digital Download & Streaming erhältlich

St. Dominic’s Preview (1972)
Hard Nose the Highway (1973)
It’s Too Late to Stop Now (Live) (1974)
Veedon Fleece (1974)
A Period of Transition (1977)
Wavelength (1978)
Into the Music (1979)
Common One (1980)
Beautiful Vision (1982)
Inarticulate Speech of the Heart (1983)
Live at the Grand Opera House, Belfast (Live) (1984)
A Sense of Wonder (1984)
No Guru, No Method, No Teacher (1984)
Poetic Champions Compose (1987)
Irish Heartbeat (w/the Chieftains) (1988)
Avalon Sunset (1989)
Enlightenment (1990)
Hymns to the Silence (1991)
Too Long in Exile (1993)
A Night in San Francisco (Live) (1994)
Days Like This (1995)
How Long Has This Been Going On? (1995)
Tell Me Something: The Songs of Mose Allison (1996)
The Healing Game (1997)
The Philosopher’s Stone (2CD outtakes compilation, 1998)
Back on Top (1999)
The Skiffle Sessions: Live in Belfast (Live) (2000)
Down the Road (2002)
What’s Wrong with This Picture? (2003)
Magic Time (2005)
Pay the Devil (2006)
Keep it Simple (2008)
Astral Weeks „Live at the Hollywood Bowl“ (Live) (2009)