KW-06-2026: MARILLION – live 2026 in Rastatt am 4. Juli 2026 Deutschland-Tourstart 2026 im Ehrenhof des Residenzschlosses/ Rastatt

Photo & Pics : Prof. Dr. Christof Graf

MARILLION – live 2026 in Rastatt am 4. Juli 2026

Deutschland-Tourstart 2026 im Ehrenhof des Residenzschlosses/ Rastatt

Pics & Text:  Prof. Dr. Christof Graf

Nach mehr als einem Jahrzehnt Pause kehren Marillion im Sommer 2026 für eine umfangreiche Tour nach Deutschland zurück. Die britische Progressive-Rock-Institution blickt dabei auf eine außergewöhnliche Karriere von 47 Jahren und 20 Studioalben zurück. Am Samstag, 4. Juli 2026, macht die Band auch in Rastatt Station: Im Ehrenhof des Residenzschlosses beginnt das Konzert um 20.30 Uhr. Im Frühjahr 2027 bringen Sie das nächste Studio-Album heraus.

Marillion gelten seit Jahrzehnten als feste Größe der Prog-Szene und haben sich den Ruf einer herausragenden Liveband erarbeitet. Ihre Konzerte sind aufwendig inszenierte Gesamtkunstwerke aus Klang, Licht und Atmosphäre, die sich bewusst von klassischen Rockshows abheben. Dabei überzeugt die Band nicht nur durch technische Präzision, sondern auch durch emotionale Intensität – und durch ein außergewöhnlich variables Repertoire, das es ermöglicht, die Setlist Abend für Abend neu zu gestalten.

Gegründet wurde die Band 1979 unter dem Namen „Silmarillion“, inspiriert von J. R. R. Tolkien. In den 1980er Jahren avancierte Marillion mit Sänger Fish zu einer der prägendsten Gruppen des Neo-Prog. In dieser Phase entstanden bis 1988 vier Alben, darunter das kommerziell erfolgreichste Werk „Misplaced Childhood“, das mit „Kayleigh“ und „Lavender“ internationale Hits hervorbrachte.

Nach dem Ausstieg von Fish stellte sich die Band neu auf und fand mit Steve Hogarth einen Sänger, der seit 1989 das musikalische Profil entscheidend mitprägt. Mit ihm schlugen Marillion eine stilistisch offenere Richtung ein und bewiesen zugleich unternehmerische Innovationskraft: Nach der Trennung von ihrer Plattenfirma setzten sie früh auf ein direktes Finanzierungsmodell durch ihre Fans – ein Ansatz, der später als Crowdfunding bekannt wurde.

Auch mehr als drei Jahrzehnte später zeigt sich die Band in bemerkenswerter Form. 2023 feierten Marillion ihr 35-jähriges Bestehen in der aktuellen Besetzung. Künstlerisch haben sie in jeder Dekade Akzente gesetzt – von „Misplaced Childhood“ (1980er) über „Brave“ (1990er) und „Marbles“ (2004) bis hin zu „F.E.A.R.“ (2016). Ihr bislang jüngstes Studioalbum „An Hour Before It’s Dark“ erschien im März 2023 und wurde von Kritikern breit gewürdigt.

Aktuell präsentiert sich die Band auf einem kreativen Höhepunkt und bleibt ihrem Anspruch treu, auch komplexe, bis zu 17 Minuten lange Kompositionen mit Präzision und Leidenschaft auf die Bühne zu bringen.

Der allgemeine Vorverkauf startete am 28. September 2025 um 10 Uhr. Tickets sind bei den Geschäftsstellen der Tageszeitungen, online unter www.provinztour.de sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.
Die Ticket-Hotline ist unter 01806/570070 erreichbar (0,20 € pro Anruf aus dem Festnetz, maximal 0,60 € aus dem Mobilfunknetz).
Karten für Rollstuhlfahrer sowie für Menschen mit 100 Prozent Schwerbehinderung und notwendiger Begleitperson sind ausschließlich über den Veranstalter Provinztour erhältlich (Tel. 07139/547, E-Mail: ticket@provinztour.de).

 

KW-05-2026: Happy 75th Birthday Phil Collins (30.1.2026) – Das Angebot einen Cover-Song für Leonard Cohen aufzunehmen, lehnte er vor 31 Jahren, 1995 ab.

photo: christof graf

Phil Collins, Genesis-Sänger und Solist lehnte es ab, auf dem 1995 erschienenen Leonard Cohen Tribute-Album Tower of Song: The Songs of Leonard Cohen mitzuwirken. Ja, Peter Gabriel und so viele andere waren mit dabei: Don Henley von den Eagles, Martin Gore (Depeche Mode), Sting, Bono (U2), Tori Amos, Elton John, Billy Joel und einige andere steuerten jeweils eine Coverversion ihres Lieblingsliedes bei. Nur eben Phil Collins nicht, obwohl er angefragt war.

Da er ein Fan des Schlagzeugers sei, erklärte Cohen die Ablehnung einmal in einem Gespräch beim US-Musik-TV-Sender MTV: „Ich habe ihn gefragt, und er hat abgelehnt“. Doch Cohen blieb hartnäckig und setzte nach Collins‘ Ablehnung nach, um ihn zu überzeugen. Wie von Cohen zu erwarten, war sein Flehen angemessen poetisch und verglich das Paar mit zwei klassischen Größen.

„Und ich schrieb ihm mit den Worten: ‚Würde Beethoven Mozarts Einladung ablehnen?'“ erinnerte sich Cohen. Collins gab ihm eine Antwort und setzte sogar Cohens Metapher fort, aber er war immer noch nicht überzeugt, an dem Projekt teilzunehmen. „Er schrieb ein schönes Fax zurück und schrieb: ‚Beethoven muss ablehnen, weil Beethoven mit so-und-so auf Tour geht…'“ erklärte Cohen.

Trotz der Enttäuschung über Collins‘ Ablehnung behauptete Cohen, es sei ein „sehr charmantes Fax“ und „vollkommen legitim“. Es erscheint schockierend, dass Collins nicht in der Gesellschaft derjenigen sein möchte, die zum Album beigetragen haben.

KW-05-2026: Field Commander C. »Leonard Cohen’s Early Works – the Roots of Hallelujah« – Live in Hamburg – Ein Gastbeitrag von Michael Brenner

archiv-foto: christof graf/ Laeiszhalle; früher: Musikhalle, Hamburg

Gedanken zum Leonard Cohen Tribute-Konzert an einem historischen Ort

von MIchael Brenner

1970 spielte Leonard Cohen zum ersten Mal in Deutschland und in Europa. Der Ort: die historische Musikhalle in Hamburg, ein neobarockes Konzerthaus. Ich war damals ich ein 18-jähriger Junge auf dem Weg zum Abitur.

Im Rückblick aus dem Jahr 2026 beschreibt Künstliche Intelligenz das Jahr 1970 mit folgenden Sätzen: Das Jahr 1970 markierte den Beginn eines turbulenten Jahrzehnts, geprägt von Ost-West-Annäherung durch Willy Brandts Politik, dem Höhepunkt des Vietnamkriegs, der Apollo-13-Mission und dem Zerfall der Beatles. Kulturell dominierten Schlaghosen, Plateauschuhe und der aufkommende Umweltschutz. Es war ein Wendepunkt für massive soziale Umbrüche und den Generationenwechsel.

Wir schreiben das Jahr 2026. Die Welt ist eine andere geworden. Dass sie besser und schöner geworden ist, wie Viele meiner Generation 1970 erhofften, kann ich nicht sagen. Vor fast zehn Jahren ist Leonard Cohen im November 2016 verstorben. In der Gegenwart bin ein alter Mann von 74 Jahren.

Der 23. Januar 2026 ist ein eiskalter Winterabend und ich besuche mit einem Freund das Leonard Cohen Tribute-Konzert der Gruppe Field Commander C. in der Laeiszhalle.  Es ist die frühere Musikhalle am Johannes-Brahms-Platz (früher: Karl-Muck-Platz) unter neuem Namen und gehört heute zur Elbphilharmonie. Im Jahr 1968 fand in der Musikhalle die feierliche Veranstaltung zu meiner Jugendweihe statt, die ich schon lange vergessen hatte. In dem alten Verwaltungsgebäude gegenüber erlebte ich Ende 1970 meine Verhandlung als Kriegsdienstverweigerer.

Das Leonard Cohen Tribute Konzert war vom Veranstalter angekündigt als „eine Hommage an den großen, kanadischen Singer-Songwriter Leonard Cohen und eine der eindrucksvollsten Cohen-Live-Shows, die Deutschland zu bieten hat. Neben der großen Formation, die sich ausgiebig der legendären Tour von 1979 widmet und bundesweit in den renommierten Konzerthäusern für Gänsehaut und minutenlange Standing Ovations sorgt, geht Rolf Ableiters Field Commander C. nun mit intimerer Besetzung auf Spurensuche. »Leonard Cohen’s Early Works – the Roots of Hallelujah« ist der Titel des neuen Programms.

Wer sich mit Leonard Cohen beschäftigt, kommt um den Song »Hallelujah« nicht herum. Wenn man aber verstehen möchte, wie dieser unglaubliche Song entstehen konnte, muss man sich mit dem Frühwerk Cohens auseinandersetzen. Songs wie »Suzanne«, »Bird on the Wire«, »So Long Marianne«, »Famous Blue Raincoat«. sind neben »Hallelujah« mit die berühmtesten Werke Cohens und entstanden alle in der Schaffenszeit der ersten vier Alben.  Die Gäste erwartet ein Abend voller Melancholie, Poesie, virtuoser Spielfreude und Geschichten rund um sein grandioses Frühwerk – gefühlvoll interpretiert mit Gitarre, Violine, Cello, Orgel und Akkordeon.“

Für mich und für Leonard Cohen-Fans ist der Veranstaltungsort Musikhalle ein historischer Ort. Hier hat Leonard am Anfang seiner Karriere am 4. Mai 1970 sein erstes Konzert in Deutschland und in Europa gegeben. Fast genau 55 Jahre später treten Rolf Ableiter und Field Commander C. mit ihrem Tribute-Konzert am selben Ort auf.

1970 traten wenige Wochen vor Leonard Cohen gemeinsam Judy Collins und Tom Paxton am selben Ort auf. Judy Collins, zur Erinnerung, war diejenige Folksängerin, die ganz wesentlich zum Start von Leonard Cohen Cohens Karriere beigetragen hat. Das Konzert von Judy Collins und Paxton habe ich damals besucht, zu Leonard bin ich leider nicht gegangen. Bis heute bedauere ich es sehr.

Das Leonard Cohen-Konzert von Mai 1970 wurde von dem legendären Fotografen Günter Zint mit zahlreichen Fotos dokumentiert. Diese wurden vor einigen Jahren mit Zints Zustimmung in dem Buch »Blicke auf Leonard Cohen« von Christof Graf und Michael Brenner veröffentlicht.

Drei Monate später, im August 1970, ist Leonard Cohen dann beim Open Air Festival auf der Isle of Wight aufgetreten. Statt der erwarteten 30.000 oder 40.000 Zuschauer kamen nach Schätzungen mehr als eine halbe Million Menschen. Die Organisation war dem nicht gewachsen und die Stimmung wurde aggressiv, auch gegen die Künstler. Doch Leonard Cohen gelang es mit seinem legendären nächtlichen Auftritt, die wütenden Festival Teilnehmer zu beruhigen und friedlich zu stimmen.

Das Tribute Konzert 2026 von Rolf Ableitner und Field Commander C. brachte den Besuchern einen schönen Abend. Die Veranstaltung war bis auf wenige Restplätze ausverkauft. Mir hat es sehr gefallen und dem Rest Zuschauer ganz offensichtlich auch. Sie waren begeistert. Zwischen den einzelnen Songs gab Rolf Ableiter jeweils Erläuterungen zu Leonard Cohen und dem nachfolgenden Song. In Hamburg erwähnte er auch Judy Collins und erzählte die Vorkommnisse von der Isle of Wight.

Zwei Songs ragten an diesem Abend für mich heraus, Sisters of Mercy und Hey, That’s No Way to  Say Goodbye, ohnehin zwei meiner Lieblingssongs.
Bei YouTube sind viele Konzert-Ausschnitte der Gruppe Field Commander C. zu finden. Es lohnt sich, sie sich anzusehen.

 

KW-04-2026: Patti Smith’s two appearances today at Symphony Space, New York, NY, USA, on Wednesday, 21 January 2026 at 7.00 pm and 9.00 pm have been Sold Out for some time, but a small number of returned tickets are now available on the website.

Patti Smith’s two appearances today at Symphony Space, New York, NY, USA, on Wednesday, 21 January 2026 at 7.00 pm and 9.00 pm have been Sold Out for some time, but a small number of returned tickets are now available on the website.

SOURCE:

https://www.symphonyspace.org/events/patti-smith-bread-of-angels?fbclid=IwY2xjawPeDTtleHRuA2FlbQIxMABicmlkETB2THBQeUV4WjgzZjQwTUF5c3J0YwZhcHBfaWQQMjIyMDM5MTc4ODIwMDg5MgABHtlGyWxmbDwRL-nLvULYr6krP6Su87_F-0mCy4jKbdD47KeQtStTHxMnwQ_h_aem_QnMOQ713NLCDsNlz5sAFGQ

 

KW-04-2026: call for papers for the upcoming international conference Leonard Cohen: Global Perspectives on a Multidisciplinary Artist

call for papers for the upcoming international conference Leonard Cohen: Global Perspectives on a Multidisciplinary Artist

How can we remember, talk, write about Leonard Cohen in 2026, 10 years after his passing?

This conference invites interdisciplinary, international, and cross-cultural perspectives on Leonard Cohen’s work, and we warmly welcome proposals from scholars across a wide range of fields.

The programme will be complemented by a cultural evening at the Handelsbeurs with live music by acclaimed artists Lara Chedraoui (Intergalactic Lovers) and [Floris De Decker]

as well as interviews and personal testimonies by author Christophe Lebold and other internationally renowned Leonard Cohen specialists. Additional highlights include a screening of the very first documentary on Leonard Cohen, alongside a range of complementary activities.

Check out the attached call for details on conference themes and submission guidelines. Submission deadline: April 30, 2026