KW-10-2015: Leonard Cohen und … die DIRE STRAITS. Dire Straits-Mitbegründer John Illsley im Interview über Leonard Cohen – First We Take Manhattan – Cover auf seinem Live-Album „live in London“ und demnächst live in Konzert

Mut zur Hoffnung

„Dire Straits“-Mitbegründer John Illsley wartet mit Solo-Album auf und weckt Lust auf mehr

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Dire Straits sind Mark Knopfler? Mark Knopfler ist Dire Straits? Nein, nicht ganz, Dire Straits sind Mark Knopfler und John Illsley. Gleich bei den ersten Tönen von Illsleys neuem Album „Testing The Water“ ist die Assoziation zu den Dire Straits mehr als präsent. Was nicht wirklich verwundert, denn John Illsley ist Gründungsmitglied dieser mega-erfolgreichen englischen Rock-Band und war als Bassist neben Mark Knopfler von 1977 bis zum Split Mitte der 1990er Jahre als einziges Bandmitglied immer dabei. Sein Einfluss auf den Sound der Band ist nicht zu unterschätzen. Bis heute verkauften die Dire Straits eine dreistellige Millionenzahl an Alben und erhielten zahlreiche „Brit“- und „Grammy“-Awards.

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Illsley brachte zwei CDs in den 1980ern und danach noch „Streets Of Heaven“ im Jahre 2010 heraus. In den beeindruckenden Texten der neuen acht Songs von „Testing The Water“ (2014) verarbeitet er unter anderem auch seine langwierige Erkrankung (Leukämie) und Heilung (durch eine Stammzellentherapie). Einige Titel schrieb er direkt im Krankenbett: „Ich hab’ die Ärzte einfach gefragt, ob ich eine Gitarre mitbringen kann.“ Guy Fletcher, der langjährige Dire Straits-Keyboarder, und auch Dire Straits-Kollege und Saxofonist Nigel Hitchcock (letztjährig noch mit Mark Knopfler auf Tour) sowie als Backingvokalistin John Islley’s Tochter Jessica, deren eigene Band Native Roses übrigens vom Vater produziert und auf dem gleichen Label wie „Testing The Water“ veröffentlicht wurde (Creek Records), sind mit auf dem Album zu hören. John Illsley selbst singt die Lead Vocals, spielt Bass sowie alle akustischen Gitarrenparts und produzierte das Ganze zusammen mit Guy Fletcher – und plötzlich kommt der Gedanke einer Dire Straits-Reunion oder wenigstens einer Tournee mit „Illsley plays Dire Straits“ auf, die gar nicht mal so abwegig ist, wie John erzählt…

Aber zunächst stellt sich die Frage, was John Illsley wohl antworten würde, wenn er gefragt würde, welche Art von Wasser er denn getestet habe und wie es war?

John Illsley: Nun, dieses Album ist keines jener Alben, das man herausbringt, und sagt, das ist das Beste, das ich jemals produziert habe. Es ist kein unter üblichen Umständen zu promotendes Album. Es ist eher ein Album, das meinen Gemütszustand der letzten Jahre im Verlauf meiner fortschreitenden Krankheit beschreibt. Ich war bei den Songs nie sicher, ob mir die Zeit bleibt, sie fertig zu stellen, deswegen nahm ich die Gitarre mit ins Krankenhaus; ob mir die Zeit bleibt, sie noch aufzunehmen und zu produzieren, wusste ich nicht. Und ich wusste nicht, ob die Songs gehört werden wollen, also nahm ich sie erst einmal für mich auf und „teste“ nun, ob sie gefallen. Aber der Titel ist eher so zu verstehen, dass man in das Album hineintauchen soll… um sich von Text und Musik in eine andere Welt hineingleiten zu lassen.

Und du hast die Songs wirklich im Krankenhaus geschrieben?

John Illsley: Ja, und auch gemalt. Seit Ende der „On Every Street“-Tour habe ich auch begonnen zu malen, weil ich das Gefühl hatte, in ein Loch zu fallen, als wir plötzlich auf dem Höhepunkt unserer Zeit aufhörten. Von „money for nothing and the chicks for free“ bis zum nichts mehr davon, drei bis vier Mal um die Welt gereist und plötzlich nur noch zu Hause. Das musste irgendwie kompensiert werden. Deswegen fing ich damals an zu malen, was ich heute noch immer tue.

Die Songs gefallen und klingen zudem nach etwas, worauf man lange wartete, wie z.B. auf etwas, das „wie die alten Dire Straits“ klingt. Welche sind die für dich wichtigsten Songs auf der Platte?

John Illsley: Nun, wäre es ein Album, bei dem es darauf ankäme einen kommerziellen Erfolg zu landen, hätte ich nach einer Hitmelodie gesucht und würde wohl jetzt den vermeintlichen Chart-Song nennen, um das Album gut zu verkaufen. Aber es ist nun mal ein sehr persönliches Album. Es ist Zeugnis davon, was Künstler tun: Sie beschreiben ihre Gefühle, drücken sich aus, schreiben Tagebücher, aus denen Sie etwas gestalten. So ist „Testing The Water“ zu verstehen, ohne einzelne Songs herauszustellen. Mich hat es immer fasziniert, mit Musik in den Köpfen der Zuhörer Bilder entstehen zu lassen. Leinwände aufzustellen – und die Zuhörer sollen ihre eigenen Bilder auf diese Leinwände werfen. Es besteht immer die Gefahr, dass diese Bilder anders verstanden werden – aber darum geht es nicht, der Künstler ist dabei nur das Medium, und wenn es ihm gelingt, mal Medium, mal Künstler, mal Leinwand zu sein, hat er seine Aufgabe erfüllt. Wenn man mich fragt, welcher Song mir besonders gefällt, dann ist es „Railway Tracks“. Aber auch der Titelsong ist sehr schön. Beides sehr persönliche Songs, die mein Inneres gut beschreiben. Aber es geht bei den Songs nicht nur um mich, sondern auch um all das, was uns umgibt, und woraus wir etwas lernen sollen. Ich sehe das Album als einen Spiegel unserer jeweiligen Gegenwart und damit mehr als Gesamtwerk. Ich komme aus dem klassischen Singer/ Songwriter-Genre und liebe den Blues, all das fließt in „Testing The Water“ mit ein.

Vor Jahren unterhielt ich mich mit Mark Knopfler über eines seiner Solo-Alben und er wünschte, dass man kein Wort über Dire Straits verlieren solle. Robert Plant mag derzeit nicht auf Led Zeppelin angesprochen werden und promotet lediglich sein Solo-Album, während Jimmy Page „Houses Of Holy“ und „Led Zeppelin IV“ remastered und munter über Led Zep plaudert. Wie steht es in diesem Zusammenhang um John Illsley und die Dire Straits?

John Illsley: Damit habe ich überhaupt keine Probleme. Die Dire Straits sind ein Teil, und vor allem kein unbedeutender Teil, meines Lebens. Warum sollte ich darüber nicht sprechen wollen? Jedes Leben hat seine Höhen und Tiefen, und es ist wichtig, sie zu erwähnen, sie zu reflektieren oder gar zu analysieren. Ich kann oft nicht verstehen, warum der eine oder andere über seine früheren Aktivitäten, gerade dann, wenn sie so erfolgreich waren wie z.B. die von Led Zeppelin, nicht sprechen möchte.

Die Rolling Stones sind ja Meister von Reunions, auch wenn sie alle schon um und über 70 Jahre alt sind. Kannst Du Dir eine Reunion mit Mark Knopfler und den Dire Straits vorstellen?

John Illsley: Ja, warum nicht? Aber Mark hat seine Projekte und ich war eine Zeit außer Gefecht gesetzt. Ich möchte mit solchen Aussagen nichts pushen. Aber Mark und ich haben eine gute Beziehung, sind Freunde, auch wenn es Zeiten gab, in denen wir nicht miteinander sprachen. Mark und ich hatten und haben unterschiedliche Vorstellungen über Musik, jeder lebte sie auf seine Art aus. Aber ich rede hier gerade von einem Zeitfenster von etwa 20 Jahren. Dire Straits waren die Mitte, vielleicht finden wir wieder einmal dazu. Wir sind noch immer Freunde. Dire Straits wurden nie offiziell aufgelöst. 1999 traten wir, also Mark, Alan Clark, Guy Fletcher, Ed Bicknell an den Drums, das letzte Mal als Band auf meiner Hochzeit auf. Danach fragte ich Mark 2008 noch einmal, aber er hatte damals keine Zeit und kein Interesse.

Hast Du vor, das „Testing The Water“-Album auch live zu performen?

John Illsley: Ja, und wir spielten sogar auf dem diesjährigen Glastonbury-Festival (2014). Mit Guy Fletcher und einigen anderen Musikern der Platte.

… und ihr habt auch Dire Straits-Songs gespielt?

John Illsley: Ja, warum auch nicht. Wenn doch jemand weiß aus welcher Band du kommst, an welchen Songs du mitgeschrieben hast, und wenn derjenige in deine Konzerte geht, solltest du nicht auf dem hohen Ross sitzen und diese Songs nicht spielen. Die Stones tun das ja auch, und haben vielleicht genau deswegen ein solchen Erfolg, auch in ihrem hohen Alter. Ich hatte die Stones mein ganzes Leben lang noch nie live gesehen, bis zum Jahr 2013 in Glastonbury. Ich war völlig fasziniert, insbesondere von Mick Jaggers Fitness und Aura in diesem hohen Alter. Ich ziehe da nur den Hut davor und empfand es auch als netten Zug von ihnen, noch einmal Mick Taylor einzubeziehen. Wir machen das im kleinen Stil ähnlich. Wir vermischen neue und alte Songs, und dabei sind dann Lieder wie z.B. „Sultans Of Swing“, „Money For Nothing“, „Calling Elvis“ und auch „Walk Of Life“.

Gibt es noch andere Musiker dieser Ära, die auf Dich ebenso gewirkt haben?

John Illsley: J.J. Cale. Sein Tod im letzten Jahr hat mich sehr beschäftigt. Ich höre ihn schon seit den 70ern, aber dass er nicht mehr da sein soll, schmerzt mich. Der Song „Sometimes“ ist ihm gewidmet. Ja, und natürlich Bob Dylan. Diese Antwort und sein Name kommen bei solchen Fragen immer ganz spontan, weil er einfach der Meister der schon erwähnten Leinwände ist. Er malt die schönsten Bilder mit Musik und Worten. Ich habe ihn leider viel zu selten live gesehen, aber bin froh, ihn schon in den 80ern, damals in Melbourne/ Australien live erlebt zu haben. Dylan ist ein Performer und Künstler der alten Art. Wenn andere bildlich gesprochen Häuser mit ihren Liedern bauen, ist er bereits Schlossherr und hat Paläste errichtet. Dylan ist natürlich ein ungewöhnlicher Charakter. Aber warum auch nicht? Er schafft eine Kunst, die kein anderer Künstler in der Lage ist so zu kreieren wie er. Ich bin geradezu stolz darauf, ihm mehrfach begegnet zu sein. Es bereitet Freude, in seiner Nähe zu sein, und er ist keineswegs so, wie er oft in den Medien dargestellt wird. Er ist weniger exzentrisch, aber eben außergewöhnlich und etwas eigen. Über solche Leute wird gerne die Realität verzerrend geschrieben und manches dazu gedichtet, übertrieben oder aus dem Zusammenhang gerissen. Egal, welches Album du dir von ihm anhörst, es zeigt einen Künstler, der Außergewöhnliches produziert und seine Kunst für sich sprechen lässt, sodass der Dialog mit dem Publikum oder seinen Kritikern nicht immer gelingt. Er braucht schon nicht mehr die Reflektion, weil er das perfekte Kunstwerk präsentiert und genau das macht es so schwierig, sich ihm und seiner Kunst zu nähern. Dylans Konzerte, – gerade auch, weil sie sich ändern und Dylan gerne Unerwartetes tut, – sind keine leichte Kost. Sie sind immer wieder neue und unvergleichbare Kunst. Ich habe ihn 1987 bei etwa 12 Shows, die damals in Melbourne stattfanden, live gesehen und auch mehrmals mit ihm gesprochen. Er war mit Tom Petty unterwegs und wir traten bei gleicher Gelegenheit auch auf. An einem der Day-Offs jammten wir für ein paar Songs zusammen und das Resultat bekam das Publikum dann auch in einigen Konzerten zu hören. Mark hatte einen noch besseren Zugang zu Bob. Die Schwierigkeit besteht darin, Zugang zu ihm zu finden, darin, über was du dich mit ihm unterhältst, darin, wie du ein Gespräch beginnst. Schaffst Du den Zugang, wird es gut. Schaffst du es nicht, wird es nicht gut. Dylan ist nicht einfach, aber genial. Aber mit Leuten, die derartiges erschaffen, wie z.B. auch Van Morrison oder J.J.Cale, ist das so, sie sind unbeschreiblich in ihrer Art, aber eben genial und ich bin dankbar, in ihrer Zeit zu leben und sie live erleben zu können. Was würden wir uns nicht alle wünschen, einmal Beethoven, Bach oder Mozart live spielen zu hören. Jetzt haben wir Bob Dylan.

Wenn Du ihn als Maler siehst, mit welchem Maler ist er zu vergleichen?

John Illsley: Mit Picasso?

Und wer ist dann Matisse, weil der doch oft mit Picasso in einem Atemzug genannt wird?

John Illsley: Vielleicht Leonard Cohen? Ich lese gerade das Buch „A Broken Hallelujah: Leonard Cohen’s Secret Chord“ von Liel Leibovitz und bin nun Cohens größter Fan.

Stimmt es, dass du deinen eigenen Pub hast?

John Illsley: Ja, es ist ein kleines Hotel in New Forest, Hampshire. (Anmerkung des Autors: East End Arms Hotel, New Forest, Hampshire; Main Road, East End SO41 5SY). Ich stehe da nicht rund um die Uhr hinterm Tresen, komme aber immer wieder vorbei, um mein Pint zu trinken. Eine Kneipe zu haben war schon immer mein Traum gewesen.

Im nächsten Jahr, 2015, spricht man schon von einer großen Open Air- und Festivalschwemme. Das dienstälteste, „Rock am Ring“, feiert sogar sein 30-jähriges Bestehen und findet quasi zweimal statt. Einmal als „Grüne Hölle“ am Nürburgring und einmal als der neue „Rock am Ring“ auf dem Flugplatz in Mendig nahe des Nürburgrings. Könntest Du Dir vorstellen, bei einem davon dabei zu sein?

John Illsley: Jederzeit. Wo ist der Vertrag, den ich unterschreiben soll? Aber Spaß beiseite, wir brennen geradezu darauf 2015 durch Deutschland zu touren. Die Vorbereitungen laufen.

Mit oder ohne Mark Knopfler?

John Illsley: Zunächst ohne, aber die Zeit wird zeigen, was passiert.

Nicht lange nach dem Gespräch mit John Illsley veröffentlichte sein Management die ersten Tourdaten für März 2015 und kündigte sogar die Veröffentlichung des Albums „Live in London“ an, das im ‚Half Moon‘-Pub im Westen der britischen Metropole aufgenommen wurde. Darauf sind zahlreiche Reminiszenzen an seine ehemalige Band vertreten. Gleich sieben Dire Straits-Klassiker bietet die neue Live-CD, darunter die deutschen Top 20-Hits „Walk Of Life“, „Sultans Of Swing“ oder „Money For Nothing“.Aber John Illsley und seine Band präsentieren auch zwei unerwartete Coverversionen. Die Leonard Cohen-Komposition „First We Take Manhattan“ und der legendäre Pink Floyd-Titel „Another Brick In The Wall“ passen hier bestens in das musikalische Konzept. Die eigenen Kompositionen, darunter der wunderbare Song „When God Made Time“, entstammen allesamt seinen letzten beiden Solo-Alben „Streets Of Heaven“ (2010) und „Testing The Water“ (2014).

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Konzerte:

24.03.2015                                                                                                Franz Club, Berlin

25.03.2015                                                                                                Colos Saal, Aschaffenburg

26.03.2015                                                                                                Ampere, München

28.03.2015                                                                                                Downtown Bluesclub, Hamburg

29.03.2015                                                                                                Blues Garage, Isernhagen

30.03.2015                                                                                                Harmonie, Bonn

31.03.2015                                                                                                Hirsch, Nürnberg

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Titelliste (inklusive Info über die Herkunft der originalen Studio-Tracks)

1. Toe The Line (original auf „Streets Of Heaven“)
2. Walk Of Life (original: Dire Straits)
3. Once Upon A Time In The West (original: Dire Straits)
4. Private Investigations (original: Dire Straits)
5. Young Girl (original auf „Streets Of Heaven“)
6. Sultans Of Swing (original: Dire Straits)
7. First We Take Manhattan (Leonard Cohen-Cover)
8. Another Brick In The Wall (Pink Floyd-Cover)
9. Streets Of Heaven (original auf „Streets Of Heaven“)
10. I Thought I Saw It Coming (original auf „Streets Of Heaven“)
11. Romeo And Juliet (original: Dire Straits)
12. When God Made Time (original auf „Testing The Water“)
13. Is It Real (original auf „Streets Of Heaven“)
14. Brothers In Arms (original: Dire Straits)

Bildzeilen:

John Illsley live in Concert zusammen mit den Dire Straits 1992.

John Illsley live zusammen mit Mark Knopfler 1993.

John Illsley Live 2015: Als Zeichner musikalischer Landschaften

 

 

 

 

 

 

KW9-2015: Leonard Cohen und … der Oscar. – Soundtracks-Part 1: Bob Dylan, ja, aber schon im Jahre 2000. Leonard Cohen, nein. Auch nicht 2015!

Man hofft ja immer etwas mit, ob vielleicht nicht doch ein Song von Leonard Cohen bei den Grammy- oder Oscar-Awards mit dabei ist. Potenzial dazu hätten viele Cohen Songs. Auch neue vom aktuellen Album z.B. Und Filmemacher gibt es genug, die Interesse an Cohen-Songs für ihren Soundtrack zum Film haben.

Und dabei gibt es auch einige namhafte wie z.B. „Mrs. Cabe & Mr. Miller“ von Robert Altman 1971.

Soundtracks

The Stranger song
Sisters of mercy
Winter lady

Oliver Stones „Natural Born Killers“ von 1994 wäre ein Award für die Musik wert gewesen:

Verwendete Cohen Songs:

Waiting for the miracle
The Anthem
The Future

Oder Roger Youngs „Kiss The Skey“ von 1998 mit den Soundtrack-Songs:

Tower of song
The future
Waiting for the miracle
Bird on the wire (Jennifer Warnes)
Dance me to the end of love
Take this longing
Teachers
Ain’t no cure for love

In über 50 Filmen gibt es Soundtracks mit Leonard Cohen -Songs. Für einen Award hat es nicht gereicht. Auch 2015 nicht. Den erhielt: John Legend für seinen Song in SELMA:

Gemeinsam mit Rap-Veteran Common gab John Legend bei den „Oscars 2015“ den Titelsong des Geschichtsdramas „Selma“ zum Besten. Ein besonders emotionaler Moment, bei dem einigen Stars in den Rängen die Tränen übers Gesicht kullerten. Aufgrund der Historie ist „Selma“ in den USA mit einer ganz besonderen Bedeutung aufgeladen. Das Drama erzählt die Geschichte des Bürgerrechtlers Martin Luther King (†39), gespielt von David Oyelowo (38). King führte nach den Protestmärschen von Montgomery Mitte der 60er-Jahre eine Widerstandsbewegung an, die sich gegen die Diskriminierung der dunkelhäutigen Bevölkerungsschicht stellte. Trotz Beifallstürmen von Fans und Kritikern wurden weder Owoleyo noch „Selma“-Regisseurin Ava DuVernay (42) für die „Oscars 2015“ berücksichtigt. Dafür gab es jedoch zwei Nominierungen: in der Kategorie „Bester Song“ für „Glory“ von John Legend (36) und Common (42) sowie in der Sparte „Bester Film“. (Quelle: Pro7)

Bester Filmsong:

präsentiert von Idina Menzel und John Travolta

„Glory“ aus SelmaJohn Legend und Common

Everything Is Awesome“ aus The LEGO MovieShawn Patterson
„Grateful“ aus Beyond the LightsDiane Warren
„I’m Not Gonna Miss You“ aus Glen Campbell: I’ll Be MeGlen Campbell und Julian Raymond
„Lost Stars“ aus Can a Song Save Your Life? (Begin Again)Gregg Alexander und Danielle Brisebois

Beste Filmmusik:

präsentiert von Julie Andrews

Grand Budapest Hotel (The Grand Budapest Hotel)Alexandre Desplat

Die Entdeckung der Unendlichkeit (The Theory of Everything)Jóhann Jóhannsson
The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben (The Imitation Game)Alexandre Desplat
InterstellarHans Zimmer
Mr. Turner – Meister des Lichts (Mr. Turner)Gary Yershon

Die 87. Verleihung der Oscars (englisch 87th Academy Awards) fand am 22. Februar 2015 im Dolby Theatre in Los Angeles statt.

Auch wenn Leonard Cohen bis dato noch keinen Oscar erhielt, bekam zumindest ein ehrwürdiger wie ebenbürtiger Kollege, Bob Dylan einen Oscar und das bereits im jahre 2000 für seinen Song „Things Have Changed“ aus dem „Wonderboys“.

Things Have Changed (deutsch sinngemäß: Die Dinge haben sich geändert) ist ein Song von Bob Dylan aus dem Jahr 2000. Anders als die meisten anderen bekannten Stücke Dylans erschien die bluesige, mit New-Orleans-Jazz-Versatzstücken unterlegte Ballade zunächst exklusiv als Single. Als einzige Dylan-Neukomposition war sie darüber hinaus Teil des Soundtracks zu dem Film WonderBoys von Curtis Hanson mit Michael Douglas. Mit dem Golden Globe Award für den besten Originalsong sowie einem Oscar für den besten Filmsong des Jahres 2000 erhielt das Lied gleich zwei renommierte Preise. (Quelle: Wikipedia).

Mit beim Wonderboys-Soundtrack dabei, aber nicht nominiert und nicht preisbedacht: Leonard Cohen mit „Waiting For The Miracle“.

Desweiteren ebenso mit dabei:

John Lennon, Van Morrison, Neil Young and Leonard Cohen.

 

 

 

KW8-2015: Leonard Cohen und …. The Scorpions: Heute erscheint das neue Album: Return To Forever – Gleichzeitig ist das der Start zur 50. jährigen Jubliäums-Feier mit Album, Kino-Film und Welttournee. Und Frontmann Klaus Meine über Leonard Cohen: „Er ist ein grossartiger Songpoet“

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 Zur Vorab-Promotion traf ich die Scorpions im Januar in München und Matthias Jabs (links), Klaus Meine (2. v. r.) und Rudolf Schenker (rechts) sprachen über ihre 50jährige Karriere, das neue Album und den Kinofilm.

Klaus Meine sprach auch über Joe Cocker, Bob Dylan und Leonard Cohen mit mir. Das komplette Interview gibt es in der nächsten Ausgabe von BREAK OUT MAGAZIN.

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Titelfoto: Christof Graf

 

KW-7/2015: Leonard Cohen und …youtube – you tube wird heute 10 Jahre alt – teil 1 – 10 Jahre nach Gründung von der social media – video -plattform schafft es Leonard Cohen auf „etwa“ 608.000 Einträge

YouTube ist laut wikipedia „ein Videoportal des US-amerikanischen Unternehmens Google Inc. mit Sitz im kalifornischen San Bruno. You tube hat heute Geburtstag.

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Die Benutzer können auf dem Portal kostenlos Video-Clips ansehen, bewerten und selber hochladen.“

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Gegründet wurde es heute vor 10 Jahren am  14. Februar 2005, San Mateo, Kalifornien, Vereinigte Staaten. Gibt man am heutugen Tag das Stuichwort LEIONARD COHEN ein, erhält man etwa etwa 608.000 Ergebnisse.

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KW-6/2015: Leonard Cohen und … der Grammy: 2015? Nein? Aber 2010 den Lifetime – Grammy

 Am 8. Februar 2015 wurde zum 57. Mal der wichtigste US-amerikanische Musikpreis, der Grammy vergeben. Die Verleihung findet traditionell im Staples Center von Los Angeles statt. Mit der Auszeichnung werden Musiker, Liedautoren und weitere erfolgreiche Akteure im Musikgeschäft ausgezeichnet. Grundlage für den Grammy 2015  sind Veröffentlichungen zwischen dem 1. Oktober 2013 und dem 30. September 2014. Die Nominierungen wurden am 5. Dezember 2014 bekanntgegeben.

Leonard Cohen war trotz seines „Meisterwerkes“ Popular Problems nicht dabei. Aber er erhielt 2010 einen Grammy

 

Am 31. Januar 2010 wurden im Staples Center von Los Angeles die Grammy Awards 2010 verliehen. Es war die 52. Verleihung des Grammys, des wichtigsten US-amerikanischen Musikpreises. Gewürdigt wurden Anfang 2010 die musikalischen Leistungen, die zwischen dem 1. Oktober 2008 und dem 31. August 2009 veröffentlicht worden sind.

 

Vergeben wurden 109 Auszeichnungen in 30 Bereichen. Die Nominierten wurden am 2. Dezember 2009 bekanntgegeben. Unter den Künstlern war mit Abstand am erfolgreichsten die R&B-Sängerin Beyoncé, die sechs Grammys gewann, gefolgt von der Countrysängerin Taylor Swift mit vier Auszeichnungen. Jeweils drei Auszeichnungen gewannen die Kings of Leon, die Black Eyed Peas, Rapper Jay-Z sowie die Aufnahme von Mahler-Symphonien der San Francisco Symphony.

 

Grammy Lifetime Achievement Award‎‎s 2010 erhielten:

Leonard Cohen

Bobby Darin

David Honeyboy Edwards

Michael Jackson

Loretta Lynn

André Previn

Clark Terry

https://www.youtube.com/watch?v=DHSfAUJ_TUE

KW-5/2015: Leonard Cohen und … Bob Dylan….Der eine träumt von Frank Sinatra, der andere schätzt Ray Charles – Bob Dylan veröffentlicht die Frank Sinatra-Hommage „Shadows in the Night“ am 30.01.2015

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Sie waren alle gespannt darauf. Die Medien, die Kritiker und die Fans. Einige bekamen es früher, andere später zu hören. Heute hörten es alle, die es kaufen wollten. Heute war der Veröffentlichunsgtermin in Deutschland.  Die Erwartungshaltung war groß. Gespannt war man. Neugierig. Auch auf das, was Bob Dyaln wohl zu und über das Album sagen würde. Er tat das, was ers eit Jahren schon immer macht: Nichts dazu sagen.  Die Songs sprechen lassen. Oder ganz wenig sagen. Will heißen, ein einziges interview, so wie er es schon des öfteren seit den Alben der 2001er Jahre tat. Ein Intervierw, eins dort. Einmal der USA Today, ein anderes Mal dem Rolling Stone. Das muss reichen und die anderen Medien schreiben ab.

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Dieses Mal ist es die US-Seniorenzeitschrift „AARP Magazine“, deren nächster Ausgabe 50 000 neue Dylan-CDs beiliegen werden, die ein einzigfes Exklusiv-Interview vom Meister erhält, AARP fragte, ob es denn riskant sei, ein solches Album aufzunehmen? „Riskant?“, erwiderte Dylan. „Wie wenn man über ein Feld geht, das mit Landminen gespickt ist? Oder wie wenn man in einer Giftgasfabrik arbeitet? Am Plattenmachen ist nichts riskant“, antwortete Dylan und nimmt sich dabei weniger wichtig, als jene, die ihn gerne kritisieren.

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DIE SÜDDEUTSCHE tituliert ihre heutige Rezension über Bob Dylans neues Album „Shadows in the Night“ mit den Worten „Schmalzgebackenes aus der Kinderzeit“. Und genau so empfand ich das Album auch, als ich es zum ersten Mal heute hörte. Zudem erinnerte es mich an das Weihnachtsalbum von 2009. Ähnliche Stimme, ähnliche Anmutung und eine ähnliche Orientierung in Richtung „American Songbook“.

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„Im Song „What’ll I do“ zerrt der Verzicht auf jegliche Studiotricks Dylans schweren Atem auf die CD, in „Why try to change me now“ bettelt der Sänger um Erlösung, und Dylans Version von „Some enchanted Evening“ setzt neue Maßstäbe in Sachen ungeschminkter Traurigkeit.“, stellt die STUTTGARTER ZEITUNG fest.

Songs wie „My Way“ sind nicht dabei. Warum auch.  Der erste Mann der Rockgeschichte covert den ersten Mann der Popgeschichte und lässt dennoch Platz für Respekt.  Dylan hat die Songs nicht mit großem Orchester, sondern mit seiner bewährten Tourband, ergänzt um ein dreiköpfiges Bläserensemble, eingespielt.

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Doch „Shadow In The Night“ ist kein wirkliches Cover-Album, mehr ein Tribute. Gesungen wurden die Songs zwar alle von Sinatra, komponiert wurden sie allerdings von Songwritern, wie z.B. Richard Rodgers und Oscar Hammerstein („Some Enchanted Evening“) oder Irving Berlin („What’ll I Do“). Was sie verbindet? Sehnsucht? Sehnsucht! Nach? Nach Amerika? Freiheit? Liebe? Ja!

Wieder einmal macht Bob Dylan das, was er immer macht, nämlich das, was er mag, was ihm Freude macht. Nichts, was er muß, nichts, was er soll. Er macht es für sich.  Und es hat nicht wirklich viel mit Frank Sinatra zu tun, schließlich läßt er bei den zehn Sinatra-Songs die größen Hits dessen, dem er eine Hommage anbietet , aus. Und gesteht der AARP, dass es ihm darum ginge, diese Songs zu retten, auszugraben, wieder zurück in die Erinnerung, zurück in das Bewusstein zu bringen. Bob, ich danke dir dafür.

P.S.: Leonard Cohen träumt schon immer, so etwas mal mit Songs von Ray Charles zu machen… 🙂

Das Interview das Bob Dylan der AARP für „Shadow In he Night“ gab, kann man hier lesen:

http://www.aarp.org/entertainment/style-trends/info-2015/bob-dylan-aarp-magazine.html

 

 

 

 

 

 

 

 

 

KW-3/2015: Leonard Cohen und … Soundtracks für Filme – THE BIG TRIP – WILD (Neu im Kino seit 16.1.15) Cohen singt Suzanne

soundtrack-wild-300Wild“ ist der Soundtrack zum Hollywood-Film „Der große Trip – Wild“, der schon im Dezember bereits in den USA startete und seit vorgestern in deutschen Kinos zu sehen ist und zudem es seit gestern den Soundtrack gibt. Mit auf dem Soundtrack dabei Leonard Cohen`s „Suzanne“.

Der Film erzählt die wahre Geschichte der heroinabhängigen Cheryl, die nach dem Zusammenbruch ihrer Ehe und dem Tod der Mutter (Laura Dern) eine weitreichende Entscheidung trifft. Sie beschließt, den Pacific Crest Trail, einen über 1000 Kilometer langen Wanderweg, der von Mojave nach Portland führt, alleine zu meistern. Der Zuschauer erlebt hautnah, wie dicht – auf der anspruchsvollen Tour – Leid und Freude beieinander liegen. Letztlich wird Cheryl von ihrer Sucht geheilt.
Ein weiteres Album-Highlight nach Cohens „Suzanne“ ist die umwerfende Coverversion des R.E.M.-Hits „Walk Unafraid“ des schwedischen Folk-Pop-Duos First Aid Kit. Die weiteren 14 Tracks des Longplayers sind ein absolut hörenswerter Mix aus Pop-Klassikern vergangener Jahrzehnte. Der Soundtrack „Wild“ präsentiert neben dem Cohen-Siong auch Songs  von Bruce Springsteen, Simon & Garfunkel, Wings, Hollies, Portishead oder Lucinda Williams. Ausführende Produzenten waren Susan Jacobs und Jean-Marc Vallée, der Regisseur des Films.

Vallée sagt über den Soundtrack: “Ich wollte nicht, dass mein Publikum das Gefühl hat, in einem Kinosaal zu sitzen. – Filmmusik macht mir persönlich oft erst bewusst, dass ich einer Spielfilmhandlung folge, denn ich höre ja Songs, die die Protagonisten nicht hören. Diesen Eindruck versuche ich in meinen Produktionen zu vermeiden. Ich verwende die Tracks nur für Rückblenden oder in den Szenen, in denen Cheryl oder die anderen Protagonisten tatsächlich Musik hören – im Radio zum Beispiel, oder auf ihrem CD-Player.“

Der Film „Der große Trip – Wild“ versammelt ein hochklassiges Team von Hollywood-Profis, die den autobiographischen Bestseller der Autorin Cheryl Strayed zum Leben erwecken. Die Hauptrolle spielt Reese Witherspoon, die für ihre Rolle in „Walk The Line“ mit einem Oscar ® ausgezeichnet wurde. Der Oscar®-nominierte Autor Nick Hornby schrieb das Drehbuch.

TRACKLIST:

1. Simon & Garfunkel – El Condor Pasa (If I Could)
2. First Aid Kit – Walk Unafraid
3. Wings – Let ‘Em In
4. The Shangri-Las – I Can Never Go Home Anymore
5. Leonard Cohen – Suzanne
6. Billy Swan – Don’t Be Cruel
7. Free – Be My Friend (BBC Session/Take One)
8. Lucinda Williams – Something About What Happens When We Talk
9. Portishead – Glory Box
10. Bruce Springsteen – Tougher Than The Rest
11. Pat Metheny Group – Are You Going With Me?
12. The Hollies – The Air That I Breathe
13. Simon & Garfunkel – Homeward Bound
14. Ripple – Dusted and Eric D. Johnson
15. Evan O’Toole – Red River Valley

KW-2/2015: Leonard Cohen und … 80 Jahre Elvis Presley (8.Januar 2015) und 70 Jahre Rod Stewart (10. Januar 2015)

Jubiläen klingen besser….

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Was haben Leonard Cohen und Elvis Presley gemeinsam? Cohen hörte in seiner Jugend Presley. Cohen ist am 21.9.2014 80 Jahre alt geworden, Elvis Presley wäre am 8. Januar 2015 80 Jahre alt geworden. Beide Künstler stehen bei COLUMBIA / Sony unter Vertrag.

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Ein Jubiläum, das auch veröffentlichungstechnisch gefeiert wird. „ELVIS 80“ ist die Retrospektive zum 80. Geburtstag des KING. Das 3CD-Album umfasst alle Hits sowie großartige Neufassungen. Es erschien am 05. Dezember bei RCA Records/Legacy.

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„Elvis ist die größte Kraft des 20. Jahrhunderts. Überall hat er den Beat hingebracht, in die Musik, die Sprache, die Kleidung; es ist wie eine ganz neue soziale Revolution. Mit ihm sind die 60er Jahre entstanden.“
Leonard Bernstein

Am 8.Januar 2015 wäre der King 80 Jahre alt geworden. Ein denkwürdiges Datum, denn Elvis Presley ist nicht nur der erfolgreichste Künstler aller Zeiten, Elvis ist der unbestrittene Wegbereiter aller Pop- und Rock-Künstler, die nach ihm kamen. Mit seinem damals revolutionären Look, Gesang und Tanz sprengte er die Traditionen und ermöglichte so erst den Stil der 1960er Jahre.

Sony Music/RCA Records möchte mit der Veröffentlichung des 3-CD-Sets „Elvis 80“ alle Medienpartner einladen, diesen Geburtstag gemeinsam zu feiern und einen großen Künstler zu würdigen. Sei es mit Dokus im TV, mit Titel-Stories in Print-Magazinen und natürlich mit seinen Songs im Radio und Online.

Das Album „Elvis 80“ erscheint am 05.12.2014 und würdigt den King mit seinen größten Hits, seinen stärksten Balladen sowie einer Bonus-CD voller Duette, „rare tracks“ und aktueller Songs des King – neugefasst von DJs, die Elvis damit auch im 21. Jahrhundert ihre Ehre erweisen.

„Es hat Anwärter auf den Thron gegeben, es hat Herausforderer gegeben, aber es gibt nur einen König. Alles beginnt und endet mit ihm.“
Bruce Springsteen

Als Elvis Presley am 19. Juli 1954 vor genau 60 Jahren seine erste Single „That’s All Right“ veröffentlichte, wusste er sicher selbst noch nicht, was er damit auslösen würde. Die Single markiert nichts weniger als die Geburtsstunde des Rock ’n´ Roll. Und sie wurde ein gigantischer Erfolg: Nur drei Jahre später hatte Elvis bereits zehn Nummer 1-Hits, spielte in vier Kinofilmen und besaß vier Cadillacs, ein Anwesen namens „Graceland“ sowie die ehemalige Präsidentenyacht „Potomac“.

Doch auch über den einzigartigen, kommerziellen Erfolg hinaus hinterließ Elvis Spuren: Nicht nur, dass Künstler wie Mick Jagger, Keith Richards, John Lennon, Paul McCartney und fast alle Pop- und Rock-Künstler seinen Status als King auch heute noch untermauern – Elvis‘ Look, sein Gesang und sein Tanz waren so revolutionär, dass zahlreiche Auftritte ungewollt im Eklat endeten.

„Als ich Elvis das erste Mal hörte, da wusste ich dass ich für niemanden arbeiten werde, und dass keiner mein Boss wird ….Ihn das erste Mal zu hören, war wie aus einem Gefängnis auszubrechen.“
Bob Dylan

Einen Vergleich für seine Rolle in der Jetztzeit zu finden ist quasi unmöglich. Elvis löste Tumulte aus, bekam Auftrittsverbote, wurde wieder und wieder aus dem TV verbannt – doch trotzdem folgte ihm eine ganze Generation und imitierte seine Art zu tanzen, zu singen oder sich zu kleiden. Elvis wurde so Wegbereiter der Nachkriegszeit und revolutionierte nicht nur die Musik, sondern nahezu alle Bereiche der Gesellschaft

„Bevor irgendjemand irgendetwas machte, hat Elvis alles gemacht.“
Mick Jagger

Mit dem 3CD-Album „Elvis 80“ soll Elvis‘ musikalisches Schaffen zu seinem Geburtstag gewürdigt werden. Natürlich beginnt das „Best Of“-Album mit Rock ’n´ Roll. Hits wir „Jailhouse Rock“, „Hound Dog“, „Return To Sender“ oder „Blue Suede Shoes“ haben auch heute noch die elektrisierende Wirkung, die damals den Beginn des Rock ’n´ Roll markierte.

CD2 beschäftigt sich dagegen mit den Balladen des King. Songs wie „Love Me Tender, „In The Ghetto“, „Always On My Mind“ oder „Suspicious Minds“ sind Meilensteine ihrer Zeit. Sie vergrößerten Elvis‘ Ruhm und berühren die Menschen nach wie vor.

„Wann immer es mir schlecht ging, legte ich eine Elvis-Platte auf, und dann fühlte ich mich großartig.“Paul McCartney

Auf CD3 geht es schließlich um den King von heute. Die CD enthält großartige Neufassungen und „rare tracks“ von Elvis‘ Songs. Sei es die neue Single „Shake That Tambourine“ im Remix von Alle Farben, sei es der Welthit „A Little Less Conversation“ von JXL, sei es der coole Clubmix „Rubberneckin’“ von Paul Oakenfold oder „Burning Love“, bei dem man ermessen kann, dass Elvis auch für U2 ein guter Frontmann geworden wäre. Hinzu kommen großartige Duette des King mit Nancy Sinatra, Ann Margret oder die Neuadaption von „Love Me Tender“ zusammen mit Dani Klein, der Sängerin von Vaya Con Dios sowie als „special bonus“ Elvis‘ berühmte Lach-Version von „Are You Lonesome Tonight“ – genau wie die verschollen geglaubte lange Version von „Wooden heart“, die erstmals seit den 80er Jahren wieder auf CD erscheint.

„Ich danke Gott für Elvis Presley. Ich danke dem Herrn, dass er Elvis geschickt hat, die Tore aufzustoßen, damit ich diese Strasse gehen konnte.“
Little Richard

CD1
The King of ROCK’N ROLL
Jailhouse Rock
Blue Suede Shoes
Hound Dog
Return To Sender
All Shook Up
Don’t Be Cruel
Tutti Frutti
Hard Headed Woman
Stuck On You
(let Me Be Your) Teddy Bear
That’s All Right
King Creole
Lawdy Miss Clawdy
My Baby Left Me
Too Much
I Got A Woman
Shake, Rattle and Roll
Let’s Have A Party
Trouble
Burning Love

CD2
The King of LOVE
Suspicious Minds
In The Ghetto
Can’t Help Falling In Love
Love Me Tender
Always On My Mind
It’s Now Or Never
Heart Break Hotel
Fever
(You’reThe) Devil In Disguise
Marie’s The Name) His Latest Flame
Are You Lonesome Tonight
Love Letters
Good Luck Charm
Kiss Me Quick
The Girl Of My Best Friend
One Night
The Wonder Of You
A Fool Such As I
Don’t
Blue Moon

CD3
The King of TODAY (Remixes)
Shake That Tambourine (by: alle farben)
Bossa Nova Baby (by: Viva Elvis)
A little less conversation (by: JXL)
Blue Suede Shoes (by: Viva Elvis)
Rubber Neckin‘ (by: Paul Oakenfold)
Burning Love (Viva Elvis)
Suspicious Minds (by: Viva Elvis)

King of DUETS
Love Me Tender (feat. Dani Klein)
The Lady Loves Me (feat. Ann Margret)
You’re The Boss (feat. Ann Margret)
Today, Tomorrow And Forever (A. Margret)
There Ain’t Nothing Like A Song (N. Sinatra)

The King of SPECIAL VERSIONS
Are You Lonesome Tonight (Laug- Version)
Wooden Heart (Muss i denn) (03:20 Version)

 

Auswahl weiterer offizieller Veröffentlichungen zum  Thema ELVIS PRESLEY im Jahre 2014:

2 CDs oder 8 CDs + 2 DVDs | Vö. 01.08.2014 | Columbia/Legacy/Sony Music

Im Jahr 1970 durften sich die Elvis Presley-Fans über zwei Großereignisse freuen: Mit „That’s The Way It Is“ wurde ein neues Album ihres Idols veröffentlicht, und im Kino war der King in einer gleichnamigen Konzert-Dokumentation in Spielfilmlänge zu bewundern. Am 1. August erscheint bei Columbia/Legacy Recordings, der Katalogabteilung von Sony Music Entertainment, „That’s The Way It Is“ neu als 2 CD-Version und als hochwertiges 8CD + 2DVD Deluxe Box Set.

Die Original LP-Version von „That’s The Way It Is“ wurde im November 1970 veröffentlicht. Das Album enthielt acht in Nashville produzierte Songs sowie vier Livemitschnitte, die 1970 während Elvis’ “Summer Festival”-Engagement in Las Vegas entstanden. Darunter auch interessante Coverversionen von Dusty Springfields “You Don’t Have To Say You Love Me”, “You’ve Lost That Lovin’ Feelin’” (Righteous Brothers) und eine atemberaubende Interpretation von Simon & Garfunkels “Bridge Over Troubled Water”.

Der All Music Guide nannte die „Summer Festival“-Showreihe „… eine der besten, die Elvis je auf die Bühne brachte …” und lobte, dass “diese Aufnahmen für jeden Elvis-Fan ein absolutes Muss darstellen.” CD2 der neuen Legacy Edition bietet die komplette „Dinner Show“ vom 12. August 1970 mit vielen unveröffentlichten Titeln.

Die 8 CD+2DVD Deluxe-Box „That’s The Way It Is“ bietet zum ersten Mal überhaupt das Original-Album und den 1970er MGM-Dokumentarfilm in einem Set. Der Film liegt dem Boxset in zwei Versionen bei, in der Original-Kinofassung sowie der geschnittenen DVD-Version aus dem Jahr 2000. In der Box sind auch die sechs Elvis-Shows in voller Länge zu hören, die für den Dokumentarfilm von MGM mitgeschnitten und teilweise gefilmt wurden. Weiterhin enthält die Deluxe Edition ein 80-seitiges Booklet mit seltenen Fotos, Memorabilia und Infos zu den Aufnahmen.

 

ELVIS sings…

CD | Vö. 13.06.2014 | Columbia/Legacy/Sony Music

Elvis Presley gelang es immer wieder, populäre Songs anderer Interpreten in seiner unnachahmlichen Art zu interpretieren und so eigenständige Versionen umzusetzen. Die neue CD „Elvis Sings…“ dokumentiert insgesamt 23 Titel. Die Song-Auswahl reicht dabei von Blues über Folk und Country bis hin zu Rock ’n‘ Roll und Soul.

Nachfolgend dazu die Übersetzung der Liner Notes desamerikanischen Journalisten Ken Sharp:

„Wenn man einen Song für Elvis schrieb, wusste man genau: Der King wird die Erwartungen übertreffen …“ , erinnert sich Songwriter-Legende Doc Pomus über seine Zusammenarbeit mit Elvis Presley, „ …denn er war einer der wenigen, die deinen Kompositionen eine besondere Note verleihen konnten.“

Wenn Elvis einen Song für sich entdeckte, dann musste der Titel authentisch klingen, gefühlvoll und leidenschaftlich. Der King war ein Meister, wenn es darum ging, einen Song neu zu interpretieren. Dabei kam ihm zugute, dass er in nahezu allen Genres zuhause war – egal ob es um Pop, R&B, Gospel, Country & Western, Rock ’n‘ Roll, Folk, Jazz oder die große Balladen ging. Dementsprechend groß war auch sein Oeuvre, das im Laufe seiner Karriere auf über 800 Songs angewachsen war. Elvis konnte eine tolle Version von Ray Charles‘ “I Got a Woman“ – ein Lieblingstitel in seinem persönlichen Songbook – ebenso glaubwürdig präsentieren wie Neil Diamonds Evergreen “Sweet Caroline“ oder Gordon Lightfoots “Early Morning Rain“.

Schon bei seinen legendären Sessions bei Sun Records demonstrierte er die verblüffende Fähigkeit, die Quintessenz eines Songs zu extrahieren und daraus einen echten Elvis-Titel zu machen. Diese Gabe hat der King nie eingebüßt. Auf unzähligen LPs konnte er Titeln wie Muddy Waters‘ archaischem Blues “Got My Mojo Workin‘“, Hank Williams sehnsuchtsvollem “I’m So Lonesome I Could Cry“ oder getragenen Songs wie “Bridge Over Troubled Water“ und „My Way“ seinen eigenen Stempel aufdrücken.

Elvis Presley war ein einmaliges Naturtalent, doch bei seinem Aufstieg zum Rock-Olymp halfen ihm natürlich auch großartige Songwriter, die ihre Fähigkeiten ganz in die Dienste des King stellten. Auf dieser Compilation sind 23 Songs zu hören, die beispielhaft demonstrieren, wie diese begabten Komponisten mithalfen, Elvis Ausnahmestellung in der Welt der populären Musik zu festigen.

Titelliste:
Promised Land (CHUCK BERRY), What’d I Say (RAY CHARLES), Early Mornin‘ Rain (GORDON LIGHTFOOT), You’ve Lost That Loving Feeling (THE RIGHTEOUS BROTHERS), My Babe (LITTLE WALTER), Don’t Think Twice, It’s Alright (BOB DYLAN), Got My Mojo Working (MUDDY WATERS), Bridge Over Troubled Water (SIMON & GARFUNKEL), Help Me Make It Through The Night (KRIS KRISTOFFERSON), Gentle On My Mind (GLEN CAMPBELL), Funny How Time Slips Away (WILLIE NELSON), Sweet Caroline (NEIL DIAMOND), You Don’t Have To Say You Love Me (DUSTY SPRINGFIELD), Proud Mary (CREDENCE CLEARWATER REVIVAL), I Got A Woman (RAY CHARLES), Words (BEE GEES), Something (THE BEATLES), You Don’t Know Me (RAY CHARLES), I’m So Lonesome I Could Cry (HANK WILLIAMS), Danny Boy (TRADITIONAL), My Way (FRANK SINATRA), Tomorrow Is A Long Time (BOB DYLAN), Only The Strong Survive (JERRY BUTLER).

1. Promised Land (CHUCK BERRY)
In seiner Karriere nahm Elvis vier Chuck Berry-Songs auf: “Memphis, Tennessee”, “Too Much Monkey Business”, “Johnny B. Goode” und “Promised Land”. Letzterer Titel wurde im Dezember 1971 eingespielt und im Folgejahr veröffentlicht – und erreichte Platz 9 der UK-Charts. Im Unterschied zum Original sind hier Clavinet und Bläsersätze zu hören. James Burton streut seine typischen Fills mit der E-Gitarre ein und so entsteht ein geradlinigerer Sound als in Chuck Berrys Version. Elvis‘ spielerische Vokalinterpretation beweist seine große Wertschätzung für den Rock’n’Roll-Kollegen und dessen Kompositionen.

2. What’d I Say (RAY CHARLES)
1964 wurde diese Gospel-inspirierte Version des Ray-Charles-Songs als Single veröffentlicht. Der King ist hier ganz in seinem Element und verleiht “What’d I Say“ mit seiner unvergleichlichen Dynamik den ganz besonderen Groove.

3. Early Mornin‘ Rain (GORDON LIGHTFOOT)
Gordon Lightfoot über seine Komposition: „Es gab eine Zeit, da konntest du am Flughafen von L.A. an der Landebahn stehen und zusehen, wie die Flugzeuge starteten und landeten. Der Anblick inspirierte mich zu diesem Song, den ich 1966 für mein erstes Album aufnahm. Ich war völlig überrascht, als Elvis “Early Morning Rain“ coverte. Er hatte die Version von Ian & Sylvia gehört und orientiert sich auch an dieser Interpretation. Dabei gelang dem King ein großartiger Job.“

4. You’ve Lost That Loving Feeling (THE RIGHTEOUS BROTHERS)
Phil Spector: „Als Elvis in Vegas `You’ve Lost That Lovin’ Feelin´ zum ersten Mal live aufführte, erzählte er mir, das sei sein Lieblingssong. Ich fand seine Bühnenperformance, die er mit Karate-Kicks garnierte, sensationell.“ “You’ve Lost That Lovin’ Feelin’” zählt zu den meistgespielten Titeln in der Geschichte von Radio und TV und übertrifft mit 10 Millionen Plays sogar den Beatles-Klassiker “Yesterday“.

5. My Babe (LITTLE WALTER)
Als Elvis im August 1969 nach acht Jahren Bühnenabstinenz wieder live zu hören war, gehörte “My Babe“, eine Komposition von Willie Dixon, zum festen Repertoire und war einer der Highlights der Shows, die auf dem Album „Elvis In Person At The International Hotel“ verewigt ist.

6. Don’t Think Twice, It’s Alright (BOB DYLAN)
Als großer Fan des 1965er Albums „Odetta Sings Dylan“, nimmt sich auch Elvis eines Dylan Songs an. Dem Gitarren-Picking des Originals setzt er den Groove einer rollenden Dampflok entgegen und verleiht dem Track einen dezenten Country-Touch.

7. Got My Mojo Working (MUDDY WATERS)
Das Cover des Muddy Waters-Klassikers aus dem Album „Love Letters From Elvis“ (1971) zeigt, wie tief der King im Blues verwurzelt ist.

8. Bridge Over Troubled Water (SIMON & GARFUNKEL)
Paul Simon: „Ich glaube, Elvis hat meinen Song wegen seiner starken Affinität zum Gospel gecovert. Ich sah eines seiner Konzerte im Madison Square Garden, wo er auch `Bridge Over Troubled Water´ sang und es war ein Genuss, seine Version live zu hören. Dann sah ich den Film `That’s The Way It Is´ und der widmet den Proben zu meiner Komposition eine komplette Sequenz, was mich unglaublich fasziniert hat.“

9. Help Me Make It Through The Night (KRIS KRISTOFFERSON)
Kris Kristofferson: „Ich schrieb den Song, als ich noch am Golf von Mexiko als Hubschrauberpilot für eine Ölfirma arbeitete. Es war ein guter Zeitvertreib, denn wir saßen oft eine Woche lang auf einer Bohrinsel fest und beim Komponieren mit der Gitarre vergaß man die Einsamkeit. Als ich Elvis‘ Version zum ersten Mal hörte, was es ein fast wie ein Kirchgang. Ich empfand es als große Ehre, dass der King einen meiner Songs coverte.“

10. Gentle On My Mind (GLEN CAMPBELL)
Im Januar 1969 nahm Elvis in den American Sound Studios mit dem Produzenten Chips Moman mehrere Coverversionen populärer Songs auf. Ein Jahr zuvor hatte Dean Martin mit seiner Big-Band-Version von “Gentle On My Mind“ einen Nummer-2-Hit in Großbritannien gelandet. Elvis‘ Interpretation wiederum nähert sich der hypnotischen Wirkung von Glen Campbells Original an.

11. Funny How Time Slips Away (WILLIE NELSON)
In den 1970ern verließ Elvis die ausgetretenen Rock’n‘Roll-Pfade. Der Sound, der bislang sein Markenzeichen gewesen war, wurde mehr und mehr durch ruhigere Songs ersetzt. Einer davon ist diese Version von Willie Nelsons “Funny How Time Slips Away“ – besinnlich und unter die Haut gehend.

12. Sweet Caroline (NEIL DIAMOND)
Zu Beginn der 70er Jahre nahm Elvis viele Coverversionen seiner Lieblingssongs in sein Live-Programm auf. Seine energiegeladene Interpretation von Neil Diamonds “Sweet Caroline” ist ein leidenschaftlicher Tribut an das Original und erschien auf den 1970 veröffentlichten Alben „On Stage“ und „That’s The Way It Is“.

13. You Don’t Have To Say You Love Me (DUSTY SPRINGFIELD)
Vicki Wickham: „Als ich die Lyrics zu `You Don’t Have To Say You Love Me´ schrieb, war das meine Hommage an die Liebe. Elvis‘ und Dustys Stimme könnten unterschiedlicher nicht sein – genau das macht seine Version so besonders. Er kopiert nicht einfach, er präsentiert eine neue Original-Version. Simon Napier-Ball: Elvis‘ Gesang berührt den Hörer mehr, er lässt ihn die Botschaft des Textes spüren, während Dusty sich ganz auf ihre Technik und Musikalität verlässt.“

14. Proud Mary (CREEDENCE CLEARWATER REVIVAL)
John Fogerty: „Als ich den Song schrieb, leistete ich gerade meinen Wehrdienst ab und gehörte noch zur Reserve der US-Army. Mein größter Wunsch war, endlich aus dem Dienst entlassen zu werden. Eines Tages lag dieser kleine Umschlag auf den Stufen zu meinem Apartment. Als ich ihn öffnete, hielt ich meine ehrenhafte Entlassung aus der Armee der Vereinigten Staaten in den Händen und war der glücklichste Typ der Welt. Ich schlug in meinem kleinen Vorgarten vor Freude ein Rad nach dem anderen, ging zurück ins Haus und da fiel mir auch schon die erste Zeile ein: `Left a good job in the city´. Kurz darauf war der Song fertig, inspiriert von dem atemberaubenden Gefühl von Glück und Freiheit.”

15. I Got A Woman (RAY CHARLES)
Wie sehr der King diese Ray-Charles-Komposition schätzte, beweist die Tatsache, dass “I Got A Woman” bis zu Elvis‘ Lebensende einen festen Platz auf der Playliste seiner Konzerte hatte.

16. Words (BEE GEES)
Robin Gibb: „“Words” entstand nach einer Auseinandersetzung und handelt davon, wie glücklich dich Worte machen aber auch verletzen können.“
Barry Gibb: „Von Elvis‘ Covers mag ich dieses besonders gerne. Mir gefällt, dass es `Words´ als Live-Version auf seine LP geschafft hat. Dazu eine nette Anekdote: Wir wussten gar nicht, dass Elvis unseren Song aufgenommen hatte und fanden das erst heraus, als wir uns `That’s The Way It Is´ ansahen.“
Maurice Gibb: „Als 18- oder 19-Jähriger ist es natürlich phantastisch, wenn du erfährst, dass Elvis Presley einen deiner Songs singt.“

17. Something (THE BEATLES)
George Harrison: „Als ich den Song schrieb, stellte ich mir vor, jemand wie Ray Charles würde ihn singen. Ich glaube, dass der Erfolg eines Titels nicht von den verkauften Einheiten abhängt, sondern davon, wie oft er gecovert wird. In dieser Hinsicht ist `Something´ definitiv einer meiner erfolgreichsten Songs.”

18. You Don’t Know Me (RAY CHARLES)
Anders als das Original verzichtet Elvis‘ Version von “You Don’t Know Me” auf reiche Orchestrierung, bei der der King eine elegante und zurückhaltende Interpretation abliefert.

19. I’m So Lonesome I Could Cry (HANK WILLIAMS)
Hank Williams “I’m So Lonesome I Could Cry” aus dem Jahr 1949 zählt zu den größten Countrysongs aller Zeiten. Elvis kündigt den Titel auf “Aloha from Hawaii” (1973) mit den Worten „I’d Iike to sing a song that’s probably the saddest song I’ve ever heard” an. Seine Version zeugt von großem Respekt für das Original und vermittelt eindrücklich die schmerzvolle Botschaft des Textes.

20. Danny Boy (TRADITIONAL)
Elvis Vater Vernon war wie sein Sohn ein großer Fan dieses Evergreens. Der King nahm den Titel für „From Elvis Presley Boulevard, Memphis Tennessee“ auf. Er wird dabei nur von Piano und Chor begleitet und macht die sentimentale Geschichte von Abschied und Wiedersehen für den Hörer erlebbar.

21. My Way (FRANK SINATRA)
Paul Anka: „Ich traf Elvis einmal in Nevada. Er erzählte mir, warum ihm `My Way´ so viel bedeutete und ließ dabei sein Leben Revue passieren. Einen Song wie diesen hatte Elvis nie im Repertoire gehabt, und seine Interpretation kommt der von Sinatra recht nahe. Elvis packt aber viel Gefühl und Soul hinein – so wird sein `My Way´ zu einem sehr emotionalen Bekenntnis.”

22. Tomorrow Is A Long Time (BOB DYLAN)
Auch bei diesem Cover diente das Album „Odetta Sings Dylan“ als Vorbild. Bob Dylan selbst adelte Elvis‘ Version von “Tomorrow Is A Long Time” mit den Worten „Das ist die Aufnahme, die mir am meisten bedeutet.”

23. Only The Strong Survive (JERRY BUTLER)
Kenny Gamble: „Wir wollten Songs mit Botschaften schreiben, die den Leuten ein gutes Gefühl gaben. Als wir herausfanden, dass Elvis `Only The Strong Survive´, einen unserer Songs, sang, war das, als würde uns Frank Sinatra covern! Elvis arrangierte den Song wie wir, er orientierte sich auch an Jerrys Gesang, aber er gab ihm seinen ganz persönlichen Touch.“
Jerry Butler: „Bei diesem Song geht es darum, eine Geschichte zu erzählen und auch in dieser Hinsicht war Elvis einfach großartig.“